Kronprinzessin wird 40 Dänemark ist immer noch verrückt nach Mary
Während Frederik noch nach seiner Rolle sucht, ist die bürgerliche Mary die geborene Prinzessin.
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Eine Bürgerliche und doch die geborene Prinzessin: Die Dänen sind mehr als zufrieden mit Mary. Die Ehefrau von Kronprinz Frederik, die am 5. Februar 40 wird, vertritt seit sieben Jahren das dänische Königshaus. Skandale? Fehlanzeige.
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Die bürgerliche Mary reiht sich ein in die Riege der neuen europäischen Prinzessinnen: Auch Máxima der Niederlande (Mitte) und Mette-Marit von Norwegen (rechts) kommen aus dem Volk, hatten eine Karriere und Beziehungen, bevor sie die Liebe zu Prinzessinnen machte.
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Rückblende: Zuerst sind es nur ein paar verwischte Fotos, die im Jahr 2001 durch die dänischen Gazetten geistern. Sie zeigen eine attraktive junge Australierin - Mary Donaldson. Warum sich die Paparazzi auf die hübsche Brünette stürzen? Mary soll die neue Freundin von Dänemarks Kronprinz Frederik sein.
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Ein Jahr lang hatten Frederik und Mary ihre Liebe zuvor geheim gehalten. Im Jahr 2000 lernen sich der Däne und die Marketing-Expertin bei den Olympischen Spielen in Sydney kennen. In einer Bar stellt er sich als "Fred from Denmark" vor - dass sie es mit einem Kronprinzen zu tun hat, weiß Mary zunächst nicht.
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Auch der Hof, allen voran Königin Margrethe, ist von Mary angetan. Früher fand Frederiks Frauengeschmack nicht den Beifall seiner Mutter: Mal ließ sich der Kronprinz mit Unterwäschemodels ein, mal mit Popsängerinnen. 2003 gibt der Hof die Verlobung des Paares bekannt. Monatelang hatte Mary da schon hinter den Kulissen die Schulbank gedrückt: Dänisch steht auf dem Lehrplan, aber auch Landesgeschichte und Etikette.
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Im Mai 2004 läuten in Kopenhagen die Hochzeitsglocken. Als Mary in einem Kleid des dänischen Designers Uffe Frank am Arm ihres Vaters John in den Dom schreitet, fließen nicht nur bei ihrem künftigen Ehemann Frederik die Tränen, sondern auch bei den Millionen Fernsehzuschauern in aller Welt. Aus Mary Donaldson, die als Kind nicht Prinzessin, sondern Tierärztin werden wollte, wird "Hendes Kongelige Højhed Kronprinsesse Mary".
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In den folgenden Jahren macht sich die Prinzessin eben so zielstrebig an die Familienplanung, wie sie einst in Sydney an ihrer Karriere bastelte: Im Oktober 2005 sichert der kleine Christian Valdemar Henri John die Thronfolge.
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Im April 2007 bekommt Christian ein Schwesterchen: Isabella Henrietta Ingrid Margrethe wird geboren. Mary, die erst 25 war, als ihre Mutter starb, kümmert sich intensiv um die Erziehung ihrer Kinder: "Eine Mutter ist in gewissen Phasen des Lebens die wichtigste Person", ist die Prinzessin überzeugt und stellt klar: "Meine Familie hat Vorrang."
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Auch wenn Frederik und Mary bei ihrer großen Familie (2011 machten die Zwillinge Vincent und Josephine die Kinderschar komplett) auf die Hilfe des Hofpersonals bauen können, will vor allem Frederik bei seinen Kindern nicht die Fehler seiner Eltern, Königin Margrethe und Prinz Henrik, wiederholen: "Meine Mutter hatte Gouvernanten und Kindermädchen, die für meine Erziehung sorgten, und ich hatte nicht viel mit den Eltern zu tun, bevor ich 21 wurde", erinnert sich der Kronprinz an seine eigene - unglückliche - Kindheit.
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Erstaunlich offen spricht der Kronprinz über das gespaltene Verhältnis, das er zu seinen Eltern und den Anforderungen der Monarchie hat. Lange haderte er mit seiner Rolle, spielte nach eigenen Bekunden als junger Mann mehr als einmal mit dem Gedanken an Selbstmord.
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Es ist Mary, die Frederiks Leben Stabilität gegeben hat. Bei gemeinsamen Auftritten scheint sie die Stärkere der beiden zu sein. Und der Kronprinz wirkt erleichtert, wenn sie die Aufmerksamkeit der Fotografen und Journalisten auf sich zieht.
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Auch mit 43 nehmen die Dänen ihren Kronprinz noch nicht so richtig ernst. Als sich Frederik 2007 um einen Platz im Internationalen Olympischen Kommitee bewirbt, lacht ganz Dänemark über seine gestammelte, fehlerhafte und zusammenhangslose Präsentation. Es ist Mary, die dem Prinzen mit dem Faible für Sportwagen und Segelyachten Seriosität verleiht.
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Obendrein hat sich die Prinzessin zur Stilikone entwickelt. Während die Modejournalisten entzückt von ihren stylischen Auftritten sind, lästern die Monarchiskeptiker, Mary sei der teuerste Kleiderständer Dänemarks: ...
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"Sie scharwenzelt oberflächlich auf spitzen Hochhackigen mit immer leutseligem Lächeln durchs Dasein", schimpfte der Publizist Kjeld Koplev in der Zeitung "Politiken".
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Dabei erfüllt Mary ihre vielen Aufgaben nicht nur mit Grazie, sondern auch mit Disziplin. Das beschränkt sich nicht nur auf Schiffstaufen oder Ausstellungseröffnungen.
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2009 absolviert sie die Offiziersausbildung bei der dänischen Heimwehr. Dabei übt sich die Prinzessin unter anderem in der Bedienung von Schusswaffen sowie im Löschen von Bränden, in Erster Hilfe sowie im Wachdienst.
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Auch ihr humanitäres Engagement ist vorbildlich: Mit ihrem "Mary-Fonds" unterstützt die Kronprinzessin Menschen, die am Rande der dänischen Gesellschaft stehen.
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Im vergangenen Sommer flog sie ans Horn von Afrika, um die Aufmerksamkeit der Welt auf das Elend der von Hunger und Bürgerkrieg gepeinigten Menschen dort zu lenken.
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Soviel Engagement und Disziplin weiß auch Königin Margrethe zu schätzen. Schon bei der Hochzeit ihres Sohnes sang die Monarchin wahre Loblieder auf ihre Schwiegertochter: "Als du Mary getroffen hast, brach in deiner Seele der Frühling aus und alles ist aufgeblüht."
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75 Prozent der Dänen sind sich sicher, dass Mary einmal eine gute Königin sein wird. Wann es aber so weit ist, steht in den Sternen. Königin Margrethe, die mittlerweile 40 Jahre auf dem Thron sitzt, betonte früher gerne, sie werde "bleiben, bis sie aus den Pantoffeln kippe".