Investition
Audi stärkt Standort Neckarsulm
Harry Pretzlaff, veröffentlicht am 18.10.2009
Neckarsulm - Die VW-Tochter Audi will trotz der härtesten Branchenkrise der Nachkriegszeit keinen Sparkurs bei den Investitionen einschlagen. "Audi investiert ohne Abstriche in neue Modelle und die Zukunftsfähigkeit seiner Marke", sagte Audi-Produktionsvorstand Frank Dreves bei der Einweihung eines neuen Presswerks in Neckarsulm. Die VW-Tochter hat in den vergangenen zwei Jahren 110 Millionen Euro in die neuen Anlagen investiert. Das Presswerk sei ein wichtiger Baustein der Unternehmensstrategie und trage dazu bei die Produktivität weiter zu steigern, betonte der Produktionsvorstand. Die neuen Anlagen bildeten das Fundament für das Wachstum der Zukunft. Angesichts der langen Lebensdauer eines Presswerks sprach Dreves von einem "Generationenvertrag".
Das neue Presswerk verarbeitet täglich bis zu 800 Tonnen Stahl und Aluminium. Daraus pressen die Anlagen rund 200.000 Karosserieteile am Tag. Der Betriebsrat sieht die Großinvestition als wichtigen Beitrag zur Stärkung des Standorts. "Die Modernisierung unseres Presswerks ist ein weiterer wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze", sagte der Neckarsulmer Betriebsratschef Norbert Rank. Zudem hätten sich die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert, weil etwa der Lärmpegel deutlich niedriger sei. Das Unternehmen beschäftigt in Neckarsulm rund 13.700 Mitarbeiter und ist damit der größte Arbeitgeber in der Region Heilbronn. Im Presswerk arbeiten 410 Mitarbeiter.
Die Branchenkrise ist allerdings auch an Audi nicht spurlos vorbeigegangen. Bereits seit dem Frühjahr gibt es in Neckarsulm in Teilbereichen Kurzarbeit. Dies hängt damit zusammen, dass in der Autobranche gerade der Absatz großer Wagen lahmt, die nicht von der Abwrackprämie profitiert haben. Diese bilden den Schwerpunkt der Produktion in Neckarsulm. Hinzu kommt, dass der A6 und der A8, die beiden wichtigsten Baureihen des Werks, vor dem Generationswechsel stehen. Dies bremst den Absatz zusätzlich. Insgesamt ging der Audi-Absatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 7,5 Prozent auf rund 705.300 Autos zurück. Fürs Gesamtjahr wird ein Absatz von 900.000 Autos angepeilt, nachdem im Vorjahr erstmals knapp die Millionengrenze erreicht wurde.
Betriebsratschef Rank zeigte sich im Blick auf 2010 jedoch sehr zuversichtlich für die Beschäftigung. Gleichwohl bringe das nächste Jahr eine große Herausforderung für die gesamte Mannschaft, weil noch nie so viele neue Modelle gleichzeitig angelaufen seien. Neben dem neuen A8, der noch in diesem Jahr Premiere feiert, kommt der Nachfolger des A6, zudem das Oberklasse-Coupé A7 und der Supersportwagen R8 auch als Spyder (Roadster).
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Neue Modelle laufen an
Die Branchenkrise ist allerdings auch an Audi nicht spurlos vorbeigegangen. Bereits seit dem Frühjahr gibt es in Neckarsulm in Teilbereichen Kurzarbeit. Dies hängt damit zusammen, dass in der Autobranche gerade der Absatz großer Wagen lahmt, die nicht von der Abwrackprämie profitiert haben. Diese bilden den Schwerpunkt der Produktion in Neckarsulm. Hinzu kommt, dass der A6 und der A8, die beiden wichtigsten Baureihen des Werks, vor dem Generationswechsel stehen. Dies bremst den Absatz zusätzlich. Insgesamt ging der Audi-Absatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 7,5 Prozent auf rund 705.300 Autos zurück. Fürs Gesamtjahr wird ein Absatz von 900.000 Autos angepeilt, nachdem im Vorjahr erstmals knapp die Millionengrenze erreicht wurde.
Betriebsratschef Rank zeigte sich im Blick auf 2010 jedoch sehr zuversichtlich für die Beschäftigung. Gleichwohl bringe das nächste Jahr eine große Herausforderung für die gesamte Mannschaft, weil noch nie so viele neue Modelle gleichzeitig angelaufen seien. Neben dem neuen A8, der noch in diesem Jahr Premiere feiert, kommt der Nachfolger des A6, zudem das Oberklasse-Coupé A7 und der Supersportwagen R8 auch als Spyder (Roadster).
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