Wolfgang Porsche zuversichtlich
Ein Silberstreif am Horizont
dpa/lsw, veröffentlicht am 28.01.2010
Stuttgart - Porsche sieht nach den dramatischen Absatzeinbrüchen in den vergangenen Monaten erste Anzeichen für eine Erholung. "Wir rechnen mit einer leichten Verbesserung", sagte Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche am Donnerstag in Stuttgart. "Aber wir erwarten auch keinen gravierenden Höhenflug." Die Lage stabilisiere sich auf niedrigem Niveau. Der neue Porsche-Holding-Chef Martin Winterkorn legt auf der Hauptversammlung an diesem Freitag vorläufige Zahlen des Sportwagenbauers für das erste Halbjahr 2009/10 (31. Januar) vor.
Für den VW-Chef ist es der erste Auftritt als Porsche-SE- Vorstandsvorsitzender bei einem Aktionärstreffen der Stuttgarter. Es ist zudem die erste Hauptversammlung nach der geplatzten VW- Übernahme. Im Mittelpunkt dürfte die Frage stehen, warum sich Porsche dabei so fatal verhoben hat. Vor allem Ex-Chef Wendelin Wiedeking wird dafür herbe Kritik der Aktionäre einstecken müssen. Der Manager wird aber nicht bei dem Treffen erwartet.
Streit über Entlastung Wiedekings
Die Entlastung Wiedekings und seines damaligen Finanzvorstandes Holger Härter für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/09 (31. Juli) soll wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens verschoben werden. Die juristischen Folgen der Übernahmeschlacht dürften dennoch Stoff für hitzige Debatten liefern. Aktionäre fordern, die beiden Ex-Vorstände nicht zu entlasten. Die Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe der Marktmanipulation. Außerdem hat eine Gruppe von US-Investmentfonds Porsche und die früheren Manager wegen undurchsichtiger Aktiengeschäfte verklagt. Porsche weist die Vorwürfe zurück.
Die Stuttgarter hatten sich mit schwer durchschaubaren Aktiengeschäften vor zwei Jahren die Mehrheit an Volkswagen gesichert und den Kurs zeitweise in schwindelerregende Höhen getrieben. Am Ende verhoben sich Wiedeking und Härter, häuften einen gewaltigen Schuldenberg an und mussten schließlich Ende Juli 2009 ihren Hut nehmen. Porsche soll nun schrittweise in den VW-Konzern integriert werden.
Katar will Sitz im Aufsichtsrat
Nach der missglückten Übernahme war der Wüstenstaat Katar mit zehn Prozent bei der Sportwagenschmiede eingestiegen. Das Emirat will sich nun auch Einfluss im Aufsichtsrat der Stuttgarter sichern. Die Aktionäre sollen Scheich Jassim Bin Abdulaziz Bin Jassim Al-Thani für vier Jahre zum Aufseher wählen. Der Scheich würde dort den Platz von Hans-Peter Porsche, dem Bruder von Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche, einnehmen. Winterkorn sagte am Donnerstag in Stuttgart, Veränderungen in der Geschäftspolitik und Ausrichtung bei Porsche werde es dadurch nicht geben.
Ein Streitpunkt bei dem Aktionärstreffen dürfte sein, dass der Sportwagenbauer trotz der Milliardenverluste im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Dividende ausschütten will. Möglich wird das, weil Porsche eine Milliarde Euro aus seinen Rücklagen nimmt und so nach Handelsgesetzbuch einen Bilanzgewinn von 8,2 Millionen Euro ausweist.
Porsche kämpft auch im neuen Geschäftsjahr wegen der Absatzkrise mit massiven Einbrüchen. Im ersten Quartal waren die Erlöse um 30,5 Prozent eingebrochen, die Verkäufe um knapp 40 Prozent. Von 2011 an wollen die Stuttgarter ihr Geschäftsjahr an das Kalenderjahr anpassen. Die Aktionäre müssen dem noch zustimmen. Außerdem soll beschlossen werden, dass alle Vorstände künftig ihr Gehalt offenlegen müssen.
Für den VW-Chef ist es der erste Auftritt als Porsche-SE- Vorstandsvorsitzender bei einem Aktionärstreffen der Stuttgarter. Es ist zudem die erste Hauptversammlung nach der geplatzten VW- Übernahme. Im Mittelpunkt dürfte die Frage stehen, warum sich Porsche dabei so fatal verhoben hat. Vor allem Ex-Chef Wendelin Wiedeking wird dafür herbe Kritik der Aktionäre einstecken müssen. Der Manager wird aber nicht bei dem Treffen erwartet.
Streit über Entlastung Wiedekings
Die Entlastung Wiedekings und seines damaligen Finanzvorstandes Holger Härter für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/09 (31. Juli) soll wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens verschoben werden. Die juristischen Folgen der Übernahmeschlacht dürften dennoch Stoff für hitzige Debatten liefern. Aktionäre fordern, die beiden Ex-Vorstände nicht zu entlasten. Die Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe der Marktmanipulation. Außerdem hat eine Gruppe von US-Investmentfonds Porsche und die früheren Manager wegen undurchsichtiger Aktiengeschäfte verklagt. Porsche weist die Vorwürfe zurück.
Die Stuttgarter hatten sich mit schwer durchschaubaren Aktiengeschäften vor zwei Jahren die Mehrheit an Volkswagen gesichert und den Kurs zeitweise in schwindelerregende Höhen getrieben. Am Ende verhoben sich Wiedeking und Härter, häuften einen gewaltigen Schuldenberg an und mussten schließlich Ende Juli 2009 ihren Hut nehmen. Porsche soll nun schrittweise in den VW-Konzern integriert werden.
Katar will Sitz im Aufsichtsrat
Nach der missglückten Übernahme war der Wüstenstaat Katar mit zehn Prozent bei der Sportwagenschmiede eingestiegen. Das Emirat will sich nun auch Einfluss im Aufsichtsrat der Stuttgarter sichern. Die Aktionäre sollen Scheich Jassim Bin Abdulaziz Bin Jassim Al-Thani für vier Jahre zum Aufseher wählen. Der Scheich würde dort den Platz von Hans-Peter Porsche, dem Bruder von Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche, einnehmen. Winterkorn sagte am Donnerstag in Stuttgart, Veränderungen in der Geschäftspolitik und Ausrichtung bei Porsche werde es dadurch nicht geben.
Ein Streitpunkt bei dem Aktionärstreffen dürfte sein, dass der Sportwagenbauer trotz der Milliardenverluste im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Dividende ausschütten will. Möglich wird das, weil Porsche eine Milliarde Euro aus seinen Rücklagen nimmt und so nach Handelsgesetzbuch einen Bilanzgewinn von 8,2 Millionen Euro ausweist.
Porsche kämpft auch im neuen Geschäftsjahr wegen der Absatzkrise mit massiven Einbrüchen. Im ersten Quartal waren die Erlöse um 30,5 Prozent eingebrochen, die Verkäufe um knapp 40 Prozent. Von 2011 an wollen die Stuttgarter ihr Geschäftsjahr an das Kalenderjahr anpassen. Die Aktionäre müssen dem noch zustimmen. Außerdem soll beschlossen werden, dass alle Vorstände künftig ihr Gehalt offenlegen müssen.
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