Zentralrat der Juden Knobloch tritt nicht mehr an
dpa, 07.02.2010 14:54 Uhr
 Foto: dpa
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Frankfurt/Main - Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, tritt nicht für eine zweite Amtszeit an. Damit endet ihre Leitung des Zentralrats im November. Dies wurde nach einer Sitzung des Direktoriums am Sonntag in Frankfurt mitgeteilt. Knobloch sagte vor Journalisten, das Präsidium und das Direktorium hätten ihr "das volle und uneingeschränkte Vertrauen" ausgesprochen. Zuvor war spekuliert worden, dass Knobloch auf Druck aus den Gremien ihr Amt vorzeitig aufgeben würde. Sie wolle im November bewusst einen Generationenwechsel herbeiführen. Als Nachfolger Knoblochs wird der bisherige Vizepräsident Dieter Graumann gehandelt.

Anders als die 77-Jährige gehört der Frankfurter Unternehmer der Generation an, die den Massenmord an den europäischen Juden nicht mehr selbst erlebt hat. Unter dem Dach des Zentralrates sind 23 Landesverbände mit insgesamt 107 jüdischen Gemeinden und rund 106.000 Mitgliedern organisiert.
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