Stuttgart - Für Mütter ist es besonders schwierig, eine qualifizierte Ausbildung zu machen. Die Arbeitszeiten stimmen meist nicht mit den Familienzeiten überein. Silke Bauer von der städtischen Kontaktstelle Frau und Beruf in Freiburg hat einen Weg gefunden. Gemeinsam mit der Evangelischen Fachschule für Altenpflege entwickelte die Kontaktstelle ein bislang einmaliges Ausbildungsmodell. Von 2010 an können Frauen mit Kindern den Beruf der Altenpflegerin in Teilzeit erlernen. Die Besonderheit: um die vierjährige Ausbildung mit den familiären Verpflichtungen vereinbaren zu können, findet der Unterricht an zwei Tagen in der Woche von 8 bis 13 Uhr an der Evangelischen Fachschule Freiburg statt. An den übrigen Tagen sind die Auszubildenden zu familiengerechten Arbeitszeiten an ihren Arbeitsstellen.
Zehn verschiedene Einrichtungen haben sich bisher im Raum Freiburg bereiterklärt, Frauen und Männer in Teilzeit auszubilden. Der Lehrgang richtet sich sowohl an Frauen, die den Beruf der Altenpflegerin neu erlernen wollen, als auch an Männer und Frauen, die als Angelernte bereits in einer Pflegeeinrichtung arbeiten und sich zum Pfleger bzw. zur Pflegerin weiterqualifizieren möchten.
Bauer ist überzeugt, dass der Beruf der Altenpflegerin aufgrund der demografischen Entwicklung und des damit verbundenen Fachkräftemangels sichere Arbeitsplätze und damit eine hervorragende Zukunftsperspektive bietet. Seit Jahren ist die Kontaktstelle bemüht, Unternehmen zu überzeugen, möglichst viele Berufsausbildungen für Frauen mit Kindern in Teilzeit anzubieten. Das ist jetzt in der Altenpflege gelungen. Denn eine Vollzeitausbildung mit Schichtdiensten brechen viele Frauen trotz aller guten Prognosen häufig ab. Deshalb hofft Bauer, dass das neue Modell "die Chance auf eine familiengerechte Ausbildung bietet". Sie sieht darin auch interessante Perspektiven für Migrantinnen und Hauptschülerinnen. Diese könnten zunächst eine 18-monatige Ausbildung zur Altenpflegehelferin absolvieren. Mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 hätten sie anschließend die Chance, sich zur Altenpflegerin weiterzubilden.
30 Frauen und Männer können an dem Modellversuch mitwirken. Allerdings müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Start einen Teilzeitausbildungsplatz vorweisen. Allerdings fehlen noch Einrichtungen, die sich beteiligen. Für die Unternehmen könnte die Teilzeitausbildung mit flexiblen Arbeitszeiten eine große Chance bedeuten, um dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen. "Nach unserer Erfahrung lässt sich eine familienfreundliche Arbeitszeit gut mit den Interessen der Einrichtung und den Bedürfnissen der Bewohner vereinbaren", sagt Jürgen Müller, Geschäftsführer der Evangelischen Fachschule Freiburg und Leiter einer gerontopsychiatrischen Einrichtung.
Ein weiterer Pluspunkt wird im Zwischenbericht zur Berufsverlaufsstudie des Bundesfamilienministeriums deutlich: Altenpflegerinnen und -pfleger bleiben ihrem Beruf treu. Weit mehr als die Hälfte ist noch 15 Jahre nach der Ausbildung im Berufsfeld tätig oder kehrt nach einer Unterbrechung zurück. Zahlen des Statistischen Bundesamts beweisen zudem, dass es noch immer vor allem Frauen sind, die in die Altenpflege gehen. Von bundesweit 41.000 Auszubildenden im ersten Schuljahr 2008/2009 sind 33.000 weiblich und 8000 männlich. Der Monatsverdienst für gerade ausgelernte Kräfte liegt zwischen 1700 bis 2200 Euro brutto.
Zehn verschiedene Einrichtungen haben sich bisher im Raum Freiburg bereiterklärt, Frauen und Männer in Teilzeit auszubilden. Der Lehrgang richtet sich sowohl an Frauen, die den Beruf der Altenpflegerin neu erlernen wollen, als auch an Männer und Frauen, die als Angelernte bereits in einer Pflegeeinrichtung arbeiten und sich zum Pfleger bzw. zur Pflegerin weiterqualifizieren möchten.
Bauer ist überzeugt, dass der Beruf der Altenpflegerin aufgrund der demografischen Entwicklung und des damit verbundenen Fachkräftemangels sichere Arbeitsplätze und damit eine hervorragende Zukunftsperspektive bietet. Seit Jahren ist die Kontaktstelle bemüht, Unternehmen zu überzeugen, möglichst viele Berufsausbildungen für Frauen mit Kindern in Teilzeit anzubieten. Das ist jetzt in der Altenpflege gelungen. Denn eine Vollzeitausbildung mit Schichtdiensten brechen viele Frauen trotz aller guten Prognosen häufig ab. Deshalb hofft Bauer, dass das neue Modell "die Chance auf eine familiengerechte Ausbildung bietet". Sie sieht darin auch interessante Perspektiven für Migrantinnen und Hauptschülerinnen. Diese könnten zunächst eine 18-monatige Ausbildung zur Altenpflegehelferin absolvieren. Mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 hätten sie anschließend die Chance, sich zur Altenpflegerin weiterzubilden.
30 Frauen und Männer können an dem Modellversuch mitwirken. Allerdings müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Start einen Teilzeitausbildungsplatz vorweisen. Allerdings fehlen noch Einrichtungen, die sich beteiligen. Für die Unternehmen könnte die Teilzeitausbildung mit flexiblen Arbeitszeiten eine große Chance bedeuten, um dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen. "Nach unserer Erfahrung lässt sich eine familienfreundliche Arbeitszeit gut mit den Interessen der Einrichtung und den Bedürfnissen der Bewohner vereinbaren", sagt Jürgen Müller, Geschäftsführer der Evangelischen Fachschule Freiburg und Leiter einer gerontopsychiatrischen Einrichtung.
Ein weiterer Pluspunkt wird im Zwischenbericht zur Berufsverlaufsstudie des Bundesfamilienministeriums deutlich: Altenpflegerinnen und -pfleger bleiben ihrem Beruf treu. Weit mehr als die Hälfte ist noch 15 Jahre nach der Ausbildung im Berufsfeld tätig oder kehrt nach einer Unterbrechung zurück. Zahlen des Statistischen Bundesamts beweisen zudem, dass es noch immer vor allem Frauen sind, die in die Altenpflege gehen. Von bundesweit 41.000 Auszubildenden im ersten Schuljahr 2008/2009 sind 33.000 weiblich und 8000 männlich. Der Monatsverdienst für gerade ausgelernte Kräfte liegt zwischen 1700 bis 2200 Euro brutto.
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