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Winterabend in Rohr Sonne, Mond und Erde im Schuhkarton
Alexandra Kratz, 23.02.2012 11:00 Uhr
Schüler haben Foto: z
Schüler haben Foto: z

Vaihingen - Für Bettina Jurich ist der alljährlich am Königin-Charlotte-Gymnasium (KCG) stattfindende Winterabend der Beweis dafür, dass Schule auch viel Spaß machen kann. So präsentierten die Acht-, Neunt- und Zehntklässler ihren Eltern im Rembrandt-Schulzentrum jüngst ihre Erfindungen und Ergebnisse ihrer Experimente und klärten die Mütter und Väter über technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge auf.

Im Zimmer der Achtklässler konnten die Erwachsenen unter Anleitung ihrer Kinder zum Beispiel ein Modell für einen Viertaktmotor bauen. Daneben erklärte ein Schüler mit Hilfe seines Modells „Sonne, Mond und Erde“ im Taschenformat, wie es zu den verschiedenen Mondphasen kommt. Eine andere Schülerin hatte mehrere Fernrohre konstruiert. Einen Tisch weiter war Medizintechnik das Thema: Die Gäste konnten ihre Sehfähigkeit testen und über die Elastizität der eigenen Augenlinse indirekt ihr Alter bestimmen lassen. „Für manche war dies mitunter ein eher enttäuschendes Ergebnis“, sagt Jurich mit einem Augenzwinkern.

Derweil hatten die Zehntklässler mit Lego-Mainstream-Baukästen verschiedene Roboter konstruiert. Der eine faltete T-Shirts in 30 Sekunden faltenfrei und schrankfertig, andere sortierten verbranntes Toastbrot aus oder fütterten den Hund. Besonders nützlich auch für Schüler: Ein Wecker, der wegfährt, wenn man ihn ausschalten will. So wird vermieden, dass jemand das Gerät im Halbschlaf aus und die Augen dann wieder zu macht.

Das Projekt gibt es seit fünf Jahren

Für Jurich ist der Winterabend eine Erfolgsgeschichte. „Das Projekt gibt es schon seit fünf Jahren. Es ist ein Gesamtkonzept, bei dem die gesamte Fachschaft mitmacht. So etwas gibt es nicht an vielen Schulen.“ Alle gezeigten Arbeiten seien im Unterricht entstanden. Und so haben sich an dem Winterabend auch alle – und nicht nur ausgewählte Schüler einer AG – beteiligt. Das mache die Vielseitigkeit der Veranstaltung aus, sagt Bettina Jurich.

Die Lehrerin ergänzt: „Am Ende haben nicht nur die Eltern, sondern vor allem die Schüler viel gelernt.“ Ihre Erfahrung zeige, dass die Jugendlichen die Dinge, die sie sich selbst erarbeiten und dann auch noch präsentieren, besonders gut im Gedächtnis behalten. „So etwas ist oft viel effektiver als der klassische Unterricht“, sagt Jurich.

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