Bußgeldkatalog 2018 So teuer ist es für Verkehrssünder
In Goslar wird derzeit über eine Bußgelderhöhung diskutiert. Wir zeigen, was Falschparken, Rasen und Handy am Steuer aktuell kosten und welche Beleidigung am teuersten ist.
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Ob vergessen zu Blinken oder den Polizisten bei der Kontrolle beleidigen: es gibt nichts, wofür es kein Bußgeld gibt.
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Wer in einer 30er-Zone zu schnell unterwegs ist, wird zur Kasse gebeten. Bei 40 km/h kostet es 15 Euro, bei einer Überschreitung von 21 bis 25 Stundenkilometern 80 Euro plus einen Punkt. Und wer mit 100 km/h durch eine 30er-Zone fährt, zahlt 680 Euro, bekommt zwei Punkte und muss drei Monate auf sein Auto verzichten.
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Nicht zu blinken kostet zehn Euro. Fährt man beim Abbiegen in ein Grundstück oder gefährdet beim Wenden oder Rückwärtsfahren andere Verkehrsteilnehmer, zahlt man 80 Euro und erhält einen Punkt. Wer abbiegt, ohne Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen, der muss 70 Euro zahlen und bekommt ebenfalls einen Punkt.
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Dichtes Auffahren wird hart bestraft: Bei Geschwindigkeiten unter 80 km/h kann es bis zu 35 Euro kosten. Wer bei über 80 Stundenkilometern zu nah auffährt, erhält einen Punkt und muss bis zu 320 Euro zahlen. Bei höheren Geschwindigkeiten ist eine Strafe von bis zu 400 Euro, zwei Punkten und sogar ein dreimonatiges Fahrverbot drin.
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Das wohl schlimmste Vergehen sind Alkohol und Drogen am Steuer. Wer mit mehr als 0,5 Promille unterwegs ist, erhält beim ersten Vergehen eine Strafe von 500 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot. Wer unter Alkoholeinfluss (ab 0,3 Promille) einen Unfall baut oder sich mit mehr als 1,09 Promille ans Steuer setzt, verliert nicht nur seinen Führerschein, sondern muss auch mit einer Freiheits- oder Geldstrafe rechnen.
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Bei Drogen wie Cannabis und Co. sieht die Bestrafung ähnlich aus. Beim ersten Vergehen bedeutet das 500 Euro Strafe, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot. Wer unter Drogeneinfluss den Verkehr gefährdet oder einen Unfall baut, erhält drei Punkte, ist seinen Führerschein los und muss ebenfalls mit einer Freiheits- oder Geldstrafe rechnen.
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Auch für Kennzeichen gibt es Regeln: Schon lange nicht mehr in der Waschanlage gewesen? Ist das Kennzeichen nicht lesbar, kostet es immerhin fünf Euro. 60 Euro muss gezahlt werden, wenn es komplett fehlt.
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Der Strafenkatalog für Beleidigungen ist lang: Von Zunge herausstrecken für 150 Euro, „Dumme Kuh“ für 300 Euro, „Idiot“ für 1500 Euro oder „Alte Sau“ für 2500 Euro. Am teuersten wird es allerdings beim „Stinkefinger“, der wird mit 4000 Euro bestraft. Die Strafen stammen aus diversen Gerichtsurteilen und können individuell abweichen.
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Auf manchen Autobahnen darf der Seitenstreifen befahren werden. Wenn nicht, wird es teuer: Autofahrer die den Seitenstreifen nutzen, um schneller voranzukommen, zahlen 75 Euro und erhalten einen Punkt. Rückwärtsfahren sollte man auf einem Seitenstreifen auch nicht. Das kostet bis zu 195 Euro und einen Punkt.
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Den Führerschein sollte man immer dabei haben, denn sonst kommt ein Bußgeld von zehn Euro auf einen zu. Auch wer seinen verlorenen Führerschein nicht gleich meldet, wird mit zehn Euro zur Kasse gebeten.
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Ein Bußgeld von 80 Euro erhält jeder, der einen Fußgängerweg überfährt, obwohl jemand die Straße überqueren will. Entsteht dadurch ein Unfall, kostet es 120 Euro. Aber Vorsicht: Auch wer auf einem Fußgängerüberweg parkt, wird mit fünf Euro zur Kasse gebeten.
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Geisterfahrer kommen nicht mit ein paar Punkten davon. Ihnen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.
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Über gelbe Ampeln ist wohl jeder schon ein mal gefahren. Hätte man noch gefahrlos bremsen können und tut dies bewusst nicht, werden zehn Euro fällig. Teurer wird es, wenn die Ampel schon rot ist: 90 Euro und einen Punkt macht das. Zeigt die Ampel allerdings schon länger als eine Sekunde lang Rot, so macht das 200 Euro, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.
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Autofahrer die außerhalb von Ortschaften bis zu zehn Stundenkilometer über der Höchstgeschwindigkeit fahren zahlen zehn Euro. Erst bei mehr als 21 km/h zu schnell kommt zu den 70 Euro auch noch ein Punkt dazu. Den Führerschein sicher los ist man ab 41 bis 50 km/h zu viel. Zu langsames Fahren wird übrigens mit 20 Euro bestraft.
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Illegale Autorennen werden zu einem immer größeren Problem. Allein die Teilnahme kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren, eine Geldstrafe und den Verlust des Führerscheins bedeuten.
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Handy am Steuer sieht die Polizei gar nicht gerne, daher fällt das Bußgeld mit 100 Euro und einen Punkt seit 2017 recht hoch aus. Entsteht dadurch ein Unfall oder wird beispielsweise ein Auto beschädigt, kommen zu den 200 Euro und zwei Punkten auch noch ein Fahrverbot von einem Monat dazu.
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Aber auch beim Fahrradfahren darf nicht ohne Bußgeld telefoniert werden. Wird man erwischt, kostet es 55 Euro.
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Falschparken kann ganz schön teuer werden. Auf Geh- oder Radwegen parken wird mit 20 Euro geahndet. Parkt man an engen Stellen, sodass Rettungsfahrzeuge behindert werden, kostet das 60 Euro und macht einen Punkt. In zweiter Reihe zu parken ist mit 20 Euro auch recht teuer. Am tiefsten muss man aber mit 70 Euro und einem Punkt für das Parken auf Autobahnen in die Tasche greifen.
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Immer wieder gesehen: Wer beim Einfahren in einen Kreisverkehr blinkt oder beim Ausfahren nicht blinkt, zahlt zehn Euro. Auch parken sollte man innerhalb eines Kreisverkehrs nicht, denn das kostet bis zu 35 Euro, genau so wie verkehrt herum durch den Kreisel zu fahren.
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Auch wenn nichts mehr geht, gibt es Bußgelder. Motorradfahrer dürfen sich im Stau beispielsweise nicht vorbeischlängeln, außer sie möchten 100 Euro bezahlen und einen Punkt bekommen. Seit 2017 ist neu, dass es 200 Euro kostet und zwei Punkte gibt, wenn man bei stockendem Verkehr keine Rettungsgasse bildet.
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Trotz Blaulicht und Martinshorn den Weg für Einsatzfahrzeuge nicht frei machen wird sogar mit 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot bestraft.
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Auch Tiere müssen angeschnallt oder gesichert werden. Ist dies nicht der Fall, kostet es 35 Euro. Auch seinen Hund aus dem Auto heraus Gassi zu führen ist nicht erlaubt und wird mit fünf Euro bestraft.
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Das Entfernen von der Unfallstelle wird mit drei Punkten bestraft, ebenso wie unterlassene Hilfeleistung. Aber auch, wer die Unfallstelle nicht ausreichend sichert, muss 30 Euro zahlen.
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Polizeikontrollen sind unangenehm, aber wer einfach weiter fährt riskiert ein Bußgeld von 70 Euro und einen Punkt.
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Für ganz Eilige: Auf der rechten Spur überholen kostet innerhalb einer Ortschaft 30 Euro, außerhalb 100 Euro und einen Punkt. Nicht nur zu schnell, sondern auch zu langsam kann bestraft werden: Wer beim Überholen nicht wesentlich schneller ist als der zu Überholende, muss 80 Euro zahlen und bekommt einen Punkt.
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Stopp heißt Stopp. Über ein Stoppschild zu fahren ohne vorher angehalten zu haben wird mit 25 Euro bestraft. Auch an Haltelinien sollten Autofahrer anhalten, sonst kostet es sie zehn Euro.
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Licht an: Wer ohne ausreichend Licht unterwegs ist, zahlt 20 Euro, bei schlechter Witterung wie Nebel, Schnee oder Regen am Tag sogar 60 Euro. Warnblinkanlage ohne Grund anschalten macht fünf Euro, das Benutzen der Lichthupe fünf, wird dadurch ein anderer Fahrer belästigt sogar zehn Euro.