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Die Entscheidung, ob die Verwaltung in Sachen Möbelhaus Segmüller Verhandlungen mit der Region Stuttgart aufnimmt, wird in der Gemeinderatssitzung am 13. Dezember getroffen. Eigentlich hätte der Technische Ausschuss am Dienstag bereits einen Empfehlungsbeschluss fällen sollen, doch Oberbürgermeister Roland Klenk schlug nach den unterschiedlichen Stellungnahmen der Stadträte vor, die bisherigen Argumente nochmals in den Fraktionen zu besprechen.
Die Firma Segmüller möchte im Gebiet Wolfgarten ein 45 000 Quadratmeter großes Möbelhaus bauen. Schon einmal hatte es einen Vorstoß gegeben. Zu einer Umsetzung kam es aber nicht. Vor zwei Monaten haben Stadträte, Mitglieder des Bundes der Selbständigen L.-E. (BDS), der Chef-Stadtplaner Tim Oliver Koemstedt, die Wirtschaftsförderin Angelika Goldak und Baubürgermeister Frank Otte das Einrichtungshaus in Parsdorf bei München besucht. Alle Beteiligten zeigten sich nach der Stippvisite angetan von dem Familienunternehmen. Seit einigen Wochen liegt zudem eine positive Stellungnahme des BDS vor. Der nächste Schritt wäre die Kontaktaufnahme mit der Region. Denn ohne eine Änderung des Regionalplans wäre die Realisierung nicht möglich.
"Die Meinung der Freien Wähler ist keine einheitliche", sagte Joachim Beckmann. "Frau Hess und ich sind von der Firma angetan, wenngleich die Verkehrsprobleme angegangen werden müssten." Der Stadtrat plädierte dafür, die Planung der Nord-Süd-Straße in diesem Zusammenhang anzugehen. "Zehn Hektar sind uns zu viel", sagte Walter Vohl, der für die andere Seite sprach. "Mich hätte es gereizt, die Region zu testen, aber mir ist der Erhalt des Bodens wichtiger." Dem Flächenerhalt haben sich auch die Grünen verschrieben. "Wir werden einheitlich abstimmen". sagte Ingrid Grischtschenko. "Wir wollen, dass das Gebiet Wolfgarten nicht besiedelt wird." Zudem müsse die Region mit gleichem Maß messen. Die Befürchtung, das Möbelhaus könnte in Filderstadt entstehen, wenn sich L.-E. dagegen entscheidet, gelte nicht.
Wolfgang Haug (FDP/LE-Bürger) beklagte, dass L.-E. noch immer als Unterzentrum ausgewiesen sei - trotz Messe und Flughafen. Der Stadtrat äußerte sich positiv über die Unternehmensphilosophie der Segmüllers. Prinzipiell müsse man berücksichtigen, dass es nicht nur eine Rolle spiele, wie groß die Fläche für das Randsortiment sei, sondern wie hoch dessen Umsatz wäre. "Bei Segmüller habe ich keine Bedenken, dass er alle Kriterien erfüllen würde", so Haug. Hürden seien dennoch der Flächenverbrauch, die Erschließungsstraßen müssten geändert werden. Auch die CDU sieht laut Harry Sandlaß das Verkehrsproblem. "Die Anbindung an die Autobahn wäre aber in der Nähe", sagte er. Die CDU sei schon beim ersten Versuch "positiv gestimmt gewesen". Man müsse "einfach einmal testen, wie weit man mit der Region gehen kann". Erich Klauser (SPD) hätte sich der Stimme enthalten, weil er der einzige Anwesende seiner Fraktion gewesen war. "Ich hätte sonst dagegen gestimmt", sagte er. "Wir werden bei der Region nicht durchkommen." Zudem sei die Verkehrsfrage nicht geklärt, Lärm käme ebenfalls weiterer hinzu.
OB Klenk hielt sich während der Stellungnahmen zurück, betonte dann, dass er der Firma Segmüller von Beginn an klar gemacht habe, dass er keine Chance für eine Verwirklichung sehe. Es gelte zu berücksichtigen, dass man auch im Regionalrat schaue, was die Nachbarn bekommen. "Wir werden einen Metzgersgang machen", sagte Klenk. "Aber ich fahre nach Stuttgart, wenn Sie mich hinschicken."



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