Kleine Gemeinde mit großer Gartenschau
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 27.05.2009
RECHBERGHAUSEN. "Jetzt geht"s endlich los", sagt Reiner Ruf, der Bürgermeister von Rechberghausen. "Sommer - Blüten - Träume", so der Titel, sollen bei der Gartenschau wahr werden. Diese wird am Freitag in der Göppinger Kreisgemeinde eröffnet.
Von Andreas Pflüger
Auf einem 16 Hektar großen Gelände werden an 115 Tagen rund 600 Veranstaltungen stattfinden. Elf Millionen Euro sind investiert worden, um die Gartenschau in Rechberghausen realisieren zu können. Weitere zwei Millionen Euro werden in die Durchführung gesteckt. Rund 130 000 Besucher sollen bis zum Ende des floralen Spektakels am 20. September in den 5400 Einwohner zählenden Ort am Rande des Schurwalds kommen. 1700 Dauerkarten sind bereits verkauft.
Hinter all diesen Zahlen verbirgt sich ein Mammutprojekt, mit der eine Gemeinde von der Größe Rechberghausens "absolutes Neuland betritt", wie der Bürgermeister Reiner Ruf gestern betonte. Und in der Tat ist der Gastgeber des sechsten "Grünprojekts", wie das Land Baden-Württemberg die Veranstaltungsreihe offiziell nennt, die bisher kleinste Kommune, der ein solches Ereignis zugesprochen wurde. Reiner Ruf ist dennoch nicht bange. "Es wird sicherlich überaus spannend, aber wir freuen uns auf die Gartenschau, weil wir so lange darauf hingearbeitet haben und dabei von allen Seiten eine gewaltige Unterstützung erfahren haben", sagte er.
Auf diese Unterstützung, speziell vonseiten des Landes, wies die Staatsekretärin des Ministeriums für den Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch, hin. Mit 1,3 Millionen Euro fördere man die Gartenschau in Rechberghausen und betreibe zudem den Treffpunkt Baden-Württemberg in der Unteren Mühle. Gurr-Hirsch wandte sich an Bürgermeister Ruf und verlieh ihrer Überzeugung Ausdruck, "dass ein kleiner Ort, der sich so umtut und einen solch guten Ruf genießt wie Rechberghausen, diese Gartenschau zu einem Höhepunkt werden lässt". Dazu beitragen soll, neben den Schaugärten, den farbenprächtigen Blumenbeeten, den blühenden Kunstkreisen von Roland Doschka und den naturnahen Erlebnisräumen, die über das Areal verteilt sind, ein wahres Programmfeuerwerk.
"Was bleibt, ist wesentlich." Auf diesen Nenner bringt Frank Hornikel die Gartenschau in Rechberghausen. Der Landschaftsarchitekt arbeitet seit zwei Jahren an der Realisierung der grünen Pläne. Er hat den Bau geleitet, und er ist voll des Lobes für all die Handwerker und Gärtner, die Planer und die Gemeinde, die dafür gesorgt haben, dass rund um den Schinderbach ein Park entstanden ist, der auch nach dem Ende der Gartenschau Bestand haben wird. Hornikel war für den Grundausbau zuständig, die Anlage von Wegen und Plätzen sowie den Wechsel von Grün- und Wasserflächen. Die Arbeit unter freiem Himmel gefällt dem 43-jährigen Bauleiter, dessen Schreibtisch in Sindelfingen im Kreis Böblingen steht. Rechberghausen ist bereits Hornikels zweite Gartenschau. Er hat unter anderem bereits in Ostfildern (Landkreis Esslingen) und im Ostseeheilbad Ahlbeck gearbeitet. Faszinierend findet er, wie in Rechberghausen unterschiedliche Kulturlandschaften aufeinandertreffen. Gerade in Rechberghausen geschehe das beispielhaft in kleingliedriger Form, sagt Hornikel.
Hier grenzen die extensiv genutzte Landschaft der Hungerboll, des Hanges mit Aussichtsturm, und die intensiv bewirtschafteten Flächen der Schaugärten aneinander. Eine Gartenschau hat für Hornikel immer Ideencharakter, indem sie in den kleinen Einheiten der Ausstellungsterrassen zeigt, was gärtnerisch und landschaftsgestalterisch alles geht.
In diesem Ambiente finden die Veranstaltungen statt - von Rock über Schlager bis Kabarett, von Thomas Godoj über Tony Marshall bis hin zu Christoph Sonntag reicht das Spektrum. Speziell für Kinder gibt es die Möglichkeit, die Natur zu erleben, zu erfühlen und zu erobern. Verantwortlich dafür zeichnen 15 hauptamtliche Mitarbeiter und zahlreiche ehrenamtliche Helfer.
Die Gartenschau in Rechberghausen hat bis zum 20. September täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet, bei Sonderveranstaltungen länger. Der Einzeleintritt für Erwachsene kostet neun Euro, die Dauerkarte 55 Euro.
Von Andreas Pflüger
Auf einem 16 Hektar großen Gelände werden an 115 Tagen rund 600 Veranstaltungen stattfinden. Elf Millionen Euro sind investiert worden, um die Gartenschau in Rechberghausen realisieren zu können. Weitere zwei Millionen Euro werden in die Durchführung gesteckt. Rund 130 000 Besucher sollen bis zum Ende des floralen Spektakels am 20. September in den 5400 Einwohner zählenden Ort am Rande des Schurwalds kommen. 1700 Dauerkarten sind bereits verkauft.
Hinter all diesen Zahlen verbirgt sich ein Mammutprojekt, mit der eine Gemeinde von der Größe Rechberghausens "absolutes Neuland betritt", wie der Bürgermeister Reiner Ruf gestern betonte. Und in der Tat ist der Gastgeber des sechsten "Grünprojekts", wie das Land Baden-Württemberg die Veranstaltungsreihe offiziell nennt, die bisher kleinste Kommune, der ein solches Ereignis zugesprochen wurde. Reiner Ruf ist dennoch nicht bange. "Es wird sicherlich überaus spannend, aber wir freuen uns auf die Gartenschau, weil wir so lange darauf hingearbeitet haben und dabei von allen Seiten eine gewaltige Unterstützung erfahren haben", sagte er.
Auf diese Unterstützung, speziell vonseiten des Landes, wies die Staatsekretärin des Ministeriums für den Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch, hin. Mit 1,3 Millionen Euro fördere man die Gartenschau in Rechberghausen und betreibe zudem den Treffpunkt Baden-Württemberg in der Unteren Mühle. Gurr-Hirsch wandte sich an Bürgermeister Ruf und verlieh ihrer Überzeugung Ausdruck, "dass ein kleiner Ort, der sich so umtut und einen solch guten Ruf genießt wie Rechberghausen, diese Gartenschau zu einem Höhepunkt werden lässt". Dazu beitragen soll, neben den Schaugärten, den farbenprächtigen Blumenbeeten, den blühenden Kunstkreisen von Roland Doschka und den naturnahen Erlebnisräumen, die über das Areal verteilt sind, ein wahres Programmfeuerwerk.
"Was bleibt, ist wesentlich." Auf diesen Nenner bringt Frank Hornikel die Gartenschau in Rechberghausen. Der Landschaftsarchitekt arbeitet seit zwei Jahren an der Realisierung der grünen Pläne. Er hat den Bau geleitet, und er ist voll des Lobes für all die Handwerker und Gärtner, die Planer und die Gemeinde, die dafür gesorgt haben, dass rund um den Schinderbach ein Park entstanden ist, der auch nach dem Ende der Gartenschau Bestand haben wird. Hornikel war für den Grundausbau zuständig, die Anlage von Wegen und Plätzen sowie den Wechsel von Grün- und Wasserflächen. Die Arbeit unter freiem Himmel gefällt dem 43-jährigen Bauleiter, dessen Schreibtisch in Sindelfingen im Kreis Böblingen steht. Rechberghausen ist bereits Hornikels zweite Gartenschau. Er hat unter anderem bereits in Ostfildern (Landkreis Esslingen) und im Ostseeheilbad Ahlbeck gearbeitet. Faszinierend findet er, wie in Rechberghausen unterschiedliche Kulturlandschaften aufeinandertreffen. Gerade in Rechberghausen geschehe das beispielhaft in kleingliedriger Form, sagt Hornikel.
Hier grenzen die extensiv genutzte Landschaft der Hungerboll, des Hanges mit Aussichtsturm, und die intensiv bewirtschafteten Flächen der Schaugärten aneinander. Eine Gartenschau hat für Hornikel immer Ideencharakter, indem sie in den kleinen Einheiten der Ausstellungsterrassen zeigt, was gärtnerisch und landschaftsgestalterisch alles geht.
In diesem Ambiente finden die Veranstaltungen statt - von Rock über Schlager bis Kabarett, von Thomas Godoj über Tony Marshall bis hin zu Christoph Sonntag reicht das Spektrum. Speziell für Kinder gibt es die Möglichkeit, die Natur zu erleben, zu erfühlen und zu erobern. Verantwortlich dafür zeichnen 15 hauptamtliche Mitarbeiter und zahlreiche ehrenamtliche Helfer.
Die Gartenschau in Rechberghausen hat bis zum 20. September täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet, bei Sonderveranstaltungen länger. Der Einzeleintritt für Erwachsene kostet neun Euro, die Dauerkarte 55 Euro.
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