Architektur und Denkmalschutz „Denkmalschutz ist Klimaschutz“
Was sind die größten Abriss-Sünden im Land, wie können alte Gebäude in Stuttgart und anderswo besser und leichter geschützt werden? Das hat sich die Landtagsabgeordnete Barbara Saebel gefragt und ein Denkmalnetz für Baden-Württemberg gegründet.
10 Bilder
Foto imago images/Arnulf Hettrich/Arnulf Hettrich via www.imago-images.de
1 / 10
Nicht nur Schlösser und Burgen, Gebäude aus dem 20. Jahrhundert sind ebenso schützenswert. Dafür setzt sich Barbara Saebel ein – auch die Villa von Hans Scharoun auf dem Killesberg steht unter Denkmalschutz.
Foto imago images/Arnulf Hettrich/Arnulf Hettrich via www.imago-images.de
2 / 10
Denkmalschutz muss auch politisch gewollt sein: Die Stadt Stuttgart hat vom Bund die unter Denkmalschutz stehende Siedlung auf dem Weißenhof übernommen, die Städtische Wohnbaugesellschaft Stuttgart (SWSG) kümmert sich um Erhalt und Instandsetzung, so wie etwa beim Mietshaus Ludwig Mies van der Rohe. Die Siedlung wurde 1927 vom Deutschen Werkbund unter der Leitung von Ludwig Mies van der Rohe von führenden Vertretern des Neuen Bauens errichtet, teilweise unter Verwendung experimenteller Materialien.
Foto LICHTGUT/Max Kovalenko
3 / 10
Alte Gebäude zu retten und eventuell für neue Nutzungen umzubauen, erfordert Mut und Kreativität, oft sind es Privatpersonen, die so etwas unternehmen: der ehemalige Stuttgarter Bunker, entworfen von Paul Bonatz, wird beispielsweise von Architektin Shirin Frangoul-Brückner von Atelier Brückner in ein Wohnhaus umgebaut.
Foto Sichtlichmensch/Andreas Reiner
4 / 10
Der angehende Architekt Andreas Stenzel saniert die leer stehende Sommervilla des Bankiers Kilian von Steiner in Bad Niedernau im Kreis Tübingen und wird dafür auch vom Land, das Denkmalschutz fördert, finanziell unterstützt..
Foto Sichtlichmensch/Andreas Reiner
5 / 10
Steiner ließ im 19. Jahrhundert auch noch einen Gartenpavillon errichten, der ebenfalls saniert werden muss. Hier die Rückseite des Gartenpavillons. Zwischen Salon und Speisesaal war eine zum Wald hin geöffnete Ruheliegefläche – überdacht und zugleich offen, so konnten die Damen und Herren auch bei Regen im Liegestuhl die gute Luft atmen.
Foto Elia Schmid
6 / 10
Eine Gründzeitvilla in Stuttgart wurde von Bauherren und ihrem Architekten liebevoll saniert. Das Gebäude ist ebenfalls auf der Liste der Denkmalschutzbehörde.
Foto Horst Rudel
7 / 10
Experimentelle Beton-Rundungen als Wohnhaus sind auch schützenswert – in Leinfelden-Echterdingen steht das Architektenhaus von Michael Balz unter Denkmalschutz.
Foto LICHTGUT/Max Kovalenko
8 / 10
Auf die Idee, architektonische Schönheiten wie das aus dem 18. Jahrhundert stammende Schloss Solitude, gebaut von den Architekten Johann Friedrich Weyhing und Philippe de La Guêpière, abzureißen? Darauf kommt glücklicherweise keiner, doch . . .
Foto imago stock&people/imago stock&people
9 / 10
. . . Juwele wie die von Architekt Martin Elsässer entworfene Stuttgarter Markthalle von 1914 wären in der Nachkriegszeit beinahe abgerissen worden. Inzwischen steht das Gebäude unter Denkmalschutz
Foto IMAGO/Michael Weber/IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER
10 / 10
Oft sind ganze Häuserzeilen und Viertel denkmalschutzwürdig, weil sie auch das Stadtbild prägen und von der Geschichte des Ortes erzählen. Blick über Neckar auf die Altstadt, Stocherkähne, die Stiftskirche St. Georg in Tübingen.