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Mission mit und ohne Hallelujah
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 30.10.2009
Viele gute Worte der Familie und der Gemeinde haben die Jugendlichen vor der Abreise gehört: Dass sie fürs Leben lernen werden zum Beispiel, dass die Reise den Charakter und den Glauben stärkt. Manche Freunde aus der Klasse waren da teilweise skeptischer. Im rumänischen Tirgu Jiu haben zwölf junge Christen der evangelischen Brüdergemeinde aus Korntal-Münchingen zwei Wochen ihrer Sommerferien verbracht.
"Ich wollte den Menschen dort von Gott erzählen", sagt Jonny Zorn. Fröhlich erzählt der 16-jährige von den Theaterstücken, die sie den Kindern vorgespielt haben, von den Liedern, die sie gesungen haben. Manchmal sei es ganz schön Aufsehen erregend gewesen, wenn sie mit der Gitarre durch die Straßen gezogen seien und zum Gottesdienst eingeladen hätten. In Tirgu Jiu gehen die Menschen nämlich nicht immer am selben Tag zur selben Zeit in die Kirche. "Da läuft nicht alles so pünktlich ab wie bei uns", sagt Jonny.
Auch der 17-jährige Niels Borlinghaus hat Unterschiede entdeckt. Das christliche Leben in Rumänien laufe mehr nach Plan, vieles werde abgespult. "Das ist bei uns ganz anderes, viel lockerer und fröhlicher", findet er. Für den 18-jährigen Christopher Hopp war der Einsatz eine aufregende Reise zu einer fremden Kultur. Die Mission stand für ihn aber nicht im Mittelpunkt, erklärt er, für ihn sei es wichtig gewesen, bei der Gemeindearbeit zu helfen. Manchmal sei es sogar ziemlich stressig gewesen, sagt er: "Ganz bestimmt war da nicht alles Hallelujah."
Zwei Wochen lang waren die zwölf Jugendlichen und ihre vier Begleiter - inklusive einer Dolmetscherin - auf Missionseinsatz in Rumänien. Dort lebt ein mit der evangelischen Brüdergemeinde befreundeter Pfarrer. Er kümmert sich im bitterarmen Südosten um fünf Gemeinden mit 80 Christen. Und diese Christen haben die Korntal-Münchinger besucht und dem Pfarrer bei seiner kirchlichen Arbeit geholfen. Vor allem engagierten sie sich in einem Kinderprogramm. Geschlafen haben sie auf den Bänken der kleinen Dorfkirche, es gab ein Plumpsklo, Wasser zum Duschen mussten sie aus dem Brunnen holen und das Essen haben sie sich selbst gekocht. Auch wenn es hart war, der Jugendreferent der Brüdergemeinde, Jan-Micha Andersen, meint: "Es ist einfach das sinnvollste, das man als junger Mensch wagen kann."
Die Jugendlichen wussten, dass sie keinen Luxusurlaub gebucht hatten. Trotzdem waren sie dann von der großen Not in Europas Armenhaus Rumänien ein bisschen geschockt. Simeon Stork nennt als Beispiel einen kleinen Jungen, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche wohnt und dessen Vater wohl Alkoholiker ist. Er musste einen schwer beladenen Karren durch die Gegend ziehen. Das sei kein Vergnügen gewesen, sondern harte Arbeit. Daneben seien dann die "Bonzenautos" vorbeigefahren. "Das ist einfach extrem", sagt der 17-Jährige. Aber wenn die deutschen Jugendlichen mit ihm Fußball gespielt hätten, sei der Kleine total glücklich gewesen.
Dennoch oder vielleicht wegen der großen sozialen Unterschiede sind die vier Jugendlichen nachhaltig beeindruckt von ihrer Reise. "Die Leute dort waren so freundlich und obwohl wir nicht viel verstanden haben, hatten wir das Gefühl, willkommen zu sein", sagt Niels. Die jungen Männer können sich einen weiteren Missionseinsatz in Rumänien gut vorstellen. "Irgendwie können wir nicht anders. Beim Abschied haben wir schließlich allen versprochen, dass wir wiederkommen", sagt Simeon.
"Ich wollte den Menschen dort von Gott erzählen", sagt Jonny Zorn. Fröhlich erzählt der 16-jährige von den Theaterstücken, die sie den Kindern vorgespielt haben, von den Liedern, die sie gesungen haben. Manchmal sei es ganz schön Aufsehen erregend gewesen, wenn sie mit der Gitarre durch die Straßen gezogen seien und zum Gottesdienst eingeladen hätten. In Tirgu Jiu gehen die Menschen nämlich nicht immer am selben Tag zur selben Zeit in die Kirche. "Da läuft nicht alles so pünktlich ab wie bei uns", sagt Jonny.
Auch der 17-jährige Niels Borlinghaus hat Unterschiede entdeckt. Das christliche Leben in Rumänien laufe mehr nach Plan, vieles werde abgespult. "Das ist bei uns ganz anderes, viel lockerer und fröhlicher", findet er. Für den 18-jährigen Christopher Hopp war der Einsatz eine aufregende Reise zu einer fremden Kultur. Die Mission stand für ihn aber nicht im Mittelpunkt, erklärt er, für ihn sei es wichtig gewesen, bei der Gemeindearbeit zu helfen. Manchmal sei es sogar ziemlich stressig gewesen, sagt er: "Ganz bestimmt war da nicht alles Hallelujah."
Zwei Wochen lang waren die zwölf Jugendlichen und ihre vier Begleiter - inklusive einer Dolmetscherin - auf Missionseinsatz in Rumänien. Dort lebt ein mit der evangelischen Brüdergemeinde befreundeter Pfarrer. Er kümmert sich im bitterarmen Südosten um fünf Gemeinden mit 80 Christen. Und diese Christen haben die Korntal-Münchinger besucht und dem Pfarrer bei seiner kirchlichen Arbeit geholfen. Vor allem engagierten sie sich in einem Kinderprogramm. Geschlafen haben sie auf den Bänken der kleinen Dorfkirche, es gab ein Plumpsklo, Wasser zum Duschen mussten sie aus dem Brunnen holen und das Essen haben sie sich selbst gekocht. Auch wenn es hart war, der Jugendreferent der Brüdergemeinde, Jan-Micha Andersen, meint: "Es ist einfach das sinnvollste, das man als junger Mensch wagen kann."
Die Jugendlichen wussten, dass sie keinen Luxusurlaub gebucht hatten. Trotzdem waren sie dann von der großen Not in Europas Armenhaus Rumänien ein bisschen geschockt. Simeon Stork nennt als Beispiel einen kleinen Jungen, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche wohnt und dessen Vater wohl Alkoholiker ist. Er musste einen schwer beladenen Karren durch die Gegend ziehen. Das sei kein Vergnügen gewesen, sondern harte Arbeit. Daneben seien dann die "Bonzenautos" vorbeigefahren. "Das ist einfach extrem", sagt der 17-Jährige. Aber wenn die deutschen Jugendlichen mit ihm Fußball gespielt hätten, sei der Kleine total glücklich gewesen.
Dennoch oder vielleicht wegen der großen sozialen Unterschiede sind die vier Jugendlichen nachhaltig beeindruckt von ihrer Reise. "Die Leute dort waren so freundlich und obwohl wir nicht viel verstanden haben, hatten wir das Gefühl, willkommen zu sein", sagt Niels. Die jungen Männer können sich einen weiteren Missionseinsatz in Rumänien gut vorstellen. "Irgendwie können wir nicht anders. Beim Abschied haben wir schließlich allen versprochen, dass wir wiederkommen", sagt Simeon.
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