Chefwechsel bei Opel
Reilly übernimmt das Steuer
dpa/apn, veröffentlicht am 15.01.2010
Rüsselsheim - GM-Europachef Nick Reilly hat am Freitag erwartungsgemäß auch das Steuer bei Opel übernommen. Der Aufsichtsrat der Adam Opel GmbH bestätigte Reilly am Freitag bei einer Sitzung in Rüsselsheim als neuen Chef. Zugleich wurde sein neues Führungsteam installiert.
Der bisherige Amtsinhaber Hans Demant war wenige Stunden zuvor zurückgetreten. Hans Demant, der seit 2004 an der Spitze stand, trat am Freitag zurück. Der 59-Jährige bleibe jedoch im Konzern, teilte der Autohersteller in Rüsselsheim mit. Demant werde künftig dafür zuständig sein, die Produktrechte der Opel-Mutter General Motors (GM) zu überwachen - etwa im Zusammenhang mit Geschäftsallianzen, Partnerschaften oder Transaktionen. Diese Position wurde neu im GM-Konzern geschaffen.
In die Geschäftsführung wurden neben den vier bisherigen Mitgliedern Rita Forst (für Entwicklung) und Mark James (für Finanzen) berufen. "Die heutigen Ernennungen sind ein weiterer wichtiger Baustein für die erfolgreiche Zukunft von Opel", sagte der Opel-Aufsichtsratsvorsitzende Walter Borst. Reilly gab das Ziel vor, 2010 vor allem mit dem Insignia, dem Astra und dem neuen Meriva den Marktanteil zu steigern.
Der traditionsreiche Autobauer kämpft seit mehr als einem Jahr ums Überleben. Bis Ende Januar will Reilly ein Sanierungskonzept vorlegen. Das Konzept ist die Grundlage für Verhandlungen über Staatshilfen. GM hat den Bedarf auf 3,3 Milliarden Euro beziffert, rund 2,7 Milliarden sollen nach den Vorstellungen von GM die Regierungen der Länder aufbringen, in denen Opel Standorte hat. In Deutschland hofft Opel auf Hilfe vom Bund sowie von den Ländern Hessen (Standort Rüsselsheim), Nordrhein-Westfalen (Bochum), Rheinland-Pfalz (Kaiserslautern) und Thüringen (Eisenach).
GM hatte angekündigt, im Zuge der Opel-Sanierung in Europa bis zu 9000 Stellen zu streichen, einen Großteil davon in Deutschland. Von der Belegschaft verlangt der Konzern über Lohnverzicht einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro. Die Arbeitnehmer sind prinzipiell zu Zugeständnissen bereit, haben diese aber an einen Forderungskatalog geknüpft.
Wirtschaftlich geht es nach Reillys Prognose mit Opel frühestens 2011 wieder bergauf. Er sei zuversichtlich, dass Opel dann profitabel sein könne. Im laufenden Jahr werde Opel die Krise auf dem westeuropäischen Automarkt nochmals zu spüren bekommen. 2009 verkauften Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall rund 1,2 Millionen Autos nach 1,4 Millionen im Jahr zuvor.
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In die Geschäftsführung wurden neben den vier bisherigen Mitgliedern Rita Forst (für Entwicklung) und Mark James (für Finanzen) berufen. "Die heutigen Ernennungen sind ein weiterer wichtiger Baustein für die erfolgreiche Zukunft von Opel", sagte der Opel-Aufsichtsratsvorsitzende Walter Borst. Reilly gab das Ziel vor, 2010 vor allem mit dem Insignia, dem Astra und dem neuen Meriva den Marktanteil zu steigern.
Der traditionsreiche Autobauer kämpft seit mehr als einem Jahr ums Überleben. Bis Ende Januar will Reilly ein Sanierungskonzept vorlegen. Das Konzept ist die Grundlage für Verhandlungen über Staatshilfen. GM hat den Bedarf auf 3,3 Milliarden Euro beziffert, rund 2,7 Milliarden sollen nach den Vorstellungen von GM die Regierungen der Länder aufbringen, in denen Opel Standorte hat. In Deutschland hofft Opel auf Hilfe vom Bund sowie von den Ländern Hessen (Standort Rüsselsheim), Nordrhein-Westfalen (Bochum), Rheinland-Pfalz (Kaiserslautern) und Thüringen (Eisenach).
Bis zu 9000 Stellen könnten wegfallen
GM hatte angekündigt, im Zuge der Opel-Sanierung in Europa bis zu 9000 Stellen zu streichen, einen Großteil davon in Deutschland. Von der Belegschaft verlangt der Konzern über Lohnverzicht einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro. Die Arbeitnehmer sind prinzipiell zu Zugeständnissen bereit, haben diese aber an einen Forderungskatalog geknüpft.
Wirtschaftlich geht es nach Reillys Prognose mit Opel frühestens 2011 wieder bergauf. Er sei zuversichtlich, dass Opel dann profitabel sein könne. Im laufenden Jahr werde Opel die Krise auf dem westeuropäischen Automarkt nochmals zu spüren bekommen. 2009 verkauften Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall rund 1,2 Millionen Autos nach 1,4 Millionen im Jahr zuvor.
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