Kommentar
Ein Kompromiss, der beiden Seiten hilft
Peter Stolterfoht, veröffentlicht am 06.04.2009
Stuttgart - Die Entscheidung ist gefallen. Markus Babbel wird auch in der nächsten Saison den VfB Stuttgart trainieren und gleichzeitig seine Ausbildung zum Fußballlehrer absolvieren. Damit haben der Deutsche Fußball-Bund und der Bundesligist einen Kompromiss gefunden, mit dem beide Seiten leben können. Gleichzeitig gehen sowohl der Verein als auch der Verband als Sieger aus dieser seit Monaten währenden Hängepartie hervor.
Von Peter Stolterfoht
Der DFB ist dem VfB entgegengekommen, indem der nächste Trainerlehrgang wöchentlich nur noch von Montag bis Mittwoch stattfinden wird. Und sollte sich der VfB für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren, erhält Markus Babbel weitere notwendige Freiräume. Mit dieser Regelung lässt der oft so schwerfällig agierende DFB eine ungeahnte Flexibilität erkennen. Der Verband tut gut daran, wenn er sich nicht mehr nur hinter starren Richtlinien verschanzt, sondern Beschlüsse noch einmal überdenkt und gegebenenfalls korrigiert. Auch dieses Verhalten kann von Souveränität zeugen, zumal die Notwendigkeit einer fundierten Trainerausbildung von niemandem angezweifelt wird.
Dagegen hat der Fall Babbel auch Verlierer. Das sind der DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und der DFB-Chefausbilder Frank Wormuth, die sich von Anfang an gegen einen Kompromiss ausgesprochen hatten und damit einer Einigung lange im Weg standen. Zuletzt ging es im Verband nur noch darum, wie beide aus dieser Sache herauskommen, ohne ihr Gesicht zu verlieren.
Nun wurde die beste Lösung gefunden, optimal ist sie dennoch nicht. Denn sollte der VfB unter dem Teilzeittrainer Babbel in eine Krise schlittern, würde die automatisch mit seiner Doppelbelastung in Verbindung gebracht werden. Bei diesem Problem kann der DFB dann allerdings nicht mehr helfen.
Von Peter Stolterfoht
Der DFB ist dem VfB entgegengekommen, indem der nächste Trainerlehrgang wöchentlich nur noch von Montag bis Mittwoch stattfinden wird. Und sollte sich der VfB für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren, erhält Markus Babbel weitere notwendige Freiräume. Mit dieser Regelung lässt der oft so schwerfällig agierende DFB eine ungeahnte Flexibilität erkennen. Der Verband tut gut daran, wenn er sich nicht mehr nur hinter starren Richtlinien verschanzt, sondern Beschlüsse noch einmal überdenkt und gegebenenfalls korrigiert. Auch dieses Verhalten kann von Souveränität zeugen, zumal die Notwendigkeit einer fundierten Trainerausbildung von niemandem angezweifelt wird.
Dagegen hat der Fall Babbel auch Verlierer. Das sind der DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und der DFB-Chefausbilder Frank Wormuth, die sich von Anfang an gegen einen Kompromiss ausgesprochen hatten und damit einer Einigung lange im Weg standen. Zuletzt ging es im Verband nur noch darum, wie beide aus dieser Sache herauskommen, ohne ihr Gesicht zu verlieren.
Nun wurde die beste Lösung gefunden, optimal ist sie dennoch nicht. Denn sollte der VfB unter dem Teilzeittrainer Babbel in eine Krise schlittern, würde die automatisch mit seiner Doppelbelastung in Verbindung gebracht werden. Bei diesem Problem kann der DFB dann allerdings nicht mehr helfen.
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