Klinik für Straftäter in Cannstatt Sozialminister bei Brennpunkten – „Ernüchternd, dass er am Vorhaben festhält“
Der Widerstand gegen die Pläne, im ehemaligen Rotkreuzkrankenhaus in Bad Cannstatt eine Klinik für psychisch kranke Straftäter einzurichten, wird größer. Was sagt der Sozialminister?
16 Bilder
Foto LICHTGUT
1 / 16
Minister Manfred Lucha mit Vertretern der Bürgerinitiative und dem Aktionsbündnis gegen eine Forensik in Cannstatt.
Foto LICHTGUT
2 / 16
Manuela Reichle (re.) von der Initiative Schöne Straße führte Sozialminister Manfred Lucha (3.v.li.) zu den Brennpunkten in der Nähe des ehemaligen Rotkreuzkrankenhauses. Mit dabei auch Betreuungsstadträte wie Friedrich Haag (FDP) (2.v.li.) und Markus Reiners (CDU) (3.v.li.). Später kam noch Grünen-Stadträtin Andrea Münch hinzu.
Foto LICHTGUT
3 / 16
Startpunkt für den Rundgang war der Hof des ehemaligen Rotkreuzkrankenhauses an der Theobald-Kerner-Straße.
Foto LICHTGUT
4 / 16
Vor dem Rundgang übergab Eberhard Köngeter seine alternativen Nutzungsvorschläge samt Visualisierung an Lucha. Er schlägt im ehemaligen Rotkreuzkrankenhaus Seniorenwohnen, eine Kita, medizinische Versorgung, ein Café oder einen Stadtteiltreff vor und eine gestalterische Öffnung des Hauses und der Straße.
Foto LICHTGUT
5 / 16
Im Durchgang am ehemaligen Rotkreuzkrankenhaus, in der Theobald-Kerner-Straße, haben die Vertreter des Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Südwürttemberg Informationsplakate aufgehängt.
Foto LICHTGUT
6 / 16
Auf den Plakaten wird auf weiterführende Infos zum geplanten Maßregelvollzug mit zwei QR-Codes verwiesen.
Foto LICHTGUT
7 / 16
Die Anwohner machten ihre Kritik deutlich, dass sie befürchten, dass hier in der Theobald-Kerner Straße, in der Kinder spielen, Familien mit Kindern wegziehen, wenn dort ein Maßregelvollzug so dicht in der Nähe ihrer Wohnung eingerichtet werde.
Foto LICHTGUT
8 / 16
Ein Protest an der Wegstrecke. Beim Rundgang gab es erneut viele kritische Stimmen zu den Plänen des Maßregelvollzugs im Zentrum von Bad Cannstatt.
Foto LICHTGUT
9 / 16
Lucha nahm die Bedenken, Sorgen und Kritik der Bürger entgegen, die ihm in der Badstraße die Drogenlagerplätze zeigten, für die die Eigentümer selbst die Hecken kurz halten und eigene Aufsichten eingerichtet haben.
Foto LICHTGUT
10 / 16
Davon berichtete auch Karin Schiffmann (Bildmitte), was die Eigentümer in der Badstraße permanent gegen den Drogenhandel auf eigene Kosten unternähmen und bei ihnen für Missstimmung sorge:“Wir haben ältere Leute als Haussheriffs im Einsatz.“
Foto LICHTGUT
11 / 16
Die Ärztliche Direktorin der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Ravensburg-Bodensee, Roswita Hietel-Weninger, erklärte, dass die größere Gruppe psychisch kranker Straftäter kämen. Sie befänden sich im „mittleren Behandlungsschritt“. Eine kleinere Gruppe suchtkranker Straftäter käme aus Zwiefalten.
Foto LICHTGUT
12 / 16
Minister Lucha sagte, dass in den Maßregelvollzug nach Bad Cannstatt nur Menschen kommen sollen, die behandelt seien. Dann seien sie stabil. Und dass es der vorletzte Schritt vor der Entlassung sei. Man würde die Ausgänge auch begleiten. Es komme niemand, der nicht symptomfrei sei, sondern in der letzten Stufe der Entlassung. Eine Garantie gebe es keine.
Foto LICHTGUT
13 / 16
Am Cannstatter Amtsgericht erfuhr der Minister, dass dort in der Badstraße regelmäßig Drogen gehandelt werden und Anwohner die Polizei rufen.
Foto LICHTGUT
14 / 16
Bevor es in die Seelbergstraße und an den Bahnhof ging, machten die Bürger ihre Sorge deutlich, um die noch nicht vollzogene Bebauung des Kaurfhof-Areals.In der Seelbergstraße und am Bahnhof wurde auf weitere soziale Probleme hingewiesen.
Foto LICHTGUT
15 / 16
Am Ende erklärten Bürger die Sorge, dass der geplante Maßregelvollzug angesichts des großen Bedarfs nicht nur in der Badstraße 35 geplant werde, sondern auch in den vorderen Gebäuden. „Was ist, wenn es in fünf Jahren eine Überbelegung gibt, wir sind die Leidtragenden“, so ein Anwohner.
Foto LICHTGUT
16 / 16
Lucha nahm die Kritik und Hinweisen zu den Brennpunkten, Problemen und die Konzentratin der sozialen Einrichtungen auf. Er erklärte am Ende, dass er an seinen Plänen festhalten wolle, aber im Kontakt mit der Bürgerinitiative weiter bleiben wolle und auch mit Kommunalpolitikern sprechen wolle.