Zugentgleisungen in Stuttgart Bericht kritisiert die Bahn

Von ury 

Defekte Puffer sind nach einem Bericht der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes die Ursache für zwei Zugentgleisungen im Stuttgarter Hauptbahnhof im Juli und September 2012. Im Bericht wird auch die Deutsche Bahn kritisiert.

Ein Intercity ist am 29. September 2012 am Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist. Bereits zwei Monate zuvor war es an der selben Stelle zu einem Zugunfall gekommen. Foto: dpa
Ein Intercity ist am 29. September 2012 am Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist. Bereits zwei Monate zuvor war es an der selben Stelle zu einem Zugunfall gekommen.Foto: dpa

Stuttgart - Defekte Puffer sind die Ursache für zwei Zugentgleisungen im Stuttgarter Hauptbahnhof im Juli und September 2012. Das ergibt sich dem Untersuchungsbericht der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes. Danach waren einzelne Puffer an den Zugwaggons zu steif gewesen und die Züge dadurch aus den Gleisen gedrückt worden. „Die Entgleisungen wurden primärursächlich durch ein Versagen von einzelnen Puffern ausgelöst“, so der Bericht.

Die Gutachter der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle stellen allerdings auch fest, dass die „örtliche Trassierung“ des betroffenen Abschnitts von Gleis 10 „begünstigend wirkte“ auf das Geschehen. Die Bahn habe die Vorgaben für die Gleisführung an der eng begrenzten Stelle maximal ausgenutzt. Dieses Vorgehen sei zwar grundsätzlich erlaubt, führe aber zu höherem Verschleiß und geringerer Stabilität, weil stärkere Kräfte im Gleissystem auftreten. Dem hätte man durch die Wahl „größerer Gleisradien und längerer Zwischengeraden“ vorbeugen können.

Im Zusammenhang mit den Zugent­gleisungen wurde der Vorwurf erhoben, diese seien auf Umbauarbeiten im Gleisvorfeld für Stuttgart 21 zurückzuführen. Am Hauptbahnhof war vor zwei Jahren an gleicher Stelle jeweils ein Intercity entgleist. Beim Unglück im September waren acht Menschen verletzt worden. Im Juli blieben die Passagiere unverletzt.

  Artikel teilen
7 Kommentare Kommentar schreiben

Korrektur zur Berichtigung von 22.48h: die Korrektur zur fragwürdigen Berichtigung des Foristen PP ist insofern erforderlich, da es sich um eine Änderung des Gleisbettes DURCH die Bahn handelt. Folglich hat die Bahn die Verantwortung unbd wird zurecht KRITISIERT! Darüberhinaus muss bemerkt werden, was passieren hätte können, wenn diese Züge mit den defekten Puffern bei höherem Tempo in einer Kurve aus den Schienen gesprungen wären. Also: den Ball flach halten! ob es einem S 21-Befürworter passt oder nicht, die Bahn hat für einen optimalen Sicherheitszustand an den Gleisen, Zügen und - ganz wichtig - für die Fahrgäste zu sorgen. Somit ist die Berichtigung von 22.48h sowas von daneben.

Komisch: An den anderen Bahnhöfen die die entgleisten Züge befuhren kam es trotz der "defekten" Puffer zu keinen Entgleisungen wie in 3x Stuttgart . Für mich als Ralf-Peter ein eindeutiger Hinweis das es etwas mit den Gleisen Vorort zu tun haben muß Paul Peter. Oder ?

Berichtigung???: @Paul Peter: Haben sie denn den Bericht gelesen? Da steht nämlich z.B. auch so was: "Die nachgewiesene deutliche Überschreitung der zulässigen Anfahrzugkraft (Druckkraft) von 150 kN (entspricht 1,8 kA auf der Zugkraft/Bremsanzeige im Steuerwagen) lieferte einen weiteren Entgleisungsbeitrag bei der Ausfahrt aus Gleis 10. Aufgrund eines Weichenfehlers in der Weiche 227 (b-d) hätte die Zugfahrt formal erst nach Einrichtung einer Langsamfahrstelle von 20 km/h ausfahren dürfen." ################### http://www.eisenbahn-unfalluntersuchung.de/SharedDocs/Publikationen/EUB/DE/Untersuchungsberichte/2012/053_Stuttgart%20Hbf.pdf?__blob=publicationFile&v=2 ############### Zudem steht in obigem Artikel: "Die Gutachter der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle stellen allerdings auch fest,..." Sind das plötzlich auch alles S21-Gegner, also die von der DBahn?

Der Test-Zug entgleiste auch !!!: Und was war die Ursache bei dem entgleisten T e s t - Z u g ? Waren dort auch die Puffer "zu steif". Ich glaube dieser Bahn kein Wort. Deren Verlogenheit hat alles übertroffen, was ich von deutschen Behörden jemals erlebt habe.

"Berichtigung", die keine ist: "Die Gutachter der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle stellen allerdings auch fest, dass die „örtliche Trassierung“ des betroffenen Abschnitts von Gleis 10 „begünstigend wirkte“ auf das Geschehen."------Da können sich die hiesigen Decknamler des S21-Desinformationsbüros noch so abstrampeln, es bleibt die Kritik seitens des EBA und nicht der pösen pösen S21- Gegner ...

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.