Foto: stz
Nur zwei Prozent der Erwerbstätigen erwarten, dass sie in fünf Jahren arbeitslos sein werden. Dieses Ergebnis hat das Institut für Marktforschung in Leipzig ermittelt. Fast zwei Drittel glauben, dass ihr eigener Arbeitsplatz auf absehbare Zeit sicher ist. In Ostdeutschland sind 56 Prozent dieser Ansicht, in Westdeutschland sogar 67 Prozent. Nicht einmal die Hälfte der Beschäftigten würden laut dieser repräsentativen Umfrage für eine neue Stelle den Wohnort wechseln. Die meisten würden aber längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. 57 Prozent wären zum Beispiel bereit, bis zu einer Stunde je Wegstrecke zu pendeln. Vier von fünf Befragten hielten auch Lohneinbußen für akzeptabel, wenn sie unter dieser Bedingung den Arbeitsplatz sichern könnten. Jeder vierte würde Abschläge von fünf hinnehmen, jeder Dritte sogar zehn Prozent weniger Geld.
Die Höhe des Verdienstes spielt für 37 Prozent der Befragten eine zentrale Rolle bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Noch wichtiger aber sind verlässliche Arbeitszeiten (56 Prozent) und eine interessante Beschäftigung (73 Prozent). Frauen erscheinen laut Umfrage weniger mobil und flexibel als Männer: Sie sind in geringerer Zahl zu berufsbedingten Umzügen bereit und legen deutlich mehr Wert auf einen geregelten Feierabend.
Glaubt man dem US-Ökonomen Jeremy Rifkin, werden die Deutschen in Zukunft weit mehr Freizeit haben, als ihnen lieb ist. „Wir vollziehen gerade einen Wandel hin zu einem Markt, der zum allergrößten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert“, sagt Rifkin im Interview mit der Stuttgarter Zeitung. „Bis 2010 werden nur noch zwölf Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Fabriken gebraucht. Bis 2020 werden es weltweit nur noch zwei Prozent sein.“ Die deutsche Diskussion um die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland hält Rifkin für Augenwischerei. „Der wirkliche Jobkiller ist der technologische Fortschritt. Aber davon hören Sie von den Politikern kein Wort“, sagt Rifkin, der seit 1977 ein eigenes Wirtschaftsforschungsinstitut in Washington führt.
Die Höhe des Verdienstes spielt für 37 Prozent der Befragten eine zentrale Rolle bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Noch wichtiger aber sind verlässliche Arbeitszeiten (56 Prozent) und eine interessante Beschäftigung (73 Prozent). Frauen erscheinen laut Umfrage weniger mobil und flexibel als Männer: Sie sind in geringerer Zahl zu berufsbedingten Umzügen bereit und legen deutlich mehr Wert auf einen geregelten Feierabend.
Glaubt man dem US-Ökonomen Jeremy Rifkin, werden die Deutschen in Zukunft weit mehr Freizeit haben, als ihnen lieb ist. „Wir vollziehen gerade einen Wandel hin zu einem Markt, der zum allergrößten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert“, sagt Rifkin im Interview mit der Stuttgarter Zeitung. „Bis 2010 werden nur noch zwölf Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Fabriken gebraucht. Bis 2020 werden es weltweit nur noch zwei Prozent sein.“ Die deutsche Diskussion um die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland hält Rifkin für Augenwischerei. „Der wirkliche Jobkiller ist der technologische Fortschritt. Aber davon hören Sie von den Politikern kein Wort“, sagt Rifkin, der seit 1977 ein eigenes Wirtschaftsforschungsinstitut in Washington führt.
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