Buchtipp Architektur Die asketische Architektur von Shigeru Ban
Mit Pappröhren als Material für Häuser wurde der Architekt Shigeru Ban berühmt. Ein Prachtbuch präsentiert wichtige Arbeiten des japanischen Pritzker-Preisträgers – und zeigt ein Gebäude, das er mit dem Stuttgarter Architekten Frei Otto entworfen hat.
17 Bilder
Foto © Hiroyuki Hirai/g
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Rund 60 Quadratmeter große kleine Holzvillen: „Art Biotop Suite Villas“ in Nasu, Tochigi, Japan, 2020.
Foto Taschen Verlag/Hiroyuki Hirai
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Experimente mit Wänden aus Vorhängen: „Curtain Wall House“, Itabashi, Tokyo, Japan, 1995.
Foto Taschen Verlag/Hiroyuki Hirai
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Haus ohne Wände: „Wall-Less House“, Haruizawa, Nagani, Japan, 1997.
Foto Taschen Verlag/Hiroyuki Hirai
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Mit Hilfe von Frei Otto entstanden: „Japan Pavilion“, Expo 2000, Hannover, Germany, 2000. Ein Raumfachwerk mit stützenfreiem Raum und großer Spannweite. 440 Pappröhren mit je 12 Zentimeter Durchmesser und bis zu 40 Meter Länge kamen zum Einsatz. Die Dachabdeckung bestand aus einer Papiermembran aus fünf feuerfesten und wasserabweisenden Schichten.
Foto Taschen Verlag/Michael Moran
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„Nomadic Museum“, Pier 54, New York, United States, 2005; Santa Monica, California, Unated States, 2006; Tokyo, Japan, 2007. Das 206 Meter lange Museumsgebäude aus Stahlcontainern und Pappröhren aus recyceltem Papier wurde in mehreren Städten auf- und ab- und wieder aufgebaut.
Foto Taschen Verlag/Dominic Sansoni
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„Post-Tsunami Rehabilitation Houses“, Kirinda, Hambantota, Sri Lanka, 2007. Shigeru Ban hat in vielen Gebieten auf der Welt, in denen Menschen wegen Naturkatastrophen obdachlos geworden sind, Unterkünfte entworfen, die gut und rasch aufzubauen sind. Hier im Bild Häuser aus Stampflehmziegeln und Holz. Jedes der 50 Häuser hat eine Fläche von 71 Quadratmetern und kostete 13 000 Dollar.
Foto Taschen Verlag/Michael Moran
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Nachverdichtung in der Megastadt: „Cast Iron House“, New York, United States, 2021. Auf dem bestehenden Gebäude aus dem Jahr 1881 hat Shigeru Ban 13 zweistöckige Loft-Wohnungen mit doppelter Raumhöhe aus Weißmetall und Glas entworfen.
Foto Taschen Verlag/Mark Seelen
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Alle gezeigten Fotos und Informationen stammen aus dem lesenswerten Buch „Shigeru Ban Complete Works 1985-today“. Texte auf Deutsch (sowie Englisch und Französisch) von Philip Jodidio. Taschen-Verlag, 696 Seiten, 200 Euro. www.taschen.com. Das Coverbild zeigt das Simose Art Museum in Otake, Hiroshima, Japan, entworfen zwischen 2021-2022.
Foto Taschen Verlag/Didier Boy de la Tour
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„Centre Pompidou-Metz“, Metz, France, 2010. Die geflochtene Dachkonstruktion ist sehenswert – und das Dach. Das ist von einem chinesischen Hut inspiriert, den Ban in einem Pariser Kunstgewerbeladen erstanden hatte.
Foto Taschen Verlag
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Auf Doppelseiten werden die Projekte (hier die nach einem Erdbeben 2011 als Übergangskirche entstandene „Christchurch“ in Neuseeland) mit Bildern. . .
Foto Taschen Verlag
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. . . . und Texten (hier: ein Schulungszentrums-Gebäudekomplex in Südkorea) übersichtlich vorgestellt, . . .
Foto Taschen Verlag
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. . . mit verschiedenen Ansichten und Großaufnahmen (hier: ein Restaurant in Awaji, Hyogo, Japan, von 2021, mit einem Hybridsystem aus Holz- und Papierröhren sowie einem Strohdach).
Foto Taschen Verlag
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Gebäude in Europa, wie der „Swatch/Omega“ Campus in Biel in der Schweiz sind darunter . . .
Foto Taschen Verlag
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. . . und Projekte in Asien – hier der „Kur Park Nagayu“ in Oita, Japan – eine Badeanlage mit Außenbad, 14 kleinen Hütten und einem Restaurant. Hauptmaterialien sind Holz und recyceltes Papier.
Foto Taschen Verlag
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Neben Privatbauten, temporären Häusern in Krisengebieten entwirft Shigeru Ban auch öffentliche Gebäude, Museen zum Beispiel. Im Bild: das „Mount Fuji World Heritage Center“ in Fujinomiya, Shizuoka, Japan.
Foto Taschen Verlag
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Nicht fehlen in dem Buch darf natürlich die transparente öffentliche Toilette in Japan, deren Scheiben bei Benützung milchig werden, so das Privatheit auf den stillen Örtchen möglich ist. Ist die Toilette unbenutzt, kann man sehen, dass sich niemand dort versteckt, der einen ausrauben will zum Beispiel.
Foto IMAGO/ABACAPRESS/IMAGO/Michel Christophe/ABACA
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Shigeru Ban, 1957 in Japan geboren, hat viele Auszeichnungen für sein Werk erhalten, er leitet Architekturbüros in Japan, Frankreich und den USA.