Winnenden-Prozess War ein Schöffe befangen?
dapd, 19.02.2011 15:34 Uhr
 Foto: dpa
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Winnenden - Im Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden hat möglicherweise ein befangener Schöffe mitgewirkt. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" am Samstag vorab berichtete, präsentierte sich der als "Politblogger" bekannte Laienrichter Dietmar N. im Internet seit langem als bekennender Waffengegner.

Bereits vor Prozessbeginn habe er sich für ein striktes Verbot von Schusswaffen in Privathaushalten sowie ein schärferes Waffenrecht ausgesprochen, schreibt das Magazin. Verstöße müssten "empfindlich" bestraft werden.

Verteidiger will Sachverhalt prüfen


Dem Landgericht Stuttgart waren die Aussagen des Schöffen bislang "nicht bekannt", zitiert das Magazin einen Sprecher. Zu möglichen Konsequenzen könne er deshalb noch nichts sagen.

Der Verteidiger des wegen fahrlässiger Tötung verurteilten Jörg K., Hans Steffan, will den Sachverhalt laut "Focus" prüfen. N. erklärte auf Anfrage von "Focus" er sehe "keinen Anlass, auf unsachliche Kritik zu antworten".
Kommentare (12)
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FEB
26
Michael K. Saltz, 18:35 Uhr

Avesta desinformiert

Klassischer Fall von Desinformation. Sie müssen eine gute Desinformations-Ausbildung erhalten haben. Hut ab, Sie machen das gut! Die Punkte 1-14 dieser Anweisung haben Sie schon erfüllt: 15 taktische Regeln des Desinformanten, wie sie @Rintintin in Politik-Global– Forum ausformuliert hatte. Stellen Sie in einer Diskussion einen oder mehrere dieser Punkte fest, handelt es sich um Desinformation. Jene Person oder Gruppen, die die Lüge aufrechterhalten will, hat die Fakten nicht auf ihrer Seite und muß deshalb versuchen, Fakten zu unterdrücken, falsche Fakten zu erfinden und vor allem: eine echte Diskussion über die Fakten zu vermeiden. Der Einsatz folgender Taktiken kennzeichnet also Personen oder Gruppen, die zum persönlichen Vorteil die Wahrheit unterdrücken wollen: 1. Reagiere empört, beharre darauf, daß dein Gegner eine angesehene Gruppe oder Person angreift. Vermeide die Diskussion der Tatsachen und dränge den Gegner in die Defensive. Dies nennt man auch das "Wie kannst du es wagen "- manöver. Irgend ein anderer Dummkopf wird ebenfalls darauf anspringen. 2. Denunziere den Gegner als Verbreiter von Gerüchten, ganz egal welche Beweise er liefert. Falls der Gegner Internetquellen angibt, verwende diesen Fakt gegen ihn. Beharre darauf, daß die Mainstreampresse und die Establishment- Geschichtsschreibung einzig und allein glaubwürdig sind, obwohl wenige Superkonzerne den Medien-Markt unter sich aufteilen und die meisten Historiker "dessen Lied singen wessen Brot sie essen". Irgend ein anderer Dummkopf wird ebenfalls darauf anspringen. 3.Attackiere ein Strohmann-Argument: Übertreibe, übersimplifiziere oder verzerre anderweitig ein Argument oder einen Nebenaspekt eines Arguments des Gegners und attackiere dann diese verzerrte Position. Man kann auch einfach den Gegner absichtlich missinterpretieren und ihm eine Position unterstellen, die sich dann leicht attackieren läßt. Vernichte die Strohmann-Position in einer Weise, die den Eindruck erwecken soll, daß somit alle Argumente des Gegners erledigt sind. 4.Assoziiere den Gegner mit inakzeptablen Gruppen: Spinner, Terroristen, Rechtsradikale, Linksfaschisten (Oxymoron- Paradoxität in einem Wort, wie auch „bittersüß“), Rassisten, Antisemiten, Paranoide Verschwörungstheoretiker, religiöse Fanatiker usw. Lenke damit von einer Diskussion der Tatsachen ab. Irgend ein anderer Dummkopf wird ebenfalls darauf anspringen. 5.Stelle die Motive des Gegners in Frage. Verdrehe oder übertreibe jeden Fakt, um den Gegner aussehen zu lassen, als handle er durch eine persönlichen Agenda oder anderen Vorurteilen motiviert. Irgend ein anderer Dummkopf wird ebenfalls darauf anspringen. 6. Stelle dich blöd: Ganz egal welche Beweise und logische Argumente durch den Gegner vorgelegt werden, vermeide grundsätzlich jede Diskussion mit der Begründung, daß die Argumentation des Gegners keinem Sinn ergibt, keine Beweise oder Logik enthält. 7. Erkläre, die Position des Gegners sei ein alter Hut, schon tausendmal durchgekaut und daher nicht der Diskussion wert. 8. Erkläre, das Verbrechen sei zu komplex, um jemals die Wahrheit herausfinden zu können. 9. Alice-im-Wunderland-Logik: Suche nur Tatsachen, die deine von Beginn an festgelegte Position unterstützen und ignoriere alle Tatsachen, die ihr widersprechen. 10. Setze gesellschaftliche Position mit Glaubwürdigkeit gleich: "Wer bist du schon daß du diesem Politiker / Großindustriellen/ Großkapital usw. , wem auch immer so etwas unterstellen kannst! 11. Verlange, daß dein Gegner den Fall komplett auflöst. Verlange unmögliche Beweise. Jede Unklarheit beim Gegner wird gewertet als argumentative Bankrotterklärung. Irgend ein anderer Dummkopf wird ebenfalls darauf anspringen. 12. Provoziere deinen Gegner, bis er emotionale Reaktionen zeigt. Daraufhin kann man den Gegner für seine "harsche" Reaktion kritisieren und dafür, daß er keine Kritik verträgt. Irgend ein anderer Dummkopf wird ebenfalls darauf anspringen. 13. Erkläre pauschal große Verschwörungen als unmöglich durchführbar, da viel zu viele Menschen daran beteiligt sein müßten und die Sache ausplaudern könnten . Ignoriere den Fakt daß bei einer großen illegalen Operation die einzelnen ausführenden Abteilungen voneinander abgeschottet sind und nur soviel wissen, wie sie für die Ausführung ihres Teils der Operation benötigen. Ignoriere den Fakt das eine strenge Hierarchie besteht, jeder nur seinen Befehlen folgt und keine unbequemen Fragen stellen darf. 14. Wenn der Gegner sich nicht durch die genannten Taktiken kleinkriegen läßt, fahre einfach solange fort bis der Gegner ermüdet und sich aus Frustration zurückzieht. 15. Suche nach flüchtigen Rechtschreib oder Grammatikfehlern um den Gegenüber als doof zu klassifizieren. Lenke damit vom Inhalt seiner Rede ab. Irgend ein anderer Dummkopf wird ebenfalls darauf anspringen.

FEB
25
nichtbetroffen, 18:37 Uhr

Winnenden

@ Avesta weiteres Hin und Her finde ich ist undiskutabel. Doch zu dem Fall zu Guttenberg darf ich Ihnen noch einen ganz wichtigen Punkt übermitteln, das brennt mich unter den "Nägeln": Wenn alle Politiker so genau unter die Lupe genommen werden würden wie Herr zu Guttenberg, dann wäre unser Land demnächst mit Sicherheit "regierungslos", denn alle, ich betone alle, die jetzt am meisten auf "Ehrlichkeit und Korrektheit pochen", am meisten "Dreck am Stecken" haben. Vielleicht könnten dann Sie, als "vielleicht ganz Unbescholtener und Gerechter" die Führung für unser Land übernehmen.

FEB
24
Avesta, 23:08 Uhr

@ nicht betroffen

Mein Beispiel mit dem Fahrer war, zugegeben, nicht optimal, um Ihnen das Prinzip der rechtlichen Verantwortung zu vermitteln. Wir können diesen Komplex auch weiter ausdehnen, z.B. auf die Bereiche der KfZ-Technik, Elektroinstallation, Medizin oder auch Lebensmittelkontrolle. Wenn hier jemand nachweislich Mist baut, den jemand anderer mit seinem Leben bezahlt, dann wird er juristisch belangt. Das macht Schuldige natürlich nicht zu Mördern. Natürlich hat Jörg K. nicht den Amoklauf begangen, doch er hat ihn durch seinen gefährlichen Leichtsinn in dieser Form erst möglich gemacht. Was ist daran so schwer, es zu verstehen ? Die christliche Ethik, die Sie hier anscheinend so vehement vertreten, in allen Ehren - die ist jedoch nicht allgemeinverbindlich für Nicht-Fromme, Nicht- oder Andersgläubige. In einem modernen Staat gilt die weltliche Rechtsprechung, welche weiter differenziert als schwarz und weiss. "Vielleicht würden Sie sich auch Gedanken darüber machen, warum Tim K. ausgerechnet in seiner ehemaligen Schule dies Verbrechen angerichtet hat? Wenn sein Elternhaus so schlecht gewesen wäre, wie bereits dargestellt, warum hat er dann nicht seine ganze Familie ausgelöscht? War alles schon da!!!" - Im Umkehrschluss kann man das verstehen als 'Die Opfer haben das mitverursacht'. Ja, auch hier sind Fragen offen, doch bedeutet das automatisch, das jemand unter den Opfern wirklich Unrecht an Tim K. tat ??? - Vielleicht fühlte sich Tim K. nur ungerecht behandelt ? Andeutungen wie die von Ihnen sind doch bloß Spekulationen, die bewusst davon ablenken, was Tim K. erst zur Durchführung dieser Tat befähigte. Und waren die beiden Männer in Wendlingen etwa auch Schuld an Tim's Schicksal ? Was meinen Sie, wie viele Menschen urplötzlich Mordgedanken haben ? Die allermeisten verschwinden zum Glück sofort. Tim K. hatte keine Möglichkeit, solche Gedanken zu verwerfen. Zu groß die 'mediale Unterstützung' dieser Phantasie und zu groß die Verlockung, diese Gedanken umzusetzen - denn das optimale Mittel stand dank Vaters Fahrlässigkeit jederzeit zur Verfügung. Zur Gutti-Dämmerung: Wer schamlos betrügt, darf kein wichtiges Amt behalten - nicht in einer echten Demokratie.

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