Guido Westerwelle in Moskau
Duzen wird zu Markenzeichen
Elke Windisch, veröffentlicht am 21.11.2009
Moskau - Dezent gemusterte blauweiße Krawatte, frisch gegelt und fröhlich trotz des Nachtflugs aus Kabul: So präsentierte sich Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Freitag bei seinem Antrittsbesuch in Moskau. Auch die Chemie zwischen ihm und Gastgeber Sergej Lawrow stimmt offenbar. Russlands Chefdiplomat nannte den Deutschen mehrfach nur beim Vornamen, was weder hiesigen Gepflogenheiten noch Lawrows persönlichem Stil entspricht.
Konkret ging es bei den Konsultationen sowohl um die Vertiefung der bilateralen Beziehungen in allen Bereichen - von Kultur bis Justiz - und um die Dauerbrenner der internationalen Politik. Von gegenseitig vorteilhafter Zusammenarbeit im Format Russland - EU, Neustart der Beziehungen Russland-Nato, einschließlich Abrüstung und Rüstungskontrolle, über gemeinsame Bemühungen im Rahmen der G-20-Gruppe zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise, bis hin zu Nahost, Iran und Afghanistan.
Dort hatten beide Politiker am Vortag der Vereidigung von Präsident Hamid Karsai für eine weitere Amtszeit beigewohnt und die Gelegenheit für einen ersten Meinungsaustausch zur Situation dort genutzt. Richtigen Worten, so Lawrow, müssten auch Taten folgen. Gemeint war Karsais Zusage, sein Land werde binnen fünf Jahren selbst die Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen. Gleichzeitig erneuerte der Russe Moskaus Angebot an die Nato für ein gemeinsames Krisenmanagement in ganz Zentralasien. Details soll Anfang Dezember der Russland-Nato-Rat beschließen. Am Nachmittag war Westerwelle bei Präsident Dmitri Medwedew im Kreml. Bei den offiziellen Konsultationen spielte das Thema Menschenrechte indes offenbar nur eine untergeordnete Rolle.
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Ausführlich würdigte er die Meriten anderer FDP-Politiker als Außenamtschef, um dann der Hoffnung auf "Weiterentwicklung der deutsch-russischen Partnerschaft" und "viele neue Projekte" Ausdruck zu verleihen. Bei Guido rannte er damit offene Türen ein: "Wir", so dieser noch vor Beginn der Konsultation am Freitagvormittag im Gästehaus des russischen Außenministeriums, "wollen mehr sein als nur gute Handels- und Wirtschaftspartner". Sogar von "strategischer Partnerschaft ohne Wenn und Aber" war die Rede.
Konkret ging es bei den Konsultationen sowohl um die Vertiefung der bilateralen Beziehungen in allen Bereichen - von Kultur bis Justiz - und um die Dauerbrenner der internationalen Politik. Von gegenseitig vorteilhafter Zusammenarbeit im Format Russland - EU, Neustart der Beziehungen Russland-Nato, einschließlich Abrüstung und Rüstungskontrolle, über gemeinsame Bemühungen im Rahmen der G-20-Gruppe zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise, bis hin zu Nahost, Iran und Afghanistan.
Dort hatten beide Politiker am Vortag der Vereidigung von Präsident Hamid Karsai für eine weitere Amtszeit beigewohnt und die Gelegenheit für einen ersten Meinungsaustausch zur Situation dort genutzt. Richtigen Worten, so Lawrow, müssten auch Taten folgen. Gemeint war Karsais Zusage, sein Land werde binnen fünf Jahren selbst die Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen. Gleichzeitig erneuerte der Russe Moskaus Angebot an die Nato für ein gemeinsames Krisenmanagement in ganz Zentralasien. Details soll Anfang Dezember der Russland-Nato-Rat beschließen. Am Nachmittag war Westerwelle bei Präsident Dmitri Medwedew im Kreml. Bei den offiziellen Konsultationen spielte das Thema Menschenrechte indes offenbar nur eine untergeordnete Rolle.
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