Wahl in Böblingen
Keiner schafft 50-Prozent-Hürde
Günter Scheinpflug, veröffentlicht am 08.02.2010
Böblingen - Bei der Oberbürgermeisterwahl in Böblingen hat keiner der Kandidaten die 50-Prozent-Marke übersprungen. Zwar hatte Wolfgang Lützner (CDU) mit 46,1 Prozent der gültigen Stimmen die Nase gestern klar vorn. Doch es entscheidet sich erst am 21.Februar, wer der Nachfolger von Alexander Vogelgsang wird, der nach 24 Amtsjahren altershalber aufhört. Lützners schärfster Konkurrent Andreas Paust (SPD) bekam 35,5 Prozent. Den beiden Favoriten hat der parteilose Johannes Söhner die meisten Stimmen streitig gemacht: Er konnte 16,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Ob er bei der Stichwahl erneut antritt, ließ er am Sonntagabend ebenso offen wie der ebenfalls parteilose Mahmoud Schlather, der abgeschlagen auf dem vierten Platz landete. Er erreichte 1,3 Prozent der Stimmen.
Die Wahlbeteiligung lag bei 40,8 Prozent. Das Zittern in den Lagern der SPD und der CDU begann um 18.11 Uhr, als die erste Schnellmeldung über die Leinwand im großen Sitzungssaal des Rathauses flimmerte. Als zunächst 51,7 Prozent für Lützner und 29,1 Prozent für Paust aufschienen, wurde das unter den Beobachtern als nicht sehr aussagekräftig bewertet. Das Stimmenverhältnis zwischen den Hauptkontrahenten könne sich noch ändern. Nach der Auszählung aller 49 Wahlbezirke um 18.58 Uhr betrug der Vorsprung von Wolfgang Lützner, dem Bürgermeister von Süßen im Kreis Göppingen, etwa zehn Prozentpunkte gegenüber dem Dortmunder SPD-Fraktionsgeschäftsführer Paust. Der 49-jährige Lützner hatte die Wahl eigentlich schon in der ersten Runde für sich entscheiden wollen. "Eine Sau kann man schätzen, einen Wahlausgang nicht", sagte er. Er werde jetzt noch einmal "richtig Gas geben", kündigte der Christdemokrat an.
Lützner, dem auch die Freien Wähler den Rücken stärken, zeigte sich zuversichtlich, das Rennen am 21. Februar für sich entscheiden zu können. Dabei verwies er auf seine Kompetenz und Erfahrungen in der Kommunalpolitik, die er seit elf Jahren als Chef in der 10.500 Einwohner zählenden Gemeinde erworben habe. Der Dortmunder Paust, der nicht nur von der SPD, sondern auch von den Grünen unterstützt wird, zeigte sich "nicht enttäuscht" von seinem Ergebnis. Er habe seine Wähler mobilisieren können und sei von einem zweiten Urnengang ausgegangen, erklärte er. Lützner wie Paust spekulieren nun darauf, dass Johannes Söhner kein zweites Mal antritt.
Seine Entscheidung will der 44-jährige Böblinger Diakon und Jugendreferent heute bekannt geben. "Ich bin stolz auf das Ergebnis. Jetzt werden wir erst einmal feiern", sagte Söhner. Der SPD-Fraktionschef Herbert Protze ist sich sicher, dass Paust das Blatt noch wenden kann. Er solle noch mehr betonen, dass er die Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen wolle. Das plant aber auch Lützner, der stets unterstrichen hat, den Wirtschafts- und Einzelhandelsstandort Böblingen stärken zu wollen. Nichts auszusetzen hatten die Kandidaten an der Wahlbeteiligung von 40,8 Prozent. "Sie liegt im normalen Bereich einer Oberbürgermeister-Wahl im Land", erklärte Wolfgang Lützner.
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"Richtig Gas geben"
Die Wahlbeteiligung lag bei 40,8 Prozent. Das Zittern in den Lagern der SPD und der CDU begann um 18.11 Uhr, als die erste Schnellmeldung über die Leinwand im großen Sitzungssaal des Rathauses flimmerte. Als zunächst 51,7 Prozent für Lützner und 29,1 Prozent für Paust aufschienen, wurde das unter den Beobachtern als nicht sehr aussagekräftig bewertet. Das Stimmenverhältnis zwischen den Hauptkontrahenten könne sich noch ändern. Nach der Auszählung aller 49 Wahlbezirke um 18.58 Uhr betrug der Vorsprung von Wolfgang Lützner, dem Bürgermeister von Süßen im Kreis Göppingen, etwa zehn Prozentpunkte gegenüber dem Dortmunder SPD-Fraktionsgeschäftsführer Paust. Der 49-jährige Lützner hatte die Wahl eigentlich schon in der ersten Runde für sich entscheiden wollen. "Eine Sau kann man schätzen, einen Wahlausgang nicht", sagte er. Er werde jetzt noch einmal "richtig Gas geben", kündigte der Christdemokrat an.
Tritt Johannes Söhner noch einmal an?
Lützner, dem auch die Freien Wähler den Rücken stärken, zeigte sich zuversichtlich, das Rennen am 21. Februar für sich entscheiden zu können. Dabei verwies er auf seine Kompetenz und Erfahrungen in der Kommunalpolitik, die er seit elf Jahren als Chef in der 10.500 Einwohner zählenden Gemeinde erworben habe. Der Dortmunder Paust, der nicht nur von der SPD, sondern auch von den Grünen unterstützt wird, zeigte sich "nicht enttäuscht" von seinem Ergebnis. Er habe seine Wähler mobilisieren können und sei von einem zweiten Urnengang ausgegangen, erklärte er. Lützner wie Paust spekulieren nun darauf, dass Johannes Söhner kein zweites Mal antritt.
Seine Entscheidung will der 44-jährige Böblinger Diakon und Jugendreferent heute bekannt geben. "Ich bin stolz auf das Ergebnis. Jetzt werden wir erst einmal feiern", sagte Söhner. Der SPD-Fraktionschef Herbert Protze ist sich sicher, dass Paust das Blatt noch wenden kann. Er solle noch mehr betonen, dass er die Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen wolle. Das plant aber auch Lützner, der stets unterstrichen hat, den Wirtschafts- und Einzelhandelsstandort Böblingen stärken zu wollen. Nichts auszusetzen hatten die Kandidaten an der Wahlbeteiligung von 40,8 Prozent. "Sie liegt im normalen Bereich einer Oberbürgermeister-Wahl im Land", erklärte Wolfgang Lützner.
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