Das macht warm So trotzen Sie der kalten Jahreszeit
Temperaturen wie im Gefrierschrank: Bewegung, Ernährung, Kleidung oder die richtigen Gewürze helfen gegen die Kälte. In unserer Bildergalerie zeigen wir, was warm macht.
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Wer rastet, der friert: Auch Sport im Freien ist bei Minusgraden möglich, sollte aber besonnen angegangen werden. Allgemein ist der Laufstil dem glatten oder gefrorenen Boden anzupassen - lieber vorsichtige Schritte setzen, als hektische Sprints hinlegen. Wichtig vor allem: ...
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... Vor dem Rausgehen gut aufwärmen und dehnen, um Muskeln und Sehnen auf die extreme Belastung vorzubereiten. Fallen die Temperaturen unter minus zehn Grad, sollte man mit Mundschutz oder Schal vor dem Gesicht laufen, um die Lunge vor der kalten Luft zu schützen.
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Je fetter, desto besser: Ein Fettfilm auf der Haut schützt gut vor der Kälte - doch leider kommt die hauteigene Fettproduktion bei kalter Witterung zum Erliegen. Die Folge: Die Hände werden rissig, das Gesicht spannt, die Lippen springen auf. Vor allem wer zu einer langen Schneewanderung aufbricht oder rodeln geht, sollte Fettcremes und Lippenpflegestiften benutzen. Von Cremes mit hohem Wasseranteil raten Experten ab, denn das Wasser verdunstet und kühlt die Haut noch mehr aus.
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Piercings raus! Bei Minusgraden können Piercings an Nase, Augenbrauen oder Mundwinkel einfrieren, für Verletzungen im Gesicht sorgen und zu einer nachhaltigen schwärzlichen Verfärbung der Haut führen. Wenn die Temperatur unter null Grad fällt, sollten die modischen Stecknadelköpfe im Gesicht deshalb besser herausgenommen werden. Gleiches gilt für Ohrringe bei Kindern.
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Kinder nicht zu "Michelin-Männchen" machen: Viele Eltern packen ihre Kinder zum Spaziergang so dick ein, dass sie sich kaum noch bewegen können. Kinderärzte empfehlen stattdessen, dem Nachwuchs leichte und wärmende Skiunterwäsche unter Hose und Jacke zu ziehen, in der sie sich gut bewegen können. In die Schuhe gehören Thermosohlen. Die besonders empfindliche Kinderhaut im Gesicht sollte mit reichhaltiger Fettcreme geschützt werden.
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Natürliche Fußheizung anwerfen: Ein Bad mit ansteigender Temperatur macht die Füße wieder warm und fährt den Kreislauf hoch. Das Fußbad sollte rund 32 Grad warm sein, also nicht zu heiß. Außerdem hilft eine Fußmassage mit Händen oder einer Bürste.
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Auch für Vierbeiner haben Experten Tipps parat: Wenn der Hund beim Gassigehen wegen der Kälte zu zittern anfängt, sollte der Spaziergang abgebrochen werden. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund in Bonn hin. Bei starkem Frost sei es zudem besser, den Hund mehrmals täglich auszuführen, statt lange Spaziergänge zu unternehmen. Alten, kranken und kurzhaarigen Tieren könnten sehr niedrige Temperaturen und beißender Wind besonders zusetzen.
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Bei einem gesunden Hund sei das Fell als natürlicher Wärmeschutz aber grundsätzlich ausreichend, betont der Tierschutzbund. Zusätzliche Winterbekleidung sei allenfalls etwas für kranke oder ältere Tiere. Nach dem Spaziergang sollte der Hund in jedem Fall abgetrocknet und vor Zugluft geschützt werden. Streusalz wird am besten mit lauwarmem Wasser von den Pfoten abgespült.
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Die liebe Batterie...: Wintercheck im Oktober schon durchgefürt? Aber bei dieser Kälte hilft fast nichts mehr. Daher immer wieder alles am Heiligen Blechle kontrollieren oder kontrollieren lassen. Bloß nicht: Bei eisigen Außentemperaturen nicht die Handbremse anziehen, sondern im Rückwärtsgang parken. Nicht vergessen: Türschlossenteiser für Schloss und Tankschloss sowie Dichtungsgummis mit Vaseline einschmieren.
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Was tun bei Diesel im Tank?: Wer stets den zur Jahreszeit passenden Kraftstoff im Tank hat, fährt auf der sicheren Seite – wenn keine unüblichen Temperaturen auftreten. Zudem bauen die Mineralölhersteller meist eine kleine Sicherheitsreserve ein: Der Winterdiesel kann – so die Aussage der Mineralölwirtschaft – durchaus bis minus 22 Grad verwendungsfähig sein. Schwierig bis unmöglich kann der Betrieb eines Dieselfahrzeuges allerdings bei arktischen Temperaturen – also jenseits der minus 20 Grad Celsius – sein. Stets maßgebend und verbindlich sind aber immer die Hinweise und Vorschriften in der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges.
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Viel trinken: Wasser, Tee und Fruchtsäfte können dem Körper von innen helfen, mit der Kälte und der niedrigeren Luftfeuchtigkeit besser klar zu kommen. Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse liefert wichtige Vitamine und unterstützt das Immunsystem, um Erkältungs- und Herz-Kreislauf-Krankheiten vorzubeugen. Entgegen der landläufigen Meinung wärmt Alkohol übrigens nicht. Ärzte raten, die Finger davon zu lassen, denn ...
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... die Glühweintasse in der Hand mag wohlige Wärme ausstrahlen. Doch durch den Alkohol erweitern sich die Blutgefäße und zusätzliche Wärme entweicht dem Körper. Wer getrunken hat, sollte sich nicht lange im Freien aufhalten. Gesund heizen dagegen heiße Zitrone mit Honig und frischer Ingwertee ein. Sowohl der Saft der Zitrusfrucht als auch der der scharfen Wurzel stärken das Immunsystem und regen den Kreislauf an.
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Iss dich warm: Finger weg von kühlenden Lebensmitteln. Auch wenn Südfrüchte lecker schmecken: Die Traditionelle Chinesische Medizin schreibt ihnen eine kühlende Energie zu. Wenn Sie schnell frieren, sollten Sie deshalb im Winter Ihre Ernährung umstellen, um der Frost-Falle zu entgehen: auf Ananas, Bananen, Kiwi und Mandarinen ebenso verzichten wie auf Joghurt, Quark, Blattsalate, Rohkost und Weißwein. Stattdessen lieber zu wärmenden Lebensmitteln wie Lamm, Fenchel, Nüssen und Samen, Truthahn, Ziegenkäse und Rotwein greifen. Wer nicht auf Geliebtes verzichten will, kann die kühlenden Lebensmittel durch wärmende Gewürze neutralisieren. Also zum Beispiel Zimt in den Joghurt oder Chili aufs Obst. Denn...
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... Gewürze können richtig einheizen! Chili, Cayennepfeffer, Tabasco – wer scharfes Essen mag und verträgt, der kann seinen Gerichten im Winter die passende Würze verleihen, um nicht mehr zu frieren. Bei Chilis, Peperonis und Pfefferschoten löst der Inhaltsstoff Capsaicin die typische Hitze und das Brennen im Mund aus. Auch Currypulver und schwarzer Pfeffer heizen ein. Gut für die Verdauung und für ein warmes Gefühl den ganzen Tag lang ist Ingwer. Ein Stück der Knolle klein schneiden und mit heißem Wasser aufgießen. Die Wärme der krautigen Pflanze mit ätherischen Ölen breitet sich im ganzen Körper aus.
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Winterspeck ansetzen erwünscht:Das mag all jene, die sich wegen ihrer zusätzlichen Weihnachtspfunde grämen, freuen: Diätwahnsinnige und Superschlanke frieren mehr. Ein bisschen Speck auf den Hüften darf es sein, vor allem aber erleichtert die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen dem Körper, gegen die Kälte anzuheizen. Übermüdete und kranke Personen erleiden leichter Erfrierungen als gesunde.
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Vitamine! Fest und flüssig bitte!:Sowohl die kalte als auch die trockene Heizungsluft reizen die Schleimhäute. Sie werden anfälliger für Bakterien und Viren. Um einen Schnupfen zu verhindern, sollte man - auch wenn das Durstgefühl nicht drängend scheint - ausreichend trinken. Empfohlen werden Wasser, Kräuter- oder Früchtetees. Da das Immunsystem eiskalt auf die Probe gestellt wird, ist vitaminreiche Ernährung mit frischem Obst und Vitamin-C-haltigem Gemüse wie Brokkoli oder Paprika hilfreich.
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Kurze Kälteimpulse machen resistent: Zugegeben, es kostet ein bisschen Überwindung, sich bei eisigem Wetter absichtlich ins Kalte zu wagen. Wer aber dennoch durch den Schnee stapft oder sich morgens kalt abduscht, kennt das wohlig warme Gefühl, das einen durchströmt, wenn der Kältereiz nachlässt und die Gefäße sich wieder weiten. Positiver Effekt der Kälte-Konfrontation: sie stärkt das Immunsystem, sorgt dafür, dass wir weniger frieren und kann Schmerzen lindern. Unsere Favortiten der frostigen Erfrischungen: Barfuß laufen im Schnee und kalte Güsse.
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Das Zwiebel-Prinzip: Es muss nicht gleich Omas handgestrickter Norweger sein, der so dick ist, dass er unter keine Jacke passt. Empfohlen wird das "Zwiebelprinzip", sich mehrere - nicht zu eng anliegende - Schichten übereinander anzuziehen. Auf diese Weise hält sich die Wärme besser, und sobald man sich in geheizten Räumen aufhält, kann man sich der überflüssigen Lagen entledigen.
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Autowäsche - im Winter?: Auch in der kalten Jahreszeit empfiehlt sich eine regelmäßige Wagenwäsche, denn das Streusalz muss runter. Gegebenenfalls die Türschlösser vorher abkleben, damit kein Wasser eindringt und festfriert. Auch die Türdichtungen sollten mit Hirschtalg oder Glyzerin gefettet werden, damit sie geschmeidig bleiben und nicht anfrieren. Wer bei niedrigen Temperaturen in die Waschanlage fährt, sollte vermeiden, dass der Unterschied zwischen dem vorgeheizten Wasser (etwa 30 Grad) und der Außentemperatur allzu groß ist. Eine Differenz von mehr als 40 Grad kann nämlich dem Lack zusetzen. Unter minus zehn Grad Celsius ist es also nicht ratsam, in die Waschanlage zu fahren.