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Sproong: Der Erpel der Herzen ist da
Artikel aus der Kornwestheimer Zeitung vom 13.11.2009
In Menschenjahren gerechnet wäre er schon ein Senior: Vor 75 Jahren watschelte Donald Duck erstmals durch einen Walt-Disney-Film. Doch weil er ein Erpel ist und eben kein Mensch, sieht Donald, der sich mit seiner Tollpatschigkeit in die Herzen kleiner und großer Comicfans gequakt hat, im Matrosenhemdchen noch immer so jungenhaft aus wie vor einem Dreivierteljahrhundert. Wie sich die glücklose Ente zu einem der beliebtesten Zeichentrickhelden gemausert und wer ihr zu ihrem Ruhm verholfen hat, zeigt die neue Ausstellung im Kleihuesbau.
KRRRR! Wenn Donald so grummelt, dann muss ihm wohl sein geiziger Onkel Dagobert in die Quere gekommen sein. Oder die vorlauten Neffen Tick, Trick und Track. Sie alle leben in Entenhausen - und ab heute im Kleihuesbau: Auf dem Galerie-Boden wird noch wenige Stunden vor der Ausstellung der Plan der kleinen Stadt - Donald-Forscher, sogenannte Donaldisten, haben herausgefunden, wie Entenhausen wohl ausgesehen hat - mit gelbem Klebeband skizziert. Dazwischen tauchen immer wieder gelbe Abdrücke von Entenfüßen auf: Donald hinterlässt seine Spuren (Fotos im Text). An den Wänden stehen Donaldsprüche wie "Dem Ingenieur ist nix zu schwör" oder Lautmalereien wie Doing, Sproong oder Plopp. Über Originalzeichnungen, Zeitungsseiten, Filmanweisungen und Charakterstudien der Ente prangt ein Donald-Scherenschnitt, per Beamer an die Wand geworfen. Aus über 300 Exponaten - sie stammen überwiegend aus privaten Sammlungen - hat Museumsleiterin Dr. Irmgard Sedler 200 ausgewählt. Neben kostbaren Raritäten wie dem allerersten Mickymausheft stehen die Arbeiten der Walt-Disney-Zeichner Floyd Gottfredson, Al Taliaferro und Carl Barks im Zentrum. Während sich Gottfredson im Lauf der Jahre eher auf Mickey Mouse spezialisiert - nicht umsonst erhält er den Spitznamen Mouseman - konzentrieren sich die beiden anderen Zeichner auf Donald. Taliaferro zeichnet die Ente für ihr Debüt im Walt-Disney-Film "Die kluge kleine Henne". Kein Wunder also, dass die ersten Zeichnungen von Donald, die kurz darauf in Comics auftauchen - erstmals in einer Mickey-Mouse-Geschichte - "wie eingefrorene Filmsequenzen aussehen", sagt Irmgard Sedler. Doch so wie sich Donald als Held seiner eigenen Comic-Strips etabliert, so gewinnt er an Profil. Carl Barks sei es zu verdanken, dass "aus Aktionsfiguren Charaktere" wurden, so die Museumsleiterin. "Er hat Gemüt und Substanz in die Zeichnungen gebracht." Und: Donald muss nicht alleine bleiben. Der Zeichner schafft den Kosmos Entenhausen, berichtet Sedler. "Er spinnt komplexe Beziehungen zwischen den Figuren." Barks, der nicht nur zeichnet, sondern auch textet, erzählt Geschichten des menschlichen Lebens, deren Hauptfigur Donald ist, der Pechvogel, der so oft auf den Schnabel fällt, der sich aber ebenso oft wieder aufrappelt und weiterwatschelt - und dabei seit 75 Jahren nicht älter und nicht weiser wird.
Trotz der bunten Comics: Kitischig sei die Ausstellung nicht, betont Irmgard Sedler. Kinderfreundlich hingegen schon. Einige gerahmte Exponate sind auf Kinderhöhe aufgehängt, und auch ein Rahmenprogramm für die Kleinen ist geplant. Dabei sollen unter anderem Donald-Kekse gebacken werden.
KRRRR! Wenn Donald so grummelt, dann muss ihm wohl sein geiziger Onkel Dagobert in die Quere gekommen sein. Oder die vorlauten Neffen Tick, Trick und Track. Sie alle leben in Entenhausen - und ab heute im Kleihuesbau: Auf dem Galerie-Boden wird noch wenige Stunden vor der Ausstellung der Plan der kleinen Stadt - Donald-Forscher, sogenannte Donaldisten, haben herausgefunden, wie Entenhausen wohl ausgesehen hat - mit gelbem Klebeband skizziert. Dazwischen tauchen immer wieder gelbe Abdrücke von Entenfüßen auf: Donald hinterlässt seine Spuren (Fotos im Text). An den Wänden stehen Donaldsprüche wie "Dem Ingenieur ist nix zu schwör" oder Lautmalereien wie Doing, Sproong oder Plopp. Über Originalzeichnungen, Zeitungsseiten, Filmanweisungen und Charakterstudien der Ente prangt ein Donald-Scherenschnitt, per Beamer an die Wand geworfen. Aus über 300 Exponaten - sie stammen überwiegend aus privaten Sammlungen - hat Museumsleiterin Dr. Irmgard Sedler 200 ausgewählt. Neben kostbaren Raritäten wie dem allerersten Mickymausheft stehen die Arbeiten der Walt-Disney-Zeichner Floyd Gottfredson, Al Taliaferro und Carl Barks im Zentrum. Während sich Gottfredson im Lauf der Jahre eher auf Mickey Mouse spezialisiert - nicht umsonst erhält er den Spitznamen Mouseman - konzentrieren sich die beiden anderen Zeichner auf Donald. Taliaferro zeichnet die Ente für ihr Debüt im Walt-Disney-Film "Die kluge kleine Henne". Kein Wunder also, dass die ersten Zeichnungen von Donald, die kurz darauf in Comics auftauchen - erstmals in einer Mickey-Mouse-Geschichte - "wie eingefrorene Filmsequenzen aussehen", sagt Irmgard Sedler. Doch so wie sich Donald als Held seiner eigenen Comic-Strips etabliert, so gewinnt er an Profil. Carl Barks sei es zu verdanken, dass "aus Aktionsfiguren Charaktere" wurden, so die Museumsleiterin. "Er hat Gemüt und Substanz in die Zeichnungen gebracht." Und: Donald muss nicht alleine bleiben. Der Zeichner schafft den Kosmos Entenhausen, berichtet Sedler. "Er spinnt komplexe Beziehungen zwischen den Figuren." Barks, der nicht nur zeichnet, sondern auch textet, erzählt Geschichten des menschlichen Lebens, deren Hauptfigur Donald ist, der Pechvogel, der so oft auf den Schnabel fällt, der sich aber ebenso oft wieder aufrappelt und weiterwatschelt - und dabei seit 75 Jahren nicht älter und nicht weiser wird.
Trotz der bunten Comics: Kitischig sei die Ausstellung nicht, betont Irmgard Sedler. Kinderfreundlich hingegen schon. Einige gerahmte Exponate sind auf Kinderhöhe aufgehängt, und auch ein Rahmenprogramm für die Kleinen ist geplant. Dabei sollen unter anderem Donald-Kekse gebacken werden.
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