Hot Aperol, Hot Hirsch und Co. Die ausgefallensten Drinks auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt
Wir haben uns Stuttgarter Wein-Sommelier Philipp Berg geschnappt und auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt die Spots für Hot Aperol, Glühmoncello und Co. ausgecheckt.
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Foto Petra Xayaphoum
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Der „Schneemann“ ist bei der Imbiss-Pyramide auf dem Schlossplatz der Renner: Heidelbeerglühwein, Rum und Sahne.
Foto Lichtgut/Ferdinando Iannone/Ferdinando Iannone
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Beginnt man seine Tour am Weihnachtsmarkteingang zwischen Alter Kanzlei und Altem Schloss, kann man sich von dort aus in Richtung Schillerplatz aufmachen, um bei der Hütte der Tauberquelle, nach dem Familiennamen der Betreiber:innen „Zum Schäfer“ getauft, einen Glüh-Gin zu probieren.
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Der wird mit New Western Dry Gin angemischt, ist frisch-fruchtig im Geschmack und kommt im schwarzen Tässchen daher.
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Cornelia Weitmanns Stand „Conny’s“ in der Kirchstraße, Ecke Sporerstraße, gibt’s seit mehr als 30 Jahren. Genauso alt ist auch das (geheime) Glühweinrezept.
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Etwas Neues hat sie dieses Jahr aber auch auf der Karte: Glühmoncello. Heiß, bitter-sweet und mit einer gewissen zitrischen Säure auf jeden Fall etwas für Limoncello-Spritz-Fans.
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In der Sporerstraße findet man die große Hütte des Deie-Backhauses. Neben den klassischen Glühweinsorten gibt’s hier auch etwas ganz Besonderes: Apfelglühwein aus Apfelmost und Calvados. „Das geht mehr in die Richtung von einem Cidre“, urteilt Wein-Sommelier Philipp Berg. „Es spielt eine schöne Leichtigkeit mit rein, die den Apfelglühwein wirklich sehr angenehm zu trinken macht: Der Zucker ist nicht zu dominant, es ist ein sehr ausgewogenes Getränk, man hat richtig Lust auf mehr.“ Die Leichtigkeit hat der Apfelglühwein der Tatsache zu verdanken, dass er mit deutlich weniger Umdrehungen versehen ist, als die gewöhnlichen Glühweine.
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Auch auf dem Marktplatz tummeln sich genug Stände mit heißen alkoholischen Getränken, die es sich zu probieren lohnt. So zum Beispiel am Stand von Gerlinde Brandl (schräg rechts vom Breuninger Kaufhaus, leicht zu erkennen an der fulminanten Dachdeko): Hier wird Hot Aperol zu 6,50 Euro verkauft, der mit einem Rosé-Winzerglühwein („weil fruchtiger und aromatischer als weißer Glühwein“, sagt die Betreiberin), Aperol und Orangenlikör gemixt wird.
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Direkt nebenan, beim Stand der Waldgaststätte Dulkhäusle, wird ebenfalls Hot Aperol eingeschenkt. Aber – Überraschung – in einer anderen, eigenen Mixtur: Nämlich mit weißem Apfelglühwein, der für die nötige fruchtige Süße sorgt.
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Wer’s etwas herber haben möchte, kann sich einen Hot-Gin ordern. Der ist das Ergebnis einer Mixtur aus Gin, Rosmarin und selbstgemachtem Heißem Holunder (gibt’s auch solo).
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Inmitten der Weihnachtsmarkthüttchen auf dem Marktplatz findet man das „Stuttgarter Schlössle“-Hüttchen, das eine ganz besondere Spezialität auf der Getränkekarte hat: Lav’a Belle.
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Was das ist? „Lavendellikör und weißer Glühwein mit Limette verfeinert“, klärt die Standleitung auf. Das Ganze kostet 7,50 Euro. Wer nicht ganz so experimentierfreudig ist: Auch Hot Aperol kann man hier schlürfen, am „Schlössle“ besteht er aus Aperol, Zimt und Weißwein vom Weingut Kern.
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Beim Eckstand vor dem Rathaus, „Die Feuerzangenbowle“, ist der Name Programm. Wein-Sommelier Philipp Berg verleiht seiner Begeisterung mit folgenden Worten Ausdruck: „Die Feuerzangenbowle ist toll und macht richtig Spaß. Die Karamelltöne kommen durch den Zucker sehr schön raus. Das ist so ein Getränk, von dem man mehr als ein Glas trinken will, ich bin total begeistert.“ Und auch hier gibt’s einen Winter-Aperol mit Aperol und Chardonnay für sieben Euro das Glas.
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Wer auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt ausgefallen und verschieden trinken will, und zwar in rauen Mengen, ist beim Stand der Imbiss-Pyramide (unschwer an der riesigen Pyramide auf dem Dach zu erkennen) bestens aufgehoben. Die Karte hält Drinks wie Hot Bull (Glühwein mit Red Bull), Heißer Mexikaner (Glühwein mit Tequila und Zimt) und Heißer Hirsch (Glühwein mit Jägermeister) bereit.
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Wein-Sommelier Philipp Berg hat den Bratapfelglühwein für vier Euro probiert und findet: „Man merkt die Marzipan-Töne im Bratapfelglühwein, was sehr schön ist. Natürlich darf man‘s nicht mit einem Bratapfel vergleichen, den man frisch aus dem Ofen holt – aber hiervon kann man auf jeden Fall auch ein paar mehr Gläser trinken, ist mal was Anderes.“ Und auch vom „Schneemann“, einem heißen Getränk aus mit Heidelbeer versetztem Glühwein und Rum, das mit einer Portion Sahne getoppt wird, hat er probiert. Sein Fazit: „Da hat man die Heidelbeere in your Face. Die Basis ist Rotwein und mit der Heidelbeere, die da zugesetzt wird, ist es eine schöne Sache. Hat aber nicht mehr viel mit Glühwein zu tun.“