Buch über Stuttgarts Weissenhofsiedlung Wie die Weissenhofsiedlung zu einer Weltsensation wurde
Schon vor dem Bau der Weissenhofsiedlung fieberte die Welt der Besichtigung der kleinen Siedlung in Stuttgart entgegen. Wie gelang dieser Coup und lebt es sich heute in den Häusern? Das verrät ein interessantes Buch.
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Foto Evert Marinus von Ojen, 1927 Lempertz/avedition
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Wie lebt es sich in einem der Oud-Reihenhäuser in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung? Das ist in dem Buch „Raumkunst und Visionen“ zu erfahren.
Foto avedition/Evert Marinus von Ojen, 1927/Lempertz
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Reihenhauseingang mit Schlafzimmerbalkon in einem der Oud-Reihenhäuser in der Weissenhofsiedlung.
Foto avedition/Orro Lossen, 1927/Lempertz
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J.J.P. Ouds nur je 72 Quadratmeter große Reihenhäuser waren Teil der Werkbundausstellung auf dem Weissenhof und sind bis heute vermietet. In einem Text sind Wohnerfahrungen der jetzigen Bewohner und Bilder aus dem Inneren der Häuser zu entdecken.
Foto avedition
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Bauatelier Mies van der Rohe: Modell der Weissenhofsiedlung. Ansicht von Südosten. Zielgruppe für die Siedlung waren die „modernen Großstadtmenschen“: „Man baute nicht für die ganz Armen, also für das Existenzminimum, und auch nicht für die Wohlhabenden“, ist in Karin Kirschs Text über Werner Graeff zu lesen.
Foto avedition/Otto Lossen, 1927
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Neben dem Mehrfamilienhaus von Mies van der Rohe entstand auch eines von Peter Behrens. In dem Künstleratelier dort ist heute die Architekturgalerie untergebracht, in der immer wieder spannende Ausstellungen gezeigt werden.
Foto avedition
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Blick ins Buch: Spannend ist der Text von Karin Kirsch über Werner Graeff, ebenso . . .
Foto avedition
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. . . wie Maaike van Rijns Beitrag über den Architekten Werner Pankok (1872-1943), der eher ein Vertreter des Jugendstils war, den Deutschen Werkbund und die Stuttgarer Sezession mitbegründete – und unter anderem auch Dampfschiffe udn Zeppeline ausstattete.
Foto avedition
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Aufschlussreich ist überdies Wolfgang Voigts Text über die Kritiker der Bauhaus-Bewegung und die Vertreter der „Stuttgarter Schule“.
Foto avedition
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Frank Rolf Werner erinnert an die Architekturgalerie in Peter Behrens Mehrfamilienwohnhaus am Weissenhof 30-32 und an seine Zeit als Architekt in den 197023n und 1980ern in Stuttgart.
Foto avedition
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Neben Architektur entstanden in der Werkbund-Ausstellung „Die Wohnung“ 1927 auch Möbel. Axel Bruchhäuser erinnert an Heinz Rasch, der eng mit Mart Stam zusammenarbeitete und an der Realisierung der Kragstühle teilnahm. Rasch hatte Stam auch seinen ersten Sperrholz-Kragstuhl geschenkt.
Foto avedition
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Wie Lilly Reich die Möbel und Wohnideen 1927 in einer Spiegelglashalle in der Stuttgarter Gewerbehallenausstellung präsentierte, darüber informiert Andrea Scholtz in einem ausführlichen Aufsatz. Reich hatte die Begleitausstellung zur Werkbundsiedlung am Weissenhof künstlerisch geleitet.
Foto avedition
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Der Künstler Willi Baumeister entwarf für die Werkbundausstellung verschiedenste Drucksachen – und gestaltete die Schriften für Ausstellungsstände in der Stuttgarter Gewerbehalle, daran erinnert Michael Kimmerle in einem interessanten Text.
Foto avedition
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Die bis hier gezeigten Bilder stammen aus dem großartigen Buch „Die Werkbundsiedlung am Weißenhof. Raumkunst und Visionen“. Hg. Deutscher Werkbund Baden-Württemberg. Verlag avedition, Stuttgart, 116 Seiten, 24 Euro
Foto LICHTGUT/Zophia Ewska
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Neben der Architekturgalerie im Mehrfamilienhaus von Peter Behrens sind . . .
Foto Weissenhofwerkstatt/Brigida González
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. . . in der Weissenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe regelmäßig Ausstellungen zu sehen, ebenso . . .
Foto Weissenhofmuseum/Brigida González
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. . . im Haus Le Corbusier. Das Gebäude . . .
Foto Weissenhofmuseum/Brigida González
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. . . ist das einzige von innen zu besichtigende Haus in der Siedlung, alle anderen Villen- Reihen- und Mehrfamilienhäuser sind bewohnt.
Foto Visualisierung Barkow / Leibinger
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Pünktlich zur Internationalen Bauausstellung IBA 27 soll das Besucher- und Informationszentrum (BIZ) auf dem Weissenhof entstanden sein, der Entwurf stammt von den renommierten Barkow Leibinger Architekten mit Sitz in Berlin, Architektin Regine Leibinger stammt aus Stuttgart. Der Bau soll ökologisch vorbildlich in Holz- und Lehmbauweise erstellt werden.
Foto Visualisierung Atelier Markgraph GmbH, Frankfurt
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Das visuelle Vermittlungskonzept, die Szenografie im BIZ gestaltet das Atelier Markgraph aus Frankfurt am Main, das Büro hat den dazu ausgelobten Einladungswettbewerb „Weissenhof 1927 | 2027+ Moderne erleben“ gewonnen. Im BIZ werden dann auch Ausstellungen über die Weissenhofsiedlung konzipiert.