Hitler-Käfer, Mussolini-Falter Woher kommen die wissenschaftlichen Tiernamen?
Straßen werden umbenannt, Denkmäler entfernt und Bücher umformuliert. Auch in der Zoologie ist eine Diskussion entbrannt: Sollten Hitler-Käfer und Mussolini-Falter neue Namen bekommen? Und: Tiere, die nach Promis benannt sind.
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Foto dpa/Matthias Schrader
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Das Foto zeigt einen Anophthalmus hitleri, einen «Hitler-Käfer» unter einem Mikroskop in der Zoologischen Staatssammlung in München.
Foto Chris Pizzello/AP/dpa
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Beyoncé-Fliege: „Scaptia Beyonceae“ gehört zu den Pferdefliegen und wurde 1981 in den Atherton Tablelands im Nordosten von Queensland in Australien gefunden. Wegen ihres überdimensionierten goldfarbenen Hinterteils wurde sie nach der US-Sängerin Beyoncé benannt.
Foto Justin Lane/EPA Pool via AP/dpa
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Donald-Trump-Motte: „Neopalpa donaldtrumpi“ ist eine Schmetterlingsart aus der Familie der Palpenmotten, die der kanadische Entomologe Vazrick Nazari entdeckte. Er benannte den Falter nach Donald Trump – wegen der Ähnlichkeit der Kopfbeschuppung mit der Frisur des US-Präsidenten.
Foto Harald Menk/dpa
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Dawid-Bowie-Spinne: „Heteropoda dawidbowie“ gehört zu den Jägerspinnen. Sie wurde 2009 vom Leiter der Spinnenabteilung im Frankfurter Senckenberg Museum im Cameron Highlands District in Malaysia entdeckt. Sie wurde zu Ehren des 2016 verstorbenen britischen Sängers David Bowie so benannt.
Foto Amy Harris/Invision/AP/dpa
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Shakira-Wespe: „Aleiodes shakirae“ gehört zur Familie der Brackwespen. Sie ist nach Shakira benannt, da durch die Wespe parasitierte Raupen ihren Hinterleib in einer Weise drehen können, die an den Bauchtanz der kolumbianischen Pop-Sängerin erinnert.
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Arnold-Schwarzenegger-Käfer: Der Käfer „Agra Schwarzeneggeri“ wurde 2002 gefunden. Da hatte Arnold Schwarzenegger schon seinen Zenit als Mucki-Mann überschritten. Doch seine Muskeln sind in Erinnerung geblieben – und mit ihm der Terminator unter den Käfern.
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Barack-Obama-Fisch: „Ethostoma obama“ kommt nur im Duck River und Buffalo River (US-Bundesstaat Tennessee) vor. Der frühere US-Präsident ist Spitzenreiter unter den Promis, was Tiernamen angeht: Insgesamt neun Arten sind nach ihm benannt – darunter der Obama-Faulvogel, mehrere Fischarten und der Haarwurm „Paragordius obamai“.
Foto Evan Agostini/Invision/AP/dpa
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Jennifer-Lopez-Milbe: „Litarachna lopezae“ ist eine Wassermilbe, die in einigen Gewässern in Puerto Rico in Tiefen von bis zu 70 Metern vorkommt. Die Entdecker haben sie nach US-Popsängerin Jennifer Lopez benannt, die puerto-ricanischer Herkunft ist.
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„Lapisperla keithrichardsi“: Benannt nach Keith Richards, dem Rhythmus- und Leadgitarrist sowie Songwriter der britschen Kultband Rolling Stones.
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„Petroperla mickjaggeri“: Benannt nach Sir Michael Philip Jagger, Sänger, Songwriter und Frontmann der britischen Rockgruppe The Rolling Stones.
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David Hasselhoff ist Namenspate für die 2010 in der Tiefsee der Antarktis entdeckte Krustentierart „Kiwa tyleri“. Britische Wissenschaftler an Bord der RRS James Cook gaben ihr den Namen „Hoff Crab“. Die am Bauch dichtstehenden Borsten erinnerten die Forscher an die beharrte Männerbrust von „The Hoff“. „Kiwa tyleri“ ist ein Mittelkrebs aus der Familie der Kiwaidae. Die im südlichen Atlantik nahe der Antarktis in über 2000 Metern Tiefe entdeckte Art besiedelt heiße Quellen.
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Yeti-Krabbe: „Kiwa tyleri“ besiedelt einen ähnlichen Lebensraum wie die verwandte Yeti-Krabbe „Kiwa hirsuta“ im Pazifik. Der Namensgeber von „Kiwa hirsuta“ ist der sagenhafte Yeti. Bei dem Schneemenschen handelt es sich um ein zweibeiniges, behaartes Fabelwesen, das im Himalaya lebt. Bisher wurde es angeblich nur von einheimischen Sherpas und dem Extrembergsteiger Reinhold Messner gesichtet.