Wilhelmspalais Stuttgart Vom alten Palais stehen nur noch vier Wände

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Das Innere der alten Stadtbücherei ist ganz entfernt worden – am Dienstag hat nun die Grundsteinlegung für das Stadtmuseum stattgefunden. Von Herbst 2017 an soll dort auf 4000 Quadratmetern die Geschichte der Stadt präsentiert werden.

Im Innern des Wilhelmspalais ist bereits mit den Arbeiten an den Fundamenten des Stadtmuseums Stuttgart begonnen worden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Im Innern des Wilhelmspalais ist bereits mit den Arbeiten an den Fundamenten des Stadtmuseums Stuttgart begonnen worden.Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Giovanni Salucci in Reinkultur: Das lässt sich derzeit an der Konrad-Adenauer-Straße bewundern. Denn der gesamte Innenausbau des Wilhelmspalais aus den 1950er Jahren ist ebenso wie das Dach entfernt worden. Nun stehen nur noch die denkmalgeschützten Außenmauern des Bauwerks dieses italienischen Architekten aus dem 19. Jahrhundert, der in Stuttgart auch die Grabkapelle und das Schloss Rosenstein gebaut hat. An wenigen Terminen kann die ungewöhnliche Baustelle übrigens von jedermann besichtigt werden. In diesem Jahr gibt es aber nur noch einen Termin: den Freitag, 14. November, um 15 Uhr.

Am Dienstag hat sich dagegen die Prominenz versammelt, um den Grundstein für das neue Stadtmuseum zu legen. Was die Menschen, die das Gebäude in vielleicht 100 Jahren erneut umpflügen, in diesem Grundstein finden werden, ist interessant: Das Team um Anja Dauschek hatte die Stuttgarter aufgefordert, Bilder aus Stuttgart im Jahr 2014 einzusenden oder hochzuladen – ein Album mit 1435 Fotos auf alterungsbeständigem Papier liegt nun in einer Stahlblechdose für die Nachwelt bereit. OB Fritz Kuhn hatte Mühe, die schwere Kassette in den Grundstein zu hieven.

Bisher liegen die Bauarbeiten im Kosten- und Zeitplan

Die Fotos sind auch symbolisch gedacht: Denn die Verantwortlichen wollen die Bürgerschaft an der Entstehung des Museums beteiligen und teilhaben lassen. Die Eröffnung des 38,3 Millionen Euro teuren Stadtmuseums sei für den Herbst 2017 vorgesehen, hieß es am Dienstag unkommentiert – dabei war bisher immer Juni 2017 genannt worden, und das war schon eine Verspätung um fast ein Jahr. Man liege aber im Zeit- und Kostenplan, hieß es bei der Feier.