Einzelkritik für deutsche Handballer Viele mangelhafte Noten für DHB-Team
Die Angriffsleistung ist desolat. Dennoch kommen die deutschen Handballer in ihrem zweiten EM-Hauptrundenspiel gegen Österreich nach einer Aufholjagd noch zu einem 22:22. Wir haben die von Bundestrainer Alfred Gislason eingesetzten Spieler mit einer Einzelkritik bewertet.
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Juri Knorr bestritt gegen Österreich sein 50. Länderspiel – es war eines seiner schlechtesten.
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Andreas Wolff (Note 2) Der bisher so überragende Keeper begann auch in seinem 150. Länderspiel mit klasse Paraden, hielt das deutsche Team vor der Pause (auch mit zwei gehaltenen Siebenmetern) im Spiel, wurde aber von seinem Gegenüber Constantin Möstl (17 Paraden/Wolff 14) sogar noch deutlich übertroffen. In der zweiten Halbzeit mit Problemen bei Würfen aus dem Rückraum.
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David Späth (Note -): Nicht eingesetzt.
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Lukas Mertens (Note 5): Gegen Island saß „Speedy“ zunächst überraschend auf der Bank. Gegen Österreich begann der bisherige „Mister zuverlässig“ wieder für Rune Dahmke. Er zeigte aber eklatante Schwächen im Abschluss. Nach nur zwei Treffern bei fünf Versuchen nahm ihn Gislason zur Pause raus.
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Rune Dahmke (Note 3+): Der Linksaußen vom THW Kiel kam nach der Pause für Mertens. Ein Wurf, ein Treffer. In der Abwehr sehr aufmerksam. Machte am wenigsten falsch.
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Julian Köster (Note 4,5): Der Rückraumspieler vom VfL Gummersbach schuftete an der Seite von Johannes Golla im Innenblock gegen Kreisläufer-Koloss Tobias Wagner. Leistete ein Riesenpensum, brachte vorne aber im viel zu statischen deutschen Angriff auch zu wenig auf die Reihe.
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Sebastian Heymann (Note 5-) Der Rückraumspieler von Frisch Auf Göppingen begann in der Abwehr auf der Halbposition für Philipp Weber, der nur im Angriff spielte. Er kam schlecht ins Spiel, leistete sich einen Fehlpass, dann scheiterte er mit zwei Würfen an dem überragenden Keeper Constantin Möstl. Wurde nur noch zum direkten Freiwurf am Ende gebracht, der drüber ging.
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Martin Hanne (Note 5+): Kam beim 4:6 für kurze Zeit rein, konnte keine Akzente setzen. Nach der Pause beim 15:18 noch einmal, ohne groß etwas zu bewirken.
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Philipp Weber (Note 5): Der Spielmacher begann überraschend für Juri Knorr, kam denkbar schlecht ins Spiel. Seine ersten beiden Würfe parierte Österreichs Keeper Constantin Möstl, seine dritte Aktion war ein Stürmerfoul. In der 13. Minute musste er raus.
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Juri Knorr (Note 4,5) Der Chef-Spielmacher hatte in den ersten vier Spielen 30 Tore erzielt, kam diesmal erst in der 13. Minute, auch weil er im Spiel gegen Island erkältet war. Versuchte viel zu viel mit der Brechstange und aus dem Stand. Es fehlten Auslösehandlungen, die die Rückraum-Halben ins Spiel bringen. Er konnte keine Ruhe ins verunsicherte Team bringen. Im Abschluss wie das komplette Team zu kompliziert, völlig unnötig ein Dreher vor der Pause, den Möstl locker rausfischte. Bewundernswert wie er immer weiter machte – trotz des gebrauchten Tages. Mit sechs Toren bester deutscher Werfer.
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Kai Häfner (Note 5,5): Der Linkshänder vom TVB Stuttgart konnte seine große Erfahrung nicht einbringen und belebte das Angriffsspiel in keinster Weise, wirkte blockiert. Vier Würfe, nur ein Treffer, dazu technische Fehler. Sein schlechtestes Länderspiel. Das ist bisher nicht seine EM.
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Nils Lichtlein (Note -): Der Rückraumspieler von den Füchsen Berlin rückte für seinen U-21-Weltmeister-Kollegen Renars Uscins in den Kader, wurde beim 14:16 kurz für Kai Häfner eingewechselt.
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Christoph Steinert (Note 4,5): Der Mann vom HC Erlangen deckte einigermaßen passabel, wenn er im Angriff gebracht wird, bringt er zu wenig Impulse. Die leuchtende Ausnahme: Sein Treffer zum 22:22-Ausgleich, als er sich ein Herz fasste.
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Timo Kastening (Note 5): Auch der Rechtsaußen scheiterte im Abschluss vier Mal frei vor Keeper Möstl, der beim HC Alpla Hard spielt und vor einem Wechsel zum Bundesligisten TBV Lemgo Lippe steht. Unglaublich diese Verunsicherung der deutschen Angreifer.
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Johannes Golla (Note 3,5): Der Kapitän zeigte an der Seite von Köster im Innenblock Normalform, trieb das Team mit nimmermüdem Elan an. Vorne nicht so durchsetzungsstark (was auch am desolaten Rückraum lag) und nicht so eiskalt im Abschluss wie sonst.
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Jannik Kohlbacher (Note -): Der Back Up am Kreis kam nicht zum Einsatz. Nicht zu bewerten.
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Justus Fischer (Note -): Der 20-Jährige kam beim 14:16 (38.) für Golla, der eine Zeitstrafe absitzen musste. Nicht zu bewerten.