Autobauer Opel
Tausende Stellen werden gestrichen
apn, veröffentlicht am 09.02.2010
Frankfurt/Main - Der angeschlagene Autobauer Opel streicht nach Angaben von Konzernchef Nick Reilly in Europa 8300 Stellen. Betroffen sind 1300 Jobs in der Verwaltung und 7000 in der Produktion, wie das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage seines Sanierungskonzept mitteilte. Allein in Deutschland fallen demnach 3911 Stellen weg. Reilly kündigte zugleich an, der Mutterkonzern General Motors wolle in den nächsten fünf Jahren 11 Milliarden Euro in Opel und die Schwestermarke Vauxhall investieren.
Während der Übergangsphase seien 3,3 Milliarden Euro zur Finanzierung des Betriebs erforderlich. GM habe bereits 650 Millionen Euro bereitgestellt und benötige nun insgesamt 2,7 Milliarden Euro als Darlehen oder Darlehensgarantien von den Regierungen der Standortländer.
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Kommentare (2)
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ich-kanns-nimmer-hören,
10.02.2010
Opel- Marktwirtschaft ad absurdum
Ich dachte immer, Marktwirtschaft regele sich durch Angebot und Nachfrage im wesentlichen von selbst. Für die Leiche Opel scheint dies nicht zu gelten. Hier werden seit vielen Jahren Produkte produziert, die nicht entsprechend nachgefragt werden, zumindest nicht zu dem Preis und in der Stückzahl, das es annähernd kostendeckend wäre.
Nun soll also der Staat einem unter die Arme greifen, der auch nur das produziert, was unzählige andere in gleicher Weise (vielleicht intelligenter und günstiger) herstellen. Oder dient die Unterstützung nur dem Zweck, das Säckel der unzähligen Manger bei GM zu füllen?
Als gerade in Baden-Württembeg in den 70 und 80 er Jahren unzählige Industriebetriebe der Feinwerktechnik, Uhren- und Unterhaltungsindustrie zu Grunde gingen, wurde nirgendwo so laut und heftig nach staatlicher Unterstützung geschrien, wie dies jetzt im Falle Opel getan wird.
Aber wer am lautesten schreit dem wird wohl am ehesten geholfen, und es geht ja schließlich um unser heilix Blechle, da ist uns nix zu teuer.
Nun soll also der Staat einem unter die Arme greifen, der auch nur das produziert, was unzählige andere in gleicher Weise (vielleicht intelligenter und günstiger) herstellen. Oder dient die Unterstützung nur dem Zweck, das Säckel der unzähligen Manger bei GM zu füllen?
Als gerade in Baden-Württembeg in den 70 und 80 er Jahren unzählige Industriebetriebe der Feinwerktechnik, Uhren- und Unterhaltungsindustrie zu Grunde gingen, wurde nirgendwo so laut und heftig nach staatlicher Unterstützung geschrien, wie dies jetzt im Falle Opel getan wird.
Aber wer am lautesten schreit dem wird wohl am ehesten geholfen, und es geht ja schließlich um unser heilix Blechle, da ist uns nix zu teuer.
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