Einzelkritik für DHB-Team Das sind die Noten für die deutschen Handballer gegen Kroatien
Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) hat ihr letztes EM-Hauptrundenspiel gegen Kroatien mit 24:30 verloren. Wir haben die von Bundestrainer Alfred Gislason eingesetzten Spieler mit einer Einzelkritik bewertet.
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Der 20-jährige Kreisläufer Justus Fischer musste gegen Kroatien viel Lehrgeld zahlen und versemmelte wie viele seiner Mitspieler Chancen am Fließband.
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Andreas Wolff (Note 3+): Der Keeper kam super ins Spiel, ließ ab Mitte der ersten Hälfte aber nach, kam auf sechs Paraden. Blieb nach der Pause auf der Bank.
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David Späth (Note 3,5): Kam nach der Pause, lief nach seiner ersten Parade kurz heiß, baute dann wieder ab. Kroatiens Dominik Kuzmanovic stahl beiden mit einer Weltklasse-Leistung (22 Paraden) die Schau.
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Lukas Mertens (Note 4): Ersetzte nach dem Wechsel Rune Dahmke, ohne Akzente zu setzen. Auch er mit unerklärlichen Schwächen im Abschluss.
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Rune Dahmke (Note 3-): Bärenstark in der Abwehr. Vorne mit Licht und Schatten im Abschluss gegen Kuzmanovic. Spielte nur 30 Minuten.
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Julian Köster (Note 3,5): Alfred Gislason gab dem bisher so viel beanspruchten Rückraumspieler vom VfL Gummersbach schon früh Pausen. Das wird ihm mit Blick aufs Halbfinale gut tun. Zeigte schon deutlich bessere Spiele – gerade in der Deckung.
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Sebastian Heymann (Note 3,5): Der Rückraumspieler von Frisch Auf Göppingen drehte vor der Pause so richtig auf, machte drei Tore, dazu ein klasse Assist auf Justus Fischer, und er zeigte viel Mentalität im Rückzug. Mit einem Fehlwurf, einem Fehlpass, einem Stürmerfoul und Schrittfehler startete er denkbar schlecht in Durchgang zwei. Gab nie auf, kam aber nicht mehr ins Rollen.
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Philipp Weber (Note 4 ): Der Spielmacher kam nach 20 Minuten, ihm klebt das Pech beim Abschluss weiter an den Händen.
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Juri Knorr (Note 3,5) Der 23-Jährige durfte wie Köster Kräfte sammeln mit Blick aufs Halbfinale gegen Dänemark. Spielte recht verhalten, versemmelte einen Siebenmeter. Als er Mitte der zweiten Halbzeit wieder kam, konnte er das Blatt nicht mehr wenden.
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Kai Häfner (Note 3,5): Der Linkshänder vom TVB Stuttgart begann druckvoll, hatte ein paar gute Aktionen, leistete sich aber zwei Fehlwürfe, spielte in Durchgang zwei nicht mehr.
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Christoph Steinert (Note 3,5): Machte in der Abwehr keine Fehler, vorne merkt man, dass er kein gelernter Rechtsaußen ist.
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Nils Lichtlein (Note 3): Begann nach der Pause auf der Spielmacherposition, machte ein Tor, leistete sich einen Fehlpass. Er braucht Spielpraxis.
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Renars Uscins (Note 4): Kam nach 19 Minuten für Häfner. Begann entschlossen und mutig, Fehlwürfe und Fehlabgaben blieben aber auch bei ihm nicht aus. Immer extrem willensstark. Aber die Nervenschwäche beim Abschluss ist bei den U-21-Weltmeistern ganz besonders ausgeprägt.
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Timo Kastening (Note 4): Der wieder genesene Rechtsaußen kam kurz vor der Pause ins Spiel, auch der 28-Jährige reihte sich in die Fehlwurforgie gegen Kuzmanovic ein.
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Johannes Golla (Note 3,5): Der Kapitän hatte im Innenblock teils Probleme mit Kreisläufer Veron Nacinovic und auch bei Würfen aus dem Rückraum. Vorne auch an der Fehlerquote beteiligt. Durfte auch Körner sparen.
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Jannik Kohlbacher (Note 3,5): Deckte hinten sehr solide auf der Halbposition, vorne auch er mit schwacher Chancenverwertung.
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Justus Fischer (Note 5): Zeigt, dass ein U-21-Weltmeister in der A-Nationalmannschaft grundsätzlich mithalten kann, aber das große Manko war gegen Kroatien vor allem auch bei ihm die fehlende Konzentration beim Abschluss. Scheiterte viermal glockenfrei an Teufelskerl Kuzmanovic.