Bahn setzt auf Sparpotenzial
Stuttgart 21 wird gebaut
Konstantin Schwarz und Michael Isenberg, veröffentlicht am 10.12.2009
Stuttgart - Die Deutsche Bahn AG wird 2010 den Bau von Stuttgart 21 starten. Alle Geldgeber akzeptierten am Donnerstag die Kalkulation von Bahn-Chef Rüdiger Grube. Stuttgart 21 soll 4,088 Milliarden Euro kosten. Um die Summe zu erreichen, muss Grube Einsparungen realisieren.
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Mit den neu errechneten Baukosten bleiben der neue Tiefbahnhof und die Strecke von Feuerbach bis Wendlingen unter den vertraglich von Bahn, Bund, Land, Stadt, Region und Flughafen abgesicherten 4,5 Milliarden Euro. "Wir sind eine Milliarde Euro teuer als bisher bekannt", räumte Grube gestern in Stuttgart ein. Die "Sollbruchstelle" von 4,5 Milliarden werde aber nicht erreicht. Grube: "Wir geben dieses Projekt frei."
Bereits im Februar 2010 will die Bahn das Gleisvorfeld im alten Bahnhof umbauen, im September 2010 soll der Nordflügel des Bonatz-Bahnhofs abgerissen und sollen rund 280 Bäume im Schlossgarten gefällt werden, um Baugruben auszuheben. 2019 sollen nicht nur der Haupt- und Flughafenbahnhof und die Strecke bis Wendlingen fertig sein, sondern auch die auf zwei Milliarden Euro kalkulierte weitere Strecke bis Ulm.
Die Bahn hatte bei Stuttgart 21 die Kosten zuletzt 2004 berechnet und 2008 auf 3,1 Milliarden fortgeschrieben. Die jetzige Neuberechnung habe bei 4,9 Milliarden Euro geendet, gestand Grube ein. Diese 4,9 Milliarden könnten aber durch Einsparungen - zum Beispiel beim Tunnelbau (dünnere Wände) - auf 4,088 Milliarden Euro "optimiert" werden. Der Bahn-Chef zuversichtlich: "Wir haben uns entschieden!" Ministerpräsident Günther Oettinger erinnerte an 15 Jahre Planungszeit: "Stuttgart 21 ist ohne Alternative, einen Stopp kann sich dieses Land nicht leisten." Als Risikopuffer verblieben noch 438 Millionen Euro.
Die Gegner des Tiefbahnhofs sehen in den neuen Zahlen eine "Kostenlüge". Oettinger und OB Wolfgang Schuster stürzten Stadt und Land "mit diesem Projekt in ein Milliardengrab", kritisierte der Grünen-Verkehrsexperte Winfried Hermann.
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Mit den neu errechneten Baukosten bleiben der neue Tiefbahnhof und die Strecke von Feuerbach bis Wendlingen unter den vertraglich von Bahn, Bund, Land, Stadt, Region und Flughafen abgesicherten 4,5 Milliarden Euro. "Wir sind eine Milliarde Euro teuer als bisher bekannt", räumte Grube gestern in Stuttgart ein. Die "Sollbruchstelle" von 4,5 Milliarden werde aber nicht erreicht. Grube: "Wir geben dieses Projekt frei."
Bereits im Februar 2010 will die Bahn das Gleisvorfeld im alten Bahnhof umbauen, im September 2010 soll der Nordflügel des Bonatz-Bahnhofs abgerissen und sollen rund 280 Bäume im Schlossgarten gefällt werden, um Baugruben auszuheben. 2019 sollen nicht nur der Haupt- und Flughafenbahnhof und die Strecke bis Wendlingen fertig sein, sondern auch die auf zwei Milliarden Euro kalkulierte weitere Strecke bis Ulm.
Die Bahn hatte bei Stuttgart 21 die Kosten zuletzt 2004 berechnet und 2008 auf 3,1 Milliarden fortgeschrieben. Die jetzige Neuberechnung habe bei 4,9 Milliarden Euro geendet, gestand Grube ein. Diese 4,9 Milliarden könnten aber durch Einsparungen - zum Beispiel beim Tunnelbau (dünnere Wände) - auf 4,088 Milliarden Euro "optimiert" werden. Der Bahn-Chef zuversichtlich: "Wir haben uns entschieden!" Ministerpräsident Günther Oettinger erinnerte an 15 Jahre Planungszeit: "Stuttgart 21 ist ohne Alternative, einen Stopp kann sich dieses Land nicht leisten." Als Risikopuffer verblieben noch 438 Millionen Euro.
Die Gegner des Tiefbahnhofs sehen in den neuen Zahlen eine "Kostenlüge". Oettinger und OB Wolfgang Schuster stürzten Stadt und Land "mit diesem Projekt in ein Milliardengrab", kritisierte der Grünen-Verkehrsexperte Winfried Hermann.
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