Hinter den Kulissen des Stuttgarter Balletts Diana Eckmann arbeitet in einem Kostüm-Paradies
Als Produktionsleiterin begleitet Diana Eckmann die Kostüme eines neuen Balletts von der ersten Skizze bis zur Premiere – wie aktuell beim neuen „Nussknacker“.
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Wo hängt welches Kostüm? Produktionsleiterin Diana Eckmann (links) verliert auch bei 160 neuen „Nussknacker“-Gewändern nicht den Überblick.
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Auf der Bühne der heimliche Star des neuen „Nussknackers“, im Ballettrepertoire-Magazin nur eine leblose Hülle: Das Kostüm für eines der Kamele hängt mit hochgebundenem Kopf an einem Ständer. Mehrere Gewerke hat Diana Eckmann für seine Herstellung koordiniert.
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In dem voll gestopften Magazin finden sich auf zwei übereinander liegenden Ständerebenen nicht nur „Nussknacker“-Kostüme.
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Auch alles, was Tänzerinnen und Tänzer für spontane Gala-Auftritte brauchen lagert hier. Das, erklärt Diana Eckmann, als Produktionsleiterin für die Ballett-Kostüme verantwortlich, spart den Transport aus dem Zentrallager.
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160 neue Kostüme hat Edward Clugs „Nussknacker“ in Diana Eckmanns Verantwortung gebracht. Während das Ballett getanzt wird, warten sie auf den Fluren des Opernhauses auf ihren abendlichen Einsatz.
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Die Produktionen des Stuttgarter Balletts werden jahrzehntelang gespielt. Nachhaltig ist auch, dass manches aus dem Fundus Wiederverwendung findet – wie alte Fliegerkappen für die Kostüme der Käfer-Kinder.
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Mit etwas Farbe, erklärt Diana Eckmann, wurden die Käfer-Hauben im Malsaal aufgepeppt.
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Auch für die Materialbeschaffung der Biedermeierkleider war Diana Eckmann zuständig.
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Für die Stoffsuche hat sie mit Bühnenbildner Jürgen Rose eine Messe in München besucht.
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Der transparente Stoff mit Samtblumen war ein Restposten. Die Rosen, erklärt Diana Eckmann, wurden dunkel überfärbt, um weniger herauszustechen.
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Diana Eckmann erklärt die Ordnung auf den Kleiderständern: Alphabetisch nach Tänzernamen geordnet, findet sich hier alles in der Reihenfolge der Auftritte.
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Auf den Reitern stehen die Tänzernamen. Bei Umbesetzungen sorgt Diana Eckmann dafür, dass auch die Kleiderordnung angepasst wird.
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Jedes Kleidungsstück wird inventarisiert und trägt neben einem Barcode auch den Namen der Tänzerin, für die es entstand – wie hier für die Gruppentänzerin Mizuki Amemiya.
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Auch jedes Schuhpaar ist mit Namen versehen und wartet unter einem Tisch auf seinen Einsatz.
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Diana Eckmann hat viele Schlüssel und weiß, hinter welcher Tür im Opernhaus sich weitere Kostüme verbergen.
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Dass Jürgen Roses Arbeit historisch verankert ist, freut die ausgebildete Gewandmeisterin. So könne sie in der ganzen Vielfalt des Kostüms schwelgen, sagt Diana Eckmann.
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Wo hängt mein Kostüm? Ist etwas daran defekt? Diana Eckmann ist auch Schnittstelle zwischen Tänzern und Schneiderei und muss den Überblick über den Zustand aller Kostüme im Blick haben.
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Allein 160 neue Kostüme hat Jürgen Rose für den „Nussknacker“ entworfen.
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Mit malerischen roten Blumen sind die Kostüme der tanzenden Matroschkas verziert, Karos in strengem Schwarzweiß zieren die Livrées der Bediensteten im Hause Stahlbaum, wo der erste Akt des „Nussknacker“ am Weihnachtsabend spielt.
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Heute „Nussknacker“, morgen die „Kameliendame“: Auch wenn die Wiederaufnahme von John Neumeiers Ballett erst im Februar stattfindet, muss Diana Eckmann mit den Tänzern frühzeitig Kostüme anprobieren, um Luft für Reparaturen und Änderungen zu haben. Die Stoffe dafür fordert sie rechtzeitig aus dem Zentrallager an.
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Diana Eckmanns Arbeitsplatz ist im Ankleideraum; in vielen Ordnern hat sie jedes Kostüm mit Skizzen, Stoffproben, Materiallisten, Bezugsquellen und Fotos dokumentiert.