Bad Cannstatt Auf Stuttgarts größter Kirchenbaustelle
Ein Sanierungsfall, der sich noch eine Weile hinziehen wird. Doch was passiert gerade an der Cannstatter Stadtkirche hinter den Kulissen? Ein Besuch in schwindelerregender Höhe auf dem höchsten Punkt der Baustelle.
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Bauherr Dekan Eckart Schultz-Berg am höchsten Punkt der Stadtkirchen-Baustelle.
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Die Stadtkirchenbaustelle in Bad Cannstatt. Der 35 Meter hohe Turm wird gerade saniert und ist über einen Aufzug von außen erreichbar.
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Steinmetz Christoph Melchior zeigt die schadhafte Knospe aus Schiefersandstein am Renaissance-Stadtkirchenturm. Die Schieferplatten darunter sind lose und zerbrochen.
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Der Stein ist durch die Luftverschmutzung der siebziger Jahre geschädigt.
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Diplom-Restaurator Luzius Kürten (links) und Restaurator Albert Kieferle bei der Begutachtung der Arbeiten in 35 Meter Höhe.
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Kieferle weiß genau, was an den Steinen zu machen ist. Hier zeigt er die Schadstelle am Stein, weil Mörtel locker war. Die Menge war etwa drei Kilo schwer und passte in eine Hand. Es bestand akute Gefahr, dass der Mörtel herunterfällt.
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Ausgebesserte Steine an der Stadtkirche, fachgerecht verfugt.
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Neuer und alter Stein beieinander. Immer wird geprüft, wie das Wasser abfließt, damit es nicht in die Steine eindringt.
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Auch Architekt Mathias Riebelmann von Nike Fiedler Architekten begutachtet die Steine. Die gelben Kleber weisen auf Schadstellen am Stein hin.
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Hier werden Bleifugen eingesetzt an der Strebenpfeilerabdeckung der Stadtkirche.
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Auch die Rosette an der Cannstatter Stadtkirche muss erneuert werden.
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Im Dachstuhl wurden Holzbalken erneuert. Und das Gebälk erzählt Geschichte von Flößern und ausgeklügeltem Modul-Bauwerk.
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In die Fichtenbalken im Dachstuhl der Stadtkirche wurden Eichennägel eingearbeitet.
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Die runden Löcher in den Balken des Dachstuhls verweisen auf die Flößer. Denn die Balken wurden damals per Floß transportiert.
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Geheimnisvolle Zeichen? In den Balken des Dachstocks haben die Handwerker mit Kürzeln und Markierungen vermerkt, wie die Balken zusammengehören.
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Im Dachstuhl ist die Traufe freigelegt und zeigt Schäden.
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Diese Balken im Dachstock der Stadtkirche haben gefehlt und wurden neu eingesetzt, wie Architekt Mathias Riebelmann zeigt.
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Das Geländer auf dem Turm muss ebenfalls erneuert werden. Ein riesiger Kran wird es in der nächsten Zeit abheben.