Keime in öffentlichen Verkehrsmitteln Wenn das Norovirus mitfährt
In öffentlichen Verkehrsmitteln tummeln sich Millionen von Bakterien und Viren. Doch wie gefährlich sind diese Keime für Passagiere? Und was kann man tun, um sich zu schützen?
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An den Griffen und Haltestangen öffentlicher Verkehrsmittel halten sich jeden Tag Dutzende von Menschen fest, die sich gerade erst die Schnupfnase geputzt oder eine Portion Pommes verspeist haben. Was bleibt, ist ein großes Sammelsurium von Keimen.
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Nicht die Toilette ist im Flugzeug der am stärksten mit Keimen belastete Ort: Die meisten Erreger tummeln sich auf dem Klapptisch am Sitzplatz. Bei einer Stichprobe des amerikanischen Fernsehsenders NBC wurden dort sogar krankmachende Darmbakterien nachgewiesen.
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Auch in den Zügen der Deutschen Bahn sind nicht die Toiletten, sondern vor allem der Polsterbereich, Armlehnen und Sitzflächen sowie Türöffner und -klinken ein Sammelort für Keime.
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Bei einer Hygieneuntersuchung des NRD-Verbrauchermagazins „Markt“ 2011 wiesen insbesondere Intercity-Express-Züge (ICE) eine hohe Keimbelastung auf. In einer Probe aus einem ICE nach Kiel wurden sogar MRSA-Erreger gefunden: Staphylokokken, die resistent gegen viele Antibiotika und damit schwierig zu behandeln sind.
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Wieso sich so viele Erreger in öffentlichen Verkehrsmitteln finden? U-Bahnen, Züge und Busse werden meist nur einmal täglich gereinigt. Somit herrschen dort beste Voraussetzungen, damit sich Keime schnell vermehren: An den Griffen und Haltestangen halten sich jeden Tag Dutzende von Menschen fest, die erkältet sind oder gerade erst eine Portion Pommes verspeist haben.
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Aufs Essen im Zug oder im Flugzeug muss man dennoch nicht verzichten. Die meisten Keime in unserer Umgebung sind ungefährlich. Erst, wenn eine große Zahl krankmachender Bakterien an der richtigen Stelle zusammenkommt – etwa an Schleimhäuten oder offenen Wunden – , können sie Infektionen auslösen. Das Vesperbrot sollte man allerdings allein schon aus hygienischen Gründen nicht auf dem ICE-Tisch oder dem Klapptisch im Flugzeug ablegen.
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Haften krankmachende Erreger wie Norovirus-Partikel oder Influenza-Viren an Haltegriffen oder Türknöpfen, ist die Ansteckungsgefahr hoch. Der nächste Passagier, der an die Stelle fasst, lädt einen Teil der Keime auf seine Hand. Von dieser können sie an seine Zielzellen (etwa in der Nase) gelangen und eine Infektion auslösen.
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Vor denjenigen Passagieren, die bereits offensichtlich krank sind, sollte man Abstand halten. Ein Kranker verbreitet seine Tröpfchen, die Erkältungsviren beinhalten, in einem Radius von eineinhalb Metern. Sinnvoll ist es auch, sich im Herbst gegen Influenza impfen zu lassen – damit ist man zu mehr als 90 Prozent vor Grippeviren sicher.
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Den besten Schutz bietet das konsequente Händewaschen – nach jeder Fahrt, vor jedem Essen, nach jedem Toilettengang. Nicht zuletzt kann man sich selbst und andere schützen, indem man nicht krank zur Arbeit oder in die Stadt fährt, sondern sich zuhause auskuriert – bis man sich wieder fitter fühlt und die Ansteckungsgefahr gebannt ist.