Kommentar zu Opel
Buhlen um neues Geld
Klaus Dieter Oehler, veröffentlicht am 25.11.2009
Bochum - Jürgen Rüttgers reagierte so, wie es Nick Reilly erhofft hatte. Kaum hatte der Interimseuropachef von General Motors dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten erklärt, dass das Opel-Werk in Bochum auch künftig "eine Rolle" im europäischen Fertigungsverbund spielen werde, schon deutete der CDU-Politiker an, dass man dafür Staatsgeld lockermachen könnte.
Ähnlich lief es in der Mainzer Staatskanzlei - auch Kaiserslautern soll erhalten bleiben. Der Betriebsratschef in Bochum, Rainer Einenkel, blieb trotzdem vorsichtig und sprach von "schwierigen Verhandlungen" über die Details.
Mit dieser Einschätzung dürfte der Arbeitnehmervertreter richtig liegen, denn noch sind die Pläne von GM erst in Grundzügen erkennbar. 20 bis 25 Prozent der Kapazität müssen abgebaut werden, bis zu 10.000 der 50.000 Stellen werden gestrichen. Das sind die Fakten, die Einzelheiten werden die Mitarbeiter frühestens am Mittwoch erfahren. Man darf sich keinen Illusionen hingeben.
Seit Dienstag gehört Opel wieder ganz den Amerikanern, weil sie den Überbrückungskredit zurückgezahlt haben. Jetzt buhlen sie um neues Geld, um neue Bürgschaften. Nur deshalb sind sie mit harten Ankündigungen noch zurückhaltend. Doch am Ende können nur harte Schnitte bei Opel etwas bewirken, wenn das Unternehmen erfolgreich sein soll.
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Seit Dienstag gehört Opel wieder ganz den Amerikanern, weil sie den Überbrückungskredit zurückgezahlt haben. Jetzt buhlen sie um neues Geld, um neue Bürgschaften. Nur deshalb sind sie mit harten Ankündigungen noch zurückhaltend. Doch am Ende können nur harte Schnitte bei Opel etwas bewirken, wenn das Unternehmen erfolgreich sein soll.
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