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Schüler lassen Bücherbus nicht im Regen stehen
Artikel aus der Filder-Zeitung vom 14.10.2009
Der Jubel ist groß gewesen, als die Fahrbücherei am Montagnachmittag in das Wohngebiet Lauchhau einbog. "Bücherbus, Bücherbus", skandierten die Jungen und Mädchen sowie einige Eltern und Lehrer der Steinbachschule und schwenkten dabei jede Menge selbst gebastelter Plakate. Die Forderung der jungen Protestler ist unmissverständlich. "Wir brauchen den Bürgerbus" oder "Wir sind Leseratten - und Leseratten brauchen Futter" war auf den Plakaten zu lesen.
Bislang steuert die Bücherei auf Rädern einmal in der Woche 23 Haltestellen im ganzen Stadtgebiet an. Diese befinden sich unter anderem im Lauchhau, in Büsnau, in Dürrlewang und Kaltental. Doch, ob dieses Angebot weiter aufrecht erhalten wird, ist derzeit mehr als unsicher. Um Geld zu sparen, soll einer der beiden Busse still gelegt werden. Gerhard Gödrich, Schulleiter der Steinbachschule, kann darüber nur den Kopf schütteln: "Die Lesefähigkeit ist der Schlüssel eines jeden Erfolgs in der Schule." Er ergänzt: "Wir tun alles damit die Kinder dieses Fertigkeiten in der Schule vermittelt bekommen und dann will man einfach eine Grundlage entziehen." Durch das Angebot kommen die Schüler leicht an Bücher: "Wenn der Bus wegfällt, stehen viele Kinder im Regen."
Noch ist offen, welche Auswirkungen die Stilllegung eines Fahrzeugs hätte. "Wir warten erst die Entscheidung des Gemeinderats ab", sagt Birgit Weinmann, die Leiterin der Fahrbücherei. Sollten die Stadträte kein Veto gegen die Streichung einlegen, wird die Fahrbücherei ihr Angebot deutlich reduzieren müssen. Dass heißt: weniger Leseförderung an Schulen und Kindergärten und weniger Haltepunkte.
Die Option, alle 23 Stopps nur noch im Zwei-Wochen-Rhythmus anzufahren, ist nur schwer umzusetzen: "Dann wird viel mehr los sein, die Standzeiten reichen nicht mehr", sagt Weinmann. Zugleich wären mehr Mitarbeiter nötig. Das ist aber nicht vorgesehen - ganz im Gegenteil: "Uns soll Personal abgezogen werden." Doch noch glimmt ein Fünkchen Hoffnung, dass der Sparkelch an der Fahrbücherei vorübergeht. Das letzte Wort haben die Stadträte. Sie müssen bei den Haushaltsberatungen entscheiden, ob sie die Streichung des Busses mittragen oder nicht.
Dass das Angebot angenommen wird, davon zeugen etwa 280 000 Bücher, CDs, DVDs und Zeitschriften, die jährlich in den beiden Bussen, die auf den Namen Max und Moritz hören, ausgeliehen werden. Erst kürzlich hat die Stadt einen neuen Max der Öffentlichkeit übergeben. Mit dem Verzicht auf Moritz könnte jedes Jahr 190 000 Euro gespart werden.
Dieses Vorhaben stößt freilich auf wenig Gegenliebe. "Ich halte gar nichts davon. Das ist ganz schlimm", sagt Marcus Elser. Der Vater ergänzt: "Mein Sohn nutzt regelmäßig den Bücherbus." Für den beruflichen Werdegang sei es doch immens wichtig, das man gut lesen und schreiben könne.
Die Schüler der Steinbachschule haben am Montag ein deutliches Zeichen für den Erhalt beider Bücherbusse gesetzt. Sie unternahmen eine Protestwanderung von der Haltestelle Lauchhau zum Stopp in Büsnau. Dass dabei der Himmel seine Schleusen öffnete, schreckte die Jungen und Mädchen nicht : Sie ließen den Bücherbus nicht allein im Regen stehen.
Bislang steuert die Bücherei auf Rädern einmal in der Woche 23 Haltestellen im ganzen Stadtgebiet an. Diese befinden sich unter anderem im Lauchhau, in Büsnau, in Dürrlewang und Kaltental. Doch, ob dieses Angebot weiter aufrecht erhalten wird, ist derzeit mehr als unsicher. Um Geld zu sparen, soll einer der beiden Busse still gelegt werden. Gerhard Gödrich, Schulleiter der Steinbachschule, kann darüber nur den Kopf schütteln: "Die Lesefähigkeit ist der Schlüssel eines jeden Erfolgs in der Schule." Er ergänzt: "Wir tun alles damit die Kinder dieses Fertigkeiten in der Schule vermittelt bekommen und dann will man einfach eine Grundlage entziehen." Durch das Angebot kommen die Schüler leicht an Bücher: "Wenn der Bus wegfällt, stehen viele Kinder im Regen."
Noch ist offen, welche Auswirkungen die Stilllegung eines Fahrzeugs hätte. "Wir warten erst die Entscheidung des Gemeinderats ab", sagt Birgit Weinmann, die Leiterin der Fahrbücherei. Sollten die Stadträte kein Veto gegen die Streichung einlegen, wird die Fahrbücherei ihr Angebot deutlich reduzieren müssen. Dass heißt: weniger Leseförderung an Schulen und Kindergärten und weniger Haltepunkte.
Die Option, alle 23 Stopps nur noch im Zwei-Wochen-Rhythmus anzufahren, ist nur schwer umzusetzen: "Dann wird viel mehr los sein, die Standzeiten reichen nicht mehr", sagt Weinmann. Zugleich wären mehr Mitarbeiter nötig. Das ist aber nicht vorgesehen - ganz im Gegenteil: "Uns soll Personal abgezogen werden." Doch noch glimmt ein Fünkchen Hoffnung, dass der Sparkelch an der Fahrbücherei vorübergeht. Das letzte Wort haben die Stadträte. Sie müssen bei den Haushaltsberatungen entscheiden, ob sie die Streichung des Busses mittragen oder nicht.
Dass das Angebot angenommen wird, davon zeugen etwa 280 000 Bücher, CDs, DVDs und Zeitschriften, die jährlich in den beiden Bussen, die auf den Namen Max und Moritz hören, ausgeliehen werden. Erst kürzlich hat die Stadt einen neuen Max der Öffentlichkeit übergeben. Mit dem Verzicht auf Moritz könnte jedes Jahr 190 000 Euro gespart werden.
Dieses Vorhaben stößt freilich auf wenig Gegenliebe. "Ich halte gar nichts davon. Das ist ganz schlimm", sagt Marcus Elser. Der Vater ergänzt: "Mein Sohn nutzt regelmäßig den Bücherbus." Für den beruflichen Werdegang sei es doch immens wichtig, das man gut lesen und schreiben könne.
Die Schüler der Steinbachschule haben am Montag ein deutliches Zeichen für den Erhalt beider Bücherbusse gesetzt. Sie unternahmen eine Protestwanderung von der Haltestelle Lauchhau zum Stopp in Büsnau. Dass dabei der Himmel seine Schleusen öffnete, schreckte die Jungen und Mädchen nicht : Sie ließen den Bücherbus nicht allein im Regen stehen.
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