Leipziger Buchmesse Dieser Mann weiß, was die Stuttgarter lesen
Mathias Gross tingelt seit Jahrzehnten für den Stuttgarter Klett-Cotta-Verlag durch die Buchhandlungen der Region. Ist dieses Mal ein Bestseller dabei?
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Mathias Gross, der auch den Stuttgarter Verlag Klett-Cotta vertritt, macht auf seiner Tour Station in der Sillenbucher Buchhandlung Papyrus.
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Verlagsvertreter Mathias Gross holt Leseexemplare für die Buchhändler aus seinem Wagen. Nach Corona ist er wieder 40 000 Kilometer im Jahr auf Tour. In Baden-Württemberg könnte er wohl jeden Stau vorhersagen.
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Gross macht dieses Mal in der Buchhandlung Papyrus Station. Das Geschäft liegt im kaufkräftigen Stuttgarter Stadtteil Sillenbuch – gute Voraussetzung für den folgenden Handel.
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Gross geht mit Buchhändler Uwe Meinhardt (links) die Verlagskataloge für dieses Frühjahr durch. Meinhardt knausert nicht mit Bestellungen – Klett-Cottas Spitzentitel „Die Inkommensurablen“ ordert er aber nicht.
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Das Schild macht klar, dass Meinhardt und seine Beschäftigten nicht auf die Marketingaktionen der Verlage, sondern auf die eigenen Empfehlungen setzen. Mit Erfolg: Der Roman „Drachenläufer“ hat sich im Laufe der Jahre 3000-mal verkauft, auch weil das Team ihn ständig empfahl.
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Ralf Tornow, Marketing- und Vertriebschef von Klett-Cotta, setzt für das Frühjahr und die Leipziger Buchmesse im literarischen Programm auf zwei Spitzentitel – „Die Inkommensurablen“ und Sarah Winmans „Lichte Tage“. Im Hintergrund ist ein Bild der 2019 verstorbenen Autorin und Büchner-Preisträgerin Brigitte Kronauer zu sehen.
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Nach drei Jahren Corona-Zwangspause öffnet die Leipziger Buchmesse bis zum 30. April wieder die Pforten. Die Messe war 2020 eine der ersten großen Messen, die wegen Pandemie abgesagt werden musste. Als Buchmesse-Gastland präsentiert sich in diesem Jahr Österreich.
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Rund 2000 Aussteller aus 40 Ländern präsentieren nach Messeangaben ihre Neuheiten rund ums Buch – rund 500 weniger als 2019. Für das Publikum steht auch das Lesefestival „Leipzig liest“ hoch im Kurs. 2400 Veranstaltungen sind angesetzt.
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Was in Leipzig oder in den Buchhandlungen zum Bestseller wird, liegt jetzt nicht mehr in der Hand von Mathias Gross. Für das Frühjahrsprogramm hat er seine Arbeit getan. Zu Hause wird er jetzt im Homeoffice ruhigere Monate haben – bis es für das Herbstprogramm wieder auf Tour geht.