Einzelkritik zum VfB Stuttgart Demirovic-Doppelpack und Elferkiller Nübel – VfB zittert sich weiter
Der VfB Stuttgart hat Eintracht Braunschweig bezwungen. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
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Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.
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Alexander Nübel (Note 2,5): Wie in Berlin war der erste Schuss aufs Tor gleich drin. Ein grober Schnitzer des Keepers. Nübel sah bei dem Fernschuss alles andere als gut aus. Ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Seine starke Parade sicherte das Remis zur Pause. Bei allen weiteren Braunschweiger Treffern aus dem Spiel heraus kann man ihn nicht von jeglicher Schuld freisprechen, dafür zeigte er im Elfmeterschießen seine ganze Klasse, hielt drei Straßstöße.
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Lorenz Assignon (Note 3): Flink, technisch versiert, spielte den ersten Ball immer vertikal, ließ aber auch eine Großchance zur Führung in der 37. Minute liegen. Im offensiven Vortrag nicht immer zielstrebig genug. Holte daher aus den sich ihm bietenden Räumen nicht immer das Optimum heraus und war bei beiden Toren von Di Michele Sanchez nicht auf dem Posten. Und dennoch blieb er bis zum Ende kühl, schoss den VfB eine Runde weiter.
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Ramon Hendriks (Note 3): Hellwach, am Boden und in der Luft immer früh dran. Sein weiter Einwurf (30.) leitete eine Undav-Chance ein. Hatte Yardimci immer im Griff. Im Ballbesitz war sein Spielaufbau selten kreativ, er lieferte aber eine insgesamt ordentliche Partie ohne große Ausschläge in jedwede Richtung ab. Traf seinen Strafstoß sicher.
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Finn Jeltsch (Note 3,5): Konzentrierte sich deutlich auf die Defensivaufgaben, seine sonst schwungvollen Ausflüge waren kaum zu sehen. War giftig in den direkten Duellen, räumte so vieles ab und bemühte, wenn nötig, auch den langen Ball. Beim 4:4 war er nicht präsent, dennoch ein solider Auftritt des Youngsters. Ging in der 115. Min völlig entkräftet vom Feld.
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Maximilian Mittelstädt (Note 3): Wie so oft ein Aktivposten auf links, seine erste Flanke führte gleich zum 1:1 durch Demirovic. Ihm unterliefen aber auch mehrere, von ihm eher ungewohnte Defensivschnitzer. Versuchte sich im Spielverlauf auf das Wesentliche zu konzentrieren, was nicht immer gelang. Traf seinen Elfer sicher.
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Angelo Stiller (Note 2,5): Der Taktgeber war im zentralen Mittelfeld im eigenen Ballbesitz anfangs fast ständig unter Gegner-Druck und konnte die Bälle nicht so mühelos wie sonst oft verteilen. Dazu mit einigen ungewohnte Unsauberkeiten wie bei seinem überhastet ausgeführten Freistoß (25.). Mit zunehmender Spieldauer steigerte sich Stiller aber und nahm die gewohnt wichtige Rolle ein – und bereitete das 2:1 durch Demirovic mit einer punktgenauen Hereingabe vor (60.).
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Atakan Karazor (Note 2,5): Solider Auftritt des Kapitäns auf der Position vor der Abwehr, wo Karazor viel mit seinen Mitspielern kommunizierte und Löcher stopfte. Nach seiner Gelben Karte (40.) vorbelastet, was im dem intensiven und zweikampfbetonten Spiel zum Faktor wurde. In der Endphase der Partie war Karazor als passsicherer Ruhepol wichtig. Vom Elfmeterpunkt am Ende souverän.
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Deniz Undav (Note 4): Lief erneut als hängende Spitze auf – wo er Zeit brauchte, um ins Spiel zu finden. Mitte der ersten Hälfte hatte Undav zwei Torabschlüsse aus der Distanz (23.) und nach einem Einwurf (30.), die aber ungefährlich blieben. Nach 70 Minuten wurde er ausgewechselt. Ein eher blasser Auftritt.
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Chris Führich (Note 4): Hatte in der Anfangsphase mehrere vielversprechende und zielstrebige Vorstöße über die linke Außenbahn, setzte dann aber im Verlauf der ersten Hälfte weniger Akzente und traf mitunter falsche Entscheidungen im Passspiel. Insgesamt engagiert und mit vielen Ballaktionen, aber wenig Ertrag.
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Tiago Tomas (Note 4): Der Neuzugang stand erstmals in einem Pflichtspiel in der VfB-Startelf – konnte auf dem rechten Flügel aber wenige Impulse setzen und leistete sich einige Fehlpässe. In der 44. Minute hatte Tomas nach Führich-Steckpass seinen ersten gefährlichen Abschluss aus spitzem Winkel. Das 4:3 bereitete er dann allerdings mit einer starken Aktion auf der Grundlinie vor. Insgesamt dennoch ein ausbaufähiger Auftritt.
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Ermedin Demirovic (Note 1,5): Der 27-Jährige begann erneut im Sturmzentrum und zeigte in der 11. Minute beim 1:1-Ausgleich seine Qualitäten im Strafraum, als er mit dem richtigen Timing einlief und per Kopf (wenn auch abgefälscht) in die lange Ecke traf. Auch bei seinem zweiten Treffer nach Stiller-Hereingabe war er vor dem Tor zur Stelle (60.). Auch beim 4:3 für den VfB in der Verlängerung war er entscheidend beteiligt, als er seinen Gegenspieler unter Druck setzte. Einziger Wehrmutstropfen: In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit vergab er aber eine hundertprozentige Gelegenheit freistehend. Im Elfmeterschießen verwandelte er sicher. Damit eindeutig der Mann des Spiels.
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Jamie Leweling (Note 3,5): Wurde in der 70. Minute auf der Außenbahn für Chris Führich eingewechselt und war gleich griffig in den Zweikämpfen, was in der hitzigen Atmosphäre einen wichtigen Beitrag darstellte. Offensivaktionen blieben aber aus. In der Verlängerung mit einigen Fehlpässen. Im Elfmeterschießen traf er sicher flach in die linke Ecke.
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Nick Woltemade (Note 2,5): Kam 20 Minuten vor Schluss für Deniz Undav ins Spiel – und war in der 89. Minute zur Stelle, als eine Flanke bei ihm landete und er trocken unter die Latte traf. In der Nachspielzeit mit einem starken Flügellauf über links, durch den er eine Großchance für Demirovic einleitete. Auch danach war Woltemade immer wieder ein Faktor im Stuttgarter Offensivspiel – und klärte defensiv einige Male per Kopf. Im Elfmeterschießen verwandelte er sicher.
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Josha Vagnoman (Note 3,5): Kam in der Verlängerung in die Partie und reihte sich gut ein, holte beim ersten Vorstoß eine Ecke heraus. Blieb danach blass, traf aber seinen Strafstoß sicher.
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Chema Andres (Note 3,5): Wurde in der Verlängerung für Angelo Stiller im zentralen Mittelfeld eingewechselt und agierte weitgehend fehlerfrei, aber auch unauffällig. In der Endphase der Verlängerung mit einigen wichtigen gewonnenen Defensiv-Zweikämpfen. Im Elfmeterschießen vergab er nach einem schwach getretenen Schuss.
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Dan-Axel Zagadou kam zu spät für eine Bewertung in die Partie.