Windkraft in Backnang Ein regionales Windkraftbündnis

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Die Dettinger W-I-N-D GmbH will im Auftrag von fünf lokalen Projektpartnern in einem Waldstück in der Nähe des Sulzbacher Eschelhofs fünf bis sieben Windräder bauen. Die Bewerbung beim Staatlichen Forst wird jetzt eingereicht.

Im Frühjahr 2015 könnte sich das erste Windrad auf der Waldkuppe zwischen Backnang, Oppenweiler, Sulzbach, Murrhardt und Auenwald  drehen. Foto: dpa
Im Frühjahr 2015 könnte sich das erste Windrad auf der Waldkuppe zwischen Backnang, Oppenweiler, Sulzbach, Murrhardt und Auenwald drehen. Foto: dpa

Backnang - „Wir machen die Energiewende vor Ort.“ Unter dieser Überschrift haben die Stadtwerke Backnang und Murrhardt sowie die Bürgerenergiegenossenschaften Murrhardt, Murr und Weissacher Tal jetzt eine gemeinsame Bewerbung für einen Windkraftstandort auf einer Waldkuppe zwischen Backnang, Oppenweiler, Sulzbach, Murrhardt und Auenwald bekannt gegeben. Der Projektpartner ist die Dettinger W-I-N-D Energien GmbH, die fünf bis sieben Windräder im staatlichen Forst im Gebiet Zollstock-Springstein in der Nähe des Sulzbacher Wanderheims Eschelhof planen, bauen und betreiben soll. Noch in diesem Monat soll die Bewerbung bei der landeseigenen Forst-BW eingereicht werden.

Man sei überzeugt davon, dass die Energieausbeute „trotz des Gegenwinds aus Berlin“ ausreichend sei, um den Windkraftstandort zu entwickeln, sagte der Backnanger Oberbürgermeister Frank Nopper gestern bei der Präsentation des Vorhabens in den Räumen der örtlichen Stadtwerke. Wenn sich wider Erwarten aber herausstellen sollte, dass das Projekt unwirtschaftlich oder für die Landschaft und Natur unverträglich sei, könnten die beteiligten Partner aussteigen, ohne dass ihnen dadurch Kosten entstünden.

Alexander Wiethüchter, der Geschäftsführer der W-I-N-D Energien GmbH, die eigenen Angaben zufolge bereits 34 Anlagen an elf Standorten gebaut hat, sprach von einer besonders günstigen Konstellation auf dem interkommunalen Standort. Man habe Zugriff auf die örtlichen Netze und könnte den Strom dort erzeugen, wo er gebraucht werde. „Alle Energiegenossenschaften rund um den Standort haben sich zusammengeschlossen, es ist somit eine Bürgerbeteiligung an der regionalen Energiewende in großem Maße vorhanden sowie eine regionale Wertschöpfung in der Raumschaft“, ergänzte der Backnanger Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Höfer.