Wo der VfB die Bayern schlägt Der gewiefteste Busfahrer
Marko Schumacher, 24.01.2013 13:40 Uhr
Immer als erster Busfahrer im Stadion: Rolf GeisslerFoto: Baumann
Stuttgart - Wenn der VfB am Sonntag den FC Bayern empfängt, ist die Ausgangslage klar. Die Gastgeber spielen die Rolle des absoluten Außenseiters, mehr geht auf keinen Fall. Deshalb müssen die Stuttgarter aber noch lange nicht die Flinte ins Korn werfen. In den Tagen bis zum Spiel beleuchtet der Brustringer Duelle, in denen der VfB den Bayern mehr als nur Paroli bieten kann. Heute: die Busfahrer. Vorbildlich, die Bayern, auch beim Thema Frauenquote. Sie beschäftigen nicht nur eine blonde Teammanagerin (Kathleen Krüger) – sie lassen sogar ein blonde Frau hinters Steuer: Sandra König (43), die einzige Busfahrerin der Bundesliga. Zwar verfügt ihr 480-PS-Gefährt über eine Einparkhilfe – trotzdem hat Frau König Schwerstarbeit zu verrichten. Denn: „Bei Endspielen müssen wir immer Bier und Champagner an Bord haben.“
Diese Sorge hat ihr Stuttgarter Kollege eher selten – dennoch gilt Rolf „der Käpt’n“ Geissler (64) noch immer als der Allergrößte. Seit 35 Jahren chauffiert er den VfB-Tross, er ist nicht nur der mit Abstand dienstälteste Busfahrer der Liga, er ist auch der gewiefteste: Seit einiger Zeit nämlich setzt er sich nur noch bei Heimspielen hinters Steuer, 4,3 Kilometer sind es vom Mannschaftshotel ins Stadion. Und so kann Rolf Geissler ganz sicher sein: Niemand ist schneller am Ziel als der Käpt’n.
4:0 für den VfB.









Frauen
na klar, der Hinweis auf eine Einparkhilfe durfte nicht fehlen, bei der Bayern-Busfahrerin (hat das der neue VfB-Bus nicht auch...?) Beim VfB-Fahrer hätte man übrigens an die Anekdote erinnern können, als er vor nem Spiel in Frankfurt den Stau sehr unkonventionell umfuhr.