Das Schicksal der Palästinenser 1948
Nach sechzig Jahren ist die Wahrheit erlaubt
Inge Günther, Jerusalem, veröffentlicht am 07.05.2008
Jerusalem - Die israelische Organisation Zochrot wagt sich an ein Tabuthema: an die palästinensische Katastrophe, an Flucht und Vertreibung der Palästinenser im Jahre 1948. Damit macht man sich bisher in Israel nicht viele Freunde. Aber offenbar findet allmählich ein Umdenken statt.
Nachmittags, kurz vor vier in Westjerusalem. Am Treffpunkt im Stadtviertel Givat Schaul tröpfeln allmählich die Teilnehmer ein, die sich auf Spurensuche nach der Vergangenheit machen wollen.
Besichtigungstouren werden in Jerusalem viele angeboten. Aber diese ist eine der anderen Art. Zochrot hat eingeladen. Das ist die Organisation, deren hebräischer Name "Erinnern" bedeutet. Zochrot will ins Bewusstsein rufen, was im modernen Israel gern verdrängt wird: dass bei der Staatsgründung nicht nur Heldenhaftes geschah, sondern dass auch einige hundert arabische Dörfer zerstört wurden.
Die interessierte Klientel an diesem Nachmittag ist nicht typisch für den israelischen Mainstream. Zochrot ist alles andere als eine Massenbewegung. Als der eigens angemietete Reisebus aus Tel Aviv vorfährt, klettern kaum mehr als ein Dutzend Zochrot-Anhänger raus. Im Gepäck haben sie schwarze Gedenktafeln, darauf stehen 93 Namen in arabischer und hebräischer Schrift.
Ein Passant schüttelt missbilligend den Kopf. "So etwas ist für linke Aschkenasim", schimpft er. Mit "so etwas" ist al-Nakba gemeint, die palästinensische Katastrophe der Flucht und Vertreibung von 1948. Der öffentliche Diskurs in Israel blendet dieses Thema meist aus. In den Schulen ist mehr über die römische Herrschaft zu erfahren als über die neuzeitliche Geschichte im Mandatsgebiet Palästina. Jeder Jerusalemer etwa kennt das Stadtviertel Givat Schaul wegen der Großbäckerei Angel. Ebenso bekannt ist die städtische Psychiatrie. Auf deren Gelände stehen alte Steinbauten mit schönen Fensterbögen. Dass diese Gebäude einst den Kern des arabischen Dorfes Deir Yassin bildeten, darüber spricht man nicht.
Deir Yassin erinnert auch an ein besonders unrühmliches Kapitel aus den Gründerjahren: an das Massaker vom 9./10. April 1948, begangen von den beiden radikalen jüdischen Untergrundmilizen Irgun und Lehi an den palästinensischen Bewohnern, unter den Opfern waren viele Frauen, Kinder und Alte. Auf dem Spaziergang an diesem Nachmittag durch Givat Schaul haben einige deshalb schwarze T-Shirts übergestreift. "Erinnern an al-Nakba" steht darauf.
Auch Eitan Bronstein trägt so ein Hemd. Er hat vor sechs Jahren Zochrot gegründet, weil es ihm als Touristenführer einer links-alternativen Friedensschule gegen den Strich ging, dass auf historischen Schildern jeder Hinweis auf eine frühere palästinensische Existenz fehlte. Zum Beispiel in den nationalen Landschaftsparks. "Man erfährt eine Menge darüber, dass Römer, Hasmonäer, Byzantiner und Türken mal da waren", sagt Bronstein. "Aber man hört kein Wort darüber, dass es dort bis vor sechzig Jahren palästinensische Siedlungen gab." Lange Zeit war das tabu. Allmählich breche etwas auf, glaubt Bronstein. Dauernd riefen Studenten an, um über Zochrot zu recherchieren. Auch Lehrer fragten an, ob es Unterrichtsmaterial zu den zerstörten Dörfern gebe.
Vorbild: „Stolpersteine“ in Brühl
Bronstein stammt aus Argentinien, kam im Alter von fünf Jahren nach Israel. Er ist ein schwarzhaariger Kerl Ende vierzig, der Kritische Theorie studiert hat, wegen Einsatzverweigerung im Libanonkrieg von 1982 im Militärgefängnis saß und nicht viel drum rumredet. Seinen israelischen Landsleuten sagt er, dass "der Himmel uns nicht auf den Kopf fallen wird, wenn wir zugeben, dass wir damals die Araber rausgeschmissen und ihre Dörfer zerstört haben". Bei Zochrot legt man Wert darauf, dass palästinensische Zeitzeugen mitkommen bei den Erkundungstouren zu den Ruinen der Dörfer. Dort wird dann jeweils ein Schild angebracht, auf dem der alte arabische Dorfname geschrieben ist.
Selten bleibt so ein Hinweis lange stehen. "In Haifa hielt sich einer mal vier, fünf Wochen", berichtet Bronstein. Aber meist reiße irgendein verärgerter Anwohner es nach ein paar Stunden ab. Bronstein seufzt. Er hat sich vor einiger Zeit im rheinischen Brühl die "Stolpersteine" angesehen, die an das jüdische Leben in Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg erinnern. "Für mich war das eine enorme Inspiration", sagt er. "Aber anders als Israel befindet sich Deutschland auch nicht im Konflikt."
Ohne die nichtstaatliche Unterstützung aus Europa wäre Zochrot nicht, was es heute ist: eine Organisation, die historische Spurensuche betreibt, eine mehrsprachige Webseite (www.zochrot.org) unterhält und das Magazin "Sedek" (Lücke) herausgibt. Auch Medico International hilft bei der Finanzierung. "Weil Zochrot nicht auf monumentale Erinnerungskultur macht", wie es Tsafrir Cohen, der Jerusalemer Medico-Leiter ausdrückt. "Es ist ein Angebot an Israeli, die Vergangenheit mit anderen Augen zu sehen. Dadurch verändert sich die Einstellung in der Gegenwart." Beim Streifzug durch Givat Schaul sind auch einige Palästinenser dabei. Der 82-jährige Abu Hassan, gekleidet in ein schwarzes Jackett, um den Kopf die traditionelle Keffijeh geschlungen, übernimmt die Führung.
Er ist aufgewachsen in Deir Yassin und lebt heute im Ostteil Jerusalems. Mit seinem geschnitzten Gehstock sticht er in die Luft, wenn er die wachsende Begleiterschar auf Überreste der Vergangenheit aufmerksam machen will. Die zerfallenen Gemäuer dort drüben, erzählt er, hätten einst zu einem Haus gehört, in dem ein 15-Jähriger gestorben sei, als die berüchtigten Irgun- und Lehi-Truppen um zwei Uhr in der Früh angerückt seien. Und schräg gegenüber hätten sich 35 Bewohner aus Deir Yassin verschanzt, die mit Ausnahme von zweien alle umgekommen seien. Heute steht dort das Amt für Statistik und ein Einkaufszentrum mit Parkplatz. Nichts erinnert an ein Massaker.
Aber das eigentlich Merkwürdige ist, wie durch genaueres Hingucken sichtbar wird, was man vorher nicht wahrgenommen hat: die von Gras und Kakteen überwucherten Mauern, der alte Feigenbaum neben einem Steinhaufen, das kleine arabische Haus, auf dessen Flachdach ein Chanukka-Leuchter montiert ist. Im Schatten der klotzigen Kästen aus den sechziger Jahren und schicken postmodernen Glasbauten fallen die Überbleibsel von Deir Yassin nur nicht weiter auf.
Das Fußvolk von Zochrot tut es umso mehr. Eine Anwohnerin schreit wütend: "Aravim ha-beita" – Araber, macht euch fort nach Hause. "Das ist genau das, was sie gerne tun würden", ruft Kerstin Säverger zurück und freut sich diebisch über die Pointe. Kerstin Säverger arbeitet als Physiotherapeutin in Hadera. Sie findet, dass Israel sich nicht abschotten solle. "Man kann doch nicht das ganze Leben wie in einem Militärcamp verbringen." Zochrot versteht sich als Versöhnungsinitiative wider das Vergessen.
Vielen Israeli macht das Angst. Sie fürchten, die jüdische Mehrheit im Staate Israel zu verlieren. Besser nicht an offene Wunden rühren: träumen die Palästinenser nicht ohnehin von einer Rückkehr in ihre alte Heimat? Die Freunde von Zochrot indes meinen, dass ohne Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eine bessere Zukunft nicht möglich ist.
Die Fotos sind im Militärarchiv
Mit dieser Einstellung ist Neta Shoshani vors Oberste Gericht gezogen. Unterstützt von der Zeitung "Haaretz", versucht die junge Frau aus Tel Aviv das Militärarchiv auf Herausgabe der Fotos von dem Geschehen in Deir Yassin im April 1948 zu verklagen. Als Medienkünstlerin ist sie "einfach neugierig, warum keiner diese Bilder zu sehen bekommen darf". Dass Fotos existieren, weiß sie von Mitgliedern der Haganah, dem Vorläufer der israelischen Armee. Sie gehörten der Abteilung an, die das Blutbad in Deir Yassin beendete. "Erst umgingen sie das Thema wie einen dunklen Flecken. Am Ende haben sie mir selbst Kamerapositionen detailliert geschildert." Das israelische Recht sieht eine Archivöffnung nach fünfzig Jahren vor. Die Zahal, die Armee, ist bisher davon ausgenommen. Neta Shoshani erkennt darin keinen Sinn. "Das Massaker ist sechzig Jahre her. Die Welt hat seitdem einiges mehr erlebt."
Schwitzend ist die Besuchergruppe auf dem Hügel neben der Psychiatrie in Givat Schaul angelangt. Auf seinen Stock gestützt, erzählt Abu Hassan von den letzten Tagen in Deir Yassin. Auch zwei alte Frauen berichten Schlimmes von damals. Die israelischen Polizisten, die die Kundgebung absichern, tippen auf ihre Uhren. Sie drängen zum Aufbruch.
Nachmittags, kurz vor vier in Westjerusalem. Am Treffpunkt im Stadtviertel Givat Schaul tröpfeln allmählich die Teilnehmer ein, die sich auf Spurensuche nach der Vergangenheit machen wollen.
Besichtigungstouren werden in Jerusalem viele angeboten. Aber diese ist eine der anderen Art. Zochrot hat eingeladen. Das ist die Organisation, deren hebräischer Name "Erinnern" bedeutet. Zochrot will ins Bewusstsein rufen, was im modernen Israel gern verdrängt wird: dass bei der Staatsgründung nicht nur Heldenhaftes geschah, sondern dass auch einige hundert arabische Dörfer zerstört wurden.
Die interessierte Klientel an diesem Nachmittag ist nicht typisch für den israelischen Mainstream. Zochrot ist alles andere als eine Massenbewegung. Als der eigens angemietete Reisebus aus Tel Aviv vorfährt, klettern kaum mehr als ein Dutzend Zochrot-Anhänger raus. Im Gepäck haben sie schwarze Gedenktafeln, darauf stehen 93 Namen in arabischer und hebräischer Schrift.
Ein Passant schüttelt missbilligend den Kopf. "So etwas ist für linke Aschkenasim", schimpft er. Mit "so etwas" ist al-Nakba gemeint, die palästinensische Katastrophe der Flucht und Vertreibung von 1948. Der öffentliche Diskurs in Israel blendet dieses Thema meist aus. In den Schulen ist mehr über die römische Herrschaft zu erfahren als über die neuzeitliche Geschichte im Mandatsgebiet Palästina. Jeder Jerusalemer etwa kennt das Stadtviertel Givat Schaul wegen der Großbäckerei Angel. Ebenso bekannt ist die städtische Psychiatrie. Auf deren Gelände stehen alte Steinbauten mit schönen Fensterbögen. Dass diese Gebäude einst den Kern des arabischen Dorfes Deir Yassin bildeten, darüber spricht man nicht.
Deir Yassin erinnert auch an ein besonders unrühmliches Kapitel aus den Gründerjahren: an das Massaker vom 9./10. April 1948, begangen von den beiden radikalen jüdischen Untergrundmilizen Irgun und Lehi an den palästinensischen Bewohnern, unter den Opfern waren viele Frauen, Kinder und Alte. Auf dem Spaziergang an diesem Nachmittag durch Givat Schaul haben einige deshalb schwarze T-Shirts übergestreift. "Erinnern an al-Nakba" steht darauf.
Auch Eitan Bronstein trägt so ein Hemd. Er hat vor sechs Jahren Zochrot gegründet, weil es ihm als Touristenführer einer links-alternativen Friedensschule gegen den Strich ging, dass auf historischen Schildern jeder Hinweis auf eine frühere palästinensische Existenz fehlte. Zum Beispiel in den nationalen Landschaftsparks. "Man erfährt eine Menge darüber, dass Römer, Hasmonäer, Byzantiner und Türken mal da waren", sagt Bronstein. "Aber man hört kein Wort darüber, dass es dort bis vor sechzig Jahren palästinensische Siedlungen gab." Lange Zeit war das tabu. Allmählich breche etwas auf, glaubt Bronstein. Dauernd riefen Studenten an, um über Zochrot zu recherchieren. Auch Lehrer fragten an, ob es Unterrichtsmaterial zu den zerstörten Dörfern gebe.
Vorbild: „Stolpersteine“ in Brühl
Bronstein stammt aus Argentinien, kam im Alter von fünf Jahren nach Israel. Er ist ein schwarzhaariger Kerl Ende vierzig, der Kritische Theorie studiert hat, wegen Einsatzverweigerung im Libanonkrieg von 1982 im Militärgefängnis saß und nicht viel drum rumredet. Seinen israelischen Landsleuten sagt er, dass "der Himmel uns nicht auf den Kopf fallen wird, wenn wir zugeben, dass wir damals die Araber rausgeschmissen und ihre Dörfer zerstört haben". Bei Zochrot legt man Wert darauf, dass palästinensische Zeitzeugen mitkommen bei den Erkundungstouren zu den Ruinen der Dörfer. Dort wird dann jeweils ein Schild angebracht, auf dem der alte arabische Dorfname geschrieben ist.
Selten bleibt so ein Hinweis lange stehen. "In Haifa hielt sich einer mal vier, fünf Wochen", berichtet Bronstein. Aber meist reiße irgendein verärgerter Anwohner es nach ein paar Stunden ab. Bronstein seufzt. Er hat sich vor einiger Zeit im rheinischen Brühl die "Stolpersteine" angesehen, die an das jüdische Leben in Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg erinnern. "Für mich war das eine enorme Inspiration", sagt er. "Aber anders als Israel befindet sich Deutschland auch nicht im Konflikt."
Ohne die nichtstaatliche Unterstützung aus Europa wäre Zochrot nicht, was es heute ist: eine Organisation, die historische Spurensuche betreibt, eine mehrsprachige Webseite (www.zochrot.org) unterhält und das Magazin "Sedek" (Lücke) herausgibt. Auch Medico International hilft bei der Finanzierung. "Weil Zochrot nicht auf monumentale Erinnerungskultur macht", wie es Tsafrir Cohen, der Jerusalemer Medico-Leiter ausdrückt. "Es ist ein Angebot an Israeli, die Vergangenheit mit anderen Augen zu sehen. Dadurch verändert sich die Einstellung in der Gegenwart." Beim Streifzug durch Givat Schaul sind auch einige Palästinenser dabei. Der 82-jährige Abu Hassan, gekleidet in ein schwarzes Jackett, um den Kopf die traditionelle Keffijeh geschlungen, übernimmt die Führung.
Er ist aufgewachsen in Deir Yassin und lebt heute im Ostteil Jerusalems. Mit seinem geschnitzten Gehstock sticht er in die Luft, wenn er die wachsende Begleiterschar auf Überreste der Vergangenheit aufmerksam machen will. Die zerfallenen Gemäuer dort drüben, erzählt er, hätten einst zu einem Haus gehört, in dem ein 15-Jähriger gestorben sei, als die berüchtigten Irgun- und Lehi-Truppen um zwei Uhr in der Früh angerückt seien. Und schräg gegenüber hätten sich 35 Bewohner aus Deir Yassin verschanzt, die mit Ausnahme von zweien alle umgekommen seien. Heute steht dort das Amt für Statistik und ein Einkaufszentrum mit Parkplatz. Nichts erinnert an ein Massaker.
Aber das eigentlich Merkwürdige ist, wie durch genaueres Hingucken sichtbar wird, was man vorher nicht wahrgenommen hat: die von Gras und Kakteen überwucherten Mauern, der alte Feigenbaum neben einem Steinhaufen, das kleine arabische Haus, auf dessen Flachdach ein Chanukka-Leuchter montiert ist. Im Schatten der klotzigen Kästen aus den sechziger Jahren und schicken postmodernen Glasbauten fallen die Überbleibsel von Deir Yassin nur nicht weiter auf.
Das Fußvolk von Zochrot tut es umso mehr. Eine Anwohnerin schreit wütend: "Aravim ha-beita" – Araber, macht euch fort nach Hause. "Das ist genau das, was sie gerne tun würden", ruft Kerstin Säverger zurück und freut sich diebisch über die Pointe. Kerstin Säverger arbeitet als Physiotherapeutin in Hadera. Sie findet, dass Israel sich nicht abschotten solle. "Man kann doch nicht das ganze Leben wie in einem Militärcamp verbringen." Zochrot versteht sich als Versöhnungsinitiative wider das Vergessen.
Vielen Israeli macht das Angst. Sie fürchten, die jüdische Mehrheit im Staate Israel zu verlieren. Besser nicht an offene Wunden rühren: träumen die Palästinenser nicht ohnehin von einer Rückkehr in ihre alte Heimat? Die Freunde von Zochrot indes meinen, dass ohne Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eine bessere Zukunft nicht möglich ist.
Die Fotos sind im Militärarchiv
Mit dieser Einstellung ist Neta Shoshani vors Oberste Gericht gezogen. Unterstützt von der Zeitung "Haaretz", versucht die junge Frau aus Tel Aviv das Militärarchiv auf Herausgabe der Fotos von dem Geschehen in Deir Yassin im April 1948 zu verklagen. Als Medienkünstlerin ist sie "einfach neugierig, warum keiner diese Bilder zu sehen bekommen darf". Dass Fotos existieren, weiß sie von Mitgliedern der Haganah, dem Vorläufer der israelischen Armee. Sie gehörten der Abteilung an, die das Blutbad in Deir Yassin beendete. "Erst umgingen sie das Thema wie einen dunklen Flecken. Am Ende haben sie mir selbst Kamerapositionen detailliert geschildert." Das israelische Recht sieht eine Archivöffnung nach fünfzig Jahren vor. Die Zahal, die Armee, ist bisher davon ausgenommen. Neta Shoshani erkennt darin keinen Sinn. "Das Massaker ist sechzig Jahre her. Die Welt hat seitdem einiges mehr erlebt."
Schwitzend ist die Besuchergruppe auf dem Hügel neben der Psychiatrie in Givat Schaul angelangt. Auf seinen Stock gestützt, erzählt Abu Hassan von den letzten Tagen in Deir Yassin. Auch zwei alte Frauen berichten Schlimmes von damals. Die israelischen Polizisten, die die Kundgebung absichern, tippen auf ihre Uhren. Sie drängen zum Aufbruch.
Mehr News aus Politik
Westerwelles Reisen FDP steht hinter Parteichef
Südamerika-Reise Neue Vorwürfe gegen Westerwelle
Kabinettsbeschluss Steuerabkommen mit Liechtenstein
Anti-Terror-Einsatz Top-Terrorist Asiens getötet
Alle Artikel anzeigen
Anzeigen
Anzeige
Anzeige
Veranstaltungen
Finden Sie
Heute können Sie aus 131 Veranstaltungsterminen auswählen
StZ ePaper
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten
Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.
Abonnement-Prämien
Werben Sie einen Freund als Abonnent der Stuttgarter Zeitung.
Für jede Empfehlung erhalten Sie eine Prämie aus unserem Shop.








