Winterdienst im Kreis Böblingen Für Schnee und Eis gewappnet

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Die Mitarbeiter des Winterdienstes im Kreis Böblingen und die der Autobahnmeisterei sind gut auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Die Lager sind mit Salz gefüllt, die Räumfahrzeuge stehen bereit.

3000 Tonnen Salz lagern in den Speichern der beiden Straßenmeistereien. Foto: dpa
3000 Tonnen Salz lagern in den Speichern der beiden Straßenmeistereien. Foto: dpa

Böblingen - Erst Sturm, dann die ersten Schneeflocken: am Sonntagabend hat der Winter auch im Kreis Böblingen Einzug gehalten. Während einige Autofahrer erst jetzt ans Umrüsten ihrer Wagen auf Winterreifen denken, ist der Winterdienst im Kreis bereits für die kalte Jahreszeit vorbereitet. 3000 Tonnen Salz lagern bei den beiden Straßenmeistereien in Herrenberg und Leonberg insgesamt, die Räumfahrzeuge stehen ebenfalls bereit. „Die Sicherheit auf unseren Straßen hat auch im Winter für uns höchste Priorität. Deshalb werden unsere Straßenmeistereien auch in diesem Winter für gutes Durchkommen sorgen“, sagt der Böblinger Landrat Roland Bernhard. Ob das Salz für den anstehenden Winter ausreicht, ist allerdings noch nicht klar. So seien in der vergangenen kalten Jahreszeit 3600 Tonnen Salz verbraucht worden, sagt Dusan Minic, der Sprecher des Landratsamts.

Die beiden Straßenmeistereien des Landkreises sind für Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Kreisgebiet zuständig, diese haben eine Länge von insgesamt 560 Kilometern. Innerorts liegt die Verantwortung für den Winterdienst bei den Städten und Gemeinden, die allerdings von den Straßenmeistereien unterstützt werden. Acht eigene Räum- und Streufahrzeuge gibt es im Fuhrpark des Kreises, zehn weitere steuern Fremdunternehmer bei.

Autobahnmeisterei hat 1800 Tonnen Salz eingelagert

Damit bereits im Berufsverkehr freie Fahrt herrscht, rücken die ersten Mitarbeiter der Straßenmeistereien bei Bedarf schon um 3 Uhr aus. In bis zu drei Schichten arbeiten sie dann bis 22 Uhr. „Bei starkem Schneefall oder wiederkehrender Glätte leisten unsere Mitarbeiter häufig Überstunden um die Straßen frei zu halten“, sagt Jörg Aichele, der Leiter des Amtes für Straßenbau. Bei extremen Wetterverhältnissen müssten sich seine Mitarbeiter trotzdem zunächst auf die Straßen mit der höchsten Priorität konzentrieren. Dazu gehören laut Aichele Rettungswege, Hauptverkehrswege, Steigungen, Brücken oder Kreuzungen.

Auf den beiden Autobahnen im Kreis Böblingen streuen und räumen die Mitarbeiter der Herrenberger Autobahnmeisterei. „Wir sind bereits auf den kommenden Winter vorbereitet: die Dienstpläne stehen, die Lager sind gefüllt und die Fahrzeuge sind aufgerüstet“, sagt Désirée Bodesheim, eine Sprecherin des Regierungspräsidiums in Stuttgart.

In zwei Hallen haben die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei insgesamt 1800 Tonnen Salz für den Winter eingelagert, sechs große Lastwagen mit einem Streuautomaten sowie Front- und Seitenpflug und zwei ähnlich ausgestattete Unimogs stehen parat.

Jörg Aichele mahnt Autofahrer, trotz des Winterdienstes vorsichtig zu fahren, Winterreifen seien jetzt Pflicht. Außerdem müssten Autofahrer ihre Geschwindigkeit an die Straßenverhältnisse und das Wetter anpassen. Désirée Bodesheim bittet Autofahrer, die Arbeit der Räumfahrzeuge auf der Autobahn zu erleichtern, indem sie beispielsweise eine Gasse bilden.