Stuttgarter Zeitung online | Zeitungsgruppe Stuttgart |  Dienstag, 16. März 2010
Stuttgart & Region
ePaper |  Mobil |  RSS |  Kontakt |  Sitemap

Remshalden

Stromfalle für die Exfreundin

Lukas Jenkner, veröffentlicht am 05.02.2010
Foto: AP

Remshalden - Einen perfiden Anschlag auf das Leben seiner Exfreundin soll ein 32 Jahre alter Mann verübt haben, der seit Donnerstag in Stuttgart vor Gericht steht. Laut der Anklage soll er sich zwischen dem 21. und 23.Juli in die Garage seiner Exfreundin in Remshalden-Geradstetten (Rems-Murr-Kreis) geschlichen haben. Dort verband er demnach den metallenen Türriegel des Garagentors per Stromkabel mit einer Steckdose. Der Mann soll geplant haben, die Frau mit einem starken Stromschlag tödlich zu verletzen.


Weitere Artikel
zum Thema
Die Frau kam mit dem Schrecken davon, was nach dem Ergebnis der Ermittlungen jedoch ein reiner Zufall war. Als sie am 23.Juli gegen 15 Uhr nach mehrtägiger Abwesenheit das Garagentor geöffnet hatte, war der Boden unter ihr nämlich trocken, außerdem trug die heute 33-Jährige zu jenem Zeitpunkt schlecht leitende Schuhe.

Exfreundin wurde vorher belästigt


Der jetzt angeklagte Exfreund geriet schnell in Verdacht. Laut dem damaligen Polizeibericht hatte der Mann die 33-Jährige nach dem Ende ihrer rund eineinhalbjährigen Beziehung massiv per SMS belästigt. Nach dem Verdächtigen wurde mit einem internationalen Haftbefehl gesucht, weil er in seinem Geburtsort Schramberg im Schwarzwald oder in der Schweiz vermutet wurde. Tatsächlich nahm ihn die Kantonspolizei Thurgau am 6.August fest.

Nun muss er sich wegen versuchten Mordes aus Heimtücke verantworten. Bei der Polizei hatte der Industrieelektriker angegeben, dass er seiner Exfreundin nur einen üblen Streich habe spielen wollen. Die von ihm gestellte Falle, so der Mann seinerzeit, wäre niemals tödlich gewesen. Laut einem Sachverständigen soll die Vorrichtung jedoch geeignet gewesen sein, einen Menschen lebensgefährlich zu verletzten.

Der Mann will sich laut seinem Verteidiger am Donnerstag kommender Woche über sein Leben äußern, aber zu den Vorwürfen schweigen. Ob nächste Woche auch das mutmaßliche Opfer vernommen werden kann, ist zurzeit noch offen. Die Frau soll in diesen Tagen Mutter geworden sein.


Kommentare (0)
Weitere Artikel

Alle Artikel anzeigen
Anzeigen

Machen Sie bei unserem Oster-Gewinnspiel mit. Der Gewinner darf sich über einen Einkaufsgutschein im Wert von 400,- Euro von unserem Partner Transvelo freuen. klicken Sie hier!

Peter Kraus live

Die Stuttgarter Zeitung bietet ihren Abonnenten vergünstigte Karten für das Open-Air-Konzert von Peter Kraus.

Jetzt Karten sichern mehr
Aktuelle Leser-Kommentare
Aus dem Artikel "1000 Liter Dieselöl ausgelaufen"
genau
Von rixx
Aus dem Artikel "Viel Dreck - und niemand ärgert sich"
Was ist denn "Pro Stuttgart21"?
Von bin so dankbar für eine gute Quelle
Aus dem Artikel "Mappus mahnt Entscheidung an"
Donautal bei Ehingen und Nordschwarzwald - Endlager könnten kommen!
Von Einstein
Aus dem Artikel "Viel Dreck - und niemand ärgert sich"
Wie recht Sie haben... @Josh von Staudach
Von Dottore S.
Aktuelle Videos

Eine Reise wert

Auf der Sonnenseite des Schwarzwalds

ANZEIGE Auszeit in einer bezaubernden Urlaubsidylle. Die Ferienregion ist idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Rings um Sasbachwalden liegen in alle Himmelrichtungen verstreut sehenswerte Orte und Attraktionen. mehr
Veranstaltungen

16.03. | Club Bett

Salsa Romántica

Let's livin' la vida loca! mehr
Finden Sie
Heute können Sie aus 306 Veranstaltungsterminen auswählen
StZ ePaper
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
Für Abonnenten

Für Käufer
Hier können sie sich über Preise informieren, Abos abschließen oder Einzelexemplare kaufen.
Anzeige



 
nach oben