Spielbericht und Fotostrecke
Nur ein 1:1 gegen den Tabellenletzten
dpa, veröffentlicht am 21.11.2009
Stuttgart - Der VfB Stuttgart kann nicht mehr gewinnen. Selbst gegen Schlusslicht Hertha BSC Berlin kamen die Schwaben am Samstag nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und geraten immer tiefer in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Die Führung für die Gäste erzielte vor 39.000 Zuschauern in der Stuttgarter Arena der Kolumbianer Adrian Ramos (49. Minute) mit seinem ersten Saisontreffer, den späten Ausgleich besorgte Zdravko Kuzmanovic (82.), der drei Minuten später wegen wiederholten Foulspiels vom Platz gestellt wurde. Während in Stuttgart nach sechs Meisterschaftsspielen ohne Sieg die Diskussionen um Trainer Markus Babbel wieder aufleben dürften, wartet die Hertha weiter auf den ersten Sieg seit dem Saisonauftakt.
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Nach einer Schweigeminute für Robert Enke bemühten sich die Gastgeber vom Anpfiff weg, Babbels Forderung nach einer klaren Rollenverteilung gegen das Schlusslicht umzusetzen. Mit deutlichem Übergewicht im Mittelfeld suchte der VfB seine Doppelspitze aus Cacau und Ciprian Marica, der etwas überraschend den Vorzug vor Pogrebnjak erhalten hatte. Die erste klare Chance hatte dann auch Cacau (11.), doch beim Schuss des von einem Muskelfaserriss genesenen Nationalspielers war Hertha-Keeper Drobny im kurzen Eck zur Stelle.
In der Folge brachte der Champions-League-Teilnehmer trotz beinahe erdrückender Feldüberlegenheit die tief stehenden Gäste nur viel zu selten in echte Verlegenheit. Am nächsten kam dem Tor noch ein Schuss des erneut nicht überzeugenden Alexander Hleb (19.). Die Versuche des blassen Kapitäns Thomas Hitzlsperger und von Sebastian Rudy (beide 25.) strichen schon wieder deutlicher über das Tor.
Danach hatten die Hauptstädter, bei denen Cicero und Bigalke für den verletzten Stein und den gesperrten Raffael in die Mannschaft gerückt waren, die viel zu umständlichen Angriffsbemühungen der Stuttgarter sicher im Griff. Zwar blieb der VfB am Drücker, brachte seine Kombinationen aber nicht mehr zum Abschluss. Berlin konnte sich nun zwar etwas häufiger aus der eigenen Hälfte befreien, doch ohne den erkrankten Patrick Ebert und Gojko Kacar als Antreiber blieb das torärmste Team der Liga total harmlos.
Nach der Pause, aus der die VfB-Spieler mit einigen Pfiffen der eigenen Fans empfangen wurden, gelang Hertha gleich mit der ersten Chance der Paukenschlag: Die Stuttgarter Abseitsfalle funktionierte nicht und der für Domowtschijski eingewechselte Ramos konnte in aller Ruhe VfB-Keeper Jens Lehmann ausspielen, bevor er zum 1:0 einschob. Für das Funkel-Team war es der erste Treffer nach 490 torlosen Bundesliga-Minuten.
Nach diesem Schock wollte der VfB wenigstens noch einen Punkt. Doch zunächst verfehlte ein Kopfball von Innenverteidiger Matthieu Delpierre knapp das Tor und Cacau (64.) und Georg Niedermeier (65.) schossen zu ungenau. Doch Stuttgart ließ nicht locker und durfte dank Kuzmanovic wenigstens noch einmal jubeln. Nach der gelb-roten Karte für Kuzmanovic hatte Schieber (87.) noch den Sieg auf dem Fuß, doch es blieb beim mageren 1:1.
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Stuttgart: Lehmann - Träsch, Niedermeier, Delpierre, Boka - Kuzmanovic - Rudy, Hitzlsperger (65. Elson) - Hleb (72. Pogrebnjak) - Marica (65. Schieber), Cacau. - Trainer: Babbel
Berlin: Drobny - Piszczek, Friedrich, von Bergen, Pejcinovic - Nicu, Bigalke (73. Kacar), Cicero, Lustenberger - Domowtschiski (46. Ramos), Wichniarek. - Trainer: Funkel Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen) Tore: 0:1 Ramos (49.), 1:1 Kuzmanovic (82.)
Zuschauer: 39.000
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karte: Kuzmanovic wegen wiederholten Foulspiels (86.)
Gelbe Karten: Cacau (3) - Ramos, Drobny, Lustenberger (2), Piszczek (2)
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In der Folge brachte der Champions-League-Teilnehmer trotz beinahe erdrückender Feldüberlegenheit die tief stehenden Gäste nur viel zu selten in echte Verlegenheit. Am nächsten kam dem Tor noch ein Schuss des erneut nicht überzeugenden Alexander Hleb (19.). Die Versuche des blassen Kapitäns Thomas Hitzlsperger und von Sebastian Rudy (beide 25.) strichen schon wieder deutlicher über das Tor.
Danach hatten die Hauptstädter, bei denen Cicero und Bigalke für den verletzten Stein und den gesperrten Raffael in die Mannschaft gerückt waren, die viel zu umständlichen Angriffsbemühungen der Stuttgarter sicher im Griff. Zwar blieb der VfB am Drücker, brachte seine Kombinationen aber nicht mehr zum Abschluss. Berlin konnte sich nun zwar etwas häufiger aus der eigenen Hälfte befreien, doch ohne den erkrankten Patrick Ebert und Gojko Kacar als Antreiber blieb das torärmste Team der Liga total harmlos.
Nach der Pause, aus der die VfB-Spieler mit einigen Pfiffen der eigenen Fans empfangen wurden, gelang Hertha gleich mit der ersten Chance der Paukenschlag: Die Stuttgarter Abseitsfalle funktionierte nicht und der für Domowtschijski eingewechselte Ramos konnte in aller Ruhe VfB-Keeper Jens Lehmann ausspielen, bevor er zum 1:0 einschob. Für das Funkel-Team war es der erste Treffer nach 490 torlosen Bundesliga-Minuten.
Nach diesem Schock wollte der VfB wenigstens noch einen Punkt. Doch zunächst verfehlte ein Kopfball von Innenverteidiger Matthieu Delpierre knapp das Tor und Cacau (64.) und Georg Niedermeier (65.) schossen zu ungenau. Doch Stuttgart ließ nicht locker und durfte dank Kuzmanovic wenigstens noch einmal jubeln. Nach der gelb-roten Karte für Kuzmanovic hatte Schieber (87.) noch den Sieg auf dem Fuß, doch es blieb beim mageren 1:1.
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Stuttgart: Lehmann - Träsch, Niedermeier, Delpierre, Boka - Kuzmanovic - Rudy, Hitzlsperger (65. Elson) - Hleb (72. Pogrebnjak) - Marica (65. Schieber), Cacau. - Trainer: Babbel
Berlin: Drobny - Piszczek, Friedrich, von Bergen, Pejcinovic - Nicu, Bigalke (73. Kacar), Cicero, Lustenberger - Domowtschiski (46. Ramos), Wichniarek. - Trainer: Funkel Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen) Tore: 0:1 Ramos (49.), 1:1 Kuzmanovic (82.)
Zuschauer: 39.000
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karte: Kuzmanovic wegen wiederholten Foulspiels (86.)
Gelbe Karten: Cacau (3) - Ramos, Drobny, Lustenberger (2), Piszczek (2)
Kommentare (20)
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Schwaben-HH,
22.11.2009
@ volkao
Du hast recht, ich bin ob der jüngsten Ergebnisse schon ein wenig verzweifelt, weil auch ich mir langsam aber sicher darüber im klaren werde, dass der VfB endgültig gegen den Abstieg spielt und nicht mehr daran zu denken braucht, die vielbeschworene Aufholjagd in der Rückrunde zu starten. Und ein "toi, toi, toi" passt aus meiner Sicht sehr wohl in diese Situation, denn auch wenn der Unterschied zwischen Latte, Pfosten oder Torerfolg sicher auch ein Zeichen von Können ist, so kann man genauso gut von Pech oder fehlendem Glück sprechen. Gehen all diese "Alu"-Treffer der letzten Spiele ins Tor, dann würde der VfB heute ganz anders darstehen. Aber das ist nicht der Kern meiner Aussage.
Mir geht es primär darum, dass man bei objektiver Spielbetrachtung konstatieren muss, dass diese Mannschaft noch lebt, sich Torchancen erarbeitet und vom Trainer daher noch erreicht wird. Schnellschüsse in Form von personellen Veränderungen vor der Winterpause bringen keinen kurzfristigen Erfolg, zumal der Kader auch erst in der Winterpause ergänzt werden kann. Daher mein Statement bzgl. Ruhe bewahren.
Bei mir entsteht viel mehr der Eindruck, dass u.a. auch du mit aktionistischem Tunnelblick einfach nur "Änderungen" sehen möchtest, ohne die aktuellen Alternativen zu kennen (z.B., welcher Trainer, der den VfB voranbringen würde, ist derzeit auf dem Markt?). Ich konzentriere mich daher lieber ausschließlich auf das, was ich fußballerisch beurteilen kann und stelle keine psychologischen Ferndiagnosen auf, woran es denn möglicherweise im Mannschaftsgefüge liegen könnte - ohne dir deinen "fußballerischen Sachverstand" absprechen zu wollen.
Ansonsten wollen wir beide vermutlich das selbe: einen VfB, der sich hoffentlich bald wieder fängt und diese desaströse Serie mit Anstand zu Ende spielt und nach Saisonende die notwendigen Konsequenzen zieht!
Mir geht es primär darum, dass man bei objektiver Spielbetrachtung konstatieren muss, dass diese Mannschaft noch lebt, sich Torchancen erarbeitet und vom Trainer daher noch erreicht wird. Schnellschüsse in Form von personellen Veränderungen vor der Winterpause bringen keinen kurzfristigen Erfolg, zumal der Kader auch erst in der Winterpause ergänzt werden kann. Daher mein Statement bzgl. Ruhe bewahren.
Bei mir entsteht viel mehr der Eindruck, dass u.a. auch du mit aktionistischem Tunnelblick einfach nur "Änderungen" sehen möchtest, ohne die aktuellen Alternativen zu kennen (z.B., welcher Trainer, der den VfB voranbringen würde, ist derzeit auf dem Markt?). Ich konzentriere mich daher lieber ausschließlich auf das, was ich fußballerisch beurteilen kann und stelle keine psychologischen Ferndiagnosen auf, woran es denn möglicherweise im Mannschaftsgefüge liegen könnte - ohne dir deinen "fußballerischen Sachverstand" absprechen zu wollen.
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