Wetter in Stuttgart Böe entwurzelt alte Kastanie im Schlossgarten

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Ein Baumfachmann von der Wilhelma verneint einen Zusammenhang mit der nahen Stuttgart-21-Baustelle. Die Parkpfleger des zoologisch-botanischen Gartens sind unter anderem auch für den Schlossgarten zuständig, wo der Baum stand.

Der Baum ist auf den Steg gefallen, der über die Bahnhofsbaustelle führt. Foto: 7aktuell.de/Eyb
Der Baum ist auf den Steg gefallen, der über die Bahnhofsbaustelle führt.Foto: 7aktuell.de/Eyb

Stuttgart - Ein einziger starker Windstoß hat am Dienstagabend ein 80 bis 100 Jahre währendes Baumdasein beendet. Auf dieses Alter schätzt Fachmann Micha Sonnenfroh die große Rosskastanie, die dem starken Wind am Dienstag im Mittleren Schlossgarten zum Opfer gefallen ist. Sonnenfroh arbeitet im Fachbereich Parkpflege der Wilhelma. Die Abteilung des zoologisch-botanischen Gartens kümmert sich nicht nur um die Gewächse zwischen den Tiergehegen. Insgesamt pflegt das Team 13 000 Bäume in landeseigenen Gärten- und Grünanlagen in Stuttgart.

Fäulnis an den Wurzeln entdeckt

Den in Internetforen diskutierten Zusammenhang mit der neben dem Baumstandort liegenden Stuttgart-21-Baustelle verneint der Experte. Kritiker des Projekts hatte den Zwischenfall auf das Absenken des Grundwasserspiegels zurückgeführt. Das sei nicht möglich, so Sonnenfroh. Die Begutachtung des Wurzeltellers, den der umgefallene Baum aus dem Erdreich hob, habe Schäden an den Wurzeln des Baumes offenbart. „Wir haben dort Fäulnis entdeckt“, sagt der Wilhelma-Mitarbeiter. Der derart geschwächte Baum habe den sehr lokal auftretenden Windhosen nichts entgegensetzen können, die Sonnenfroh bei einem Außeneinsatz am Dienstagnachmittag im nicht weit entfernten Oberen Schlossgarten selbst erlebt hat. Auch die im Vorfeld der Bahnhofsarbeiten gerodeten Bäume im Schlossgarten hätten der Kastanie keinen Schutz bieten können. „Sie steht in unmittelbarer Nähe einer großen Eiche. Das hat auch nicht geholfen“.

Kontinuierliche Kontrollen der Bäume in Parks

Zu den Aufgaben der Parkpfleger der Wilhelma gehört auch eine kontinuierliche Kontrolle der Bäume in Parks und Gärten. Mindestens einmal im Jahr wird jedes Gewächs in Augenschein genommen. Die betroffene Kastanie sei im Laufe des vergangene Jahres begutachtet worden. „Das sind visuelle Kontrollen. Unterirdische Schäden an den Wurzeln können wir dabei natürlich nicht feststellen“. Außergewöhnlich alte Bäume, zu denen die Kastanie noch nicht gezählt wurde, bekommen mehrmals im Jahr Besuch von den Experten. Das geschehe im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht. Die Kastanie stand in Sichtweite des Biergartens und fiel auf den Steg, den die Bahn im Zuge der S-21-Bauarbeiten erstellt hat, weil andere Wege unpassierbar geworden sind.

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2 KommentareKommentar schreiben

Bitte etwas genauer Recherchieren, Herr Milankovic: Woher will der Wilhelmamitarbeiter denn wissen, dass der entwurzelte Baum nichts mit S21 zu tun hat, obwohl er selber sagt, dass er zu Lebzeiten des Baumes keine unterirdische Schäden an den Wurzeln feststellen kann, weiß er denn nicht, dass in dem Gebiet massiv in das Grundwasser eingegriffen wird und Milliarden Liter abgepumpt und teilweise wieder infiltriert werden?.............................................................................Wurzelfäule entsteht hauptsächlich durch Staunässe, Bodo Siegert ist für das Grundwasser-Monitoring zuständig, durch das Absenkungen, aber auch Aufhöhungen enstehen können......................................................Der Boden unter den Bäumen sollte luftig und locker sein, damit der Baum Wasser über Verdunstung aufnehmen kann.....................................................................Die Infitration von Grundwasser erfolgt über Schluckbrunnen, deren Aufnahmefähigkeit aber begrenzt ist, wenn ein Infiltrationsbrunnen überläuft, wie es schon öfters geschehen ist, entsteht Staunässe, die wiederum zu Wurzelfäule führen kann..................................... Fazit: Dieser Baumschaden geht mit sehr hoher Warscheinlichkeit auf das Konto von S21. Auf den Bildern sind die übergelaufene Brunnen gut zu erkennen. http://netzwerke-21.de/?p=4721

das kann nicht sein: es hat immer mit s21 zu tun. wurde hier auch schon "verschwörungstheoretisiert".

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