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  1. Wissen
  2. Raffinierter Anflug zu heikler Landung

Raumfahrt Raffinierter Anflug zu heikler Landung

Die europäische Raumsonde Rosetta ist zu einem Rendez-vous mit dem Kometen „Tschuri“ unterwegs. Den letzten Teil der mehr als zehn Jahre dauernden Reise legte sie im „Tiefschlaf“ zurück. Am Montagmorgen soll sie „geweckt“ werden.

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Niemand weiß genau, wie es auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aussieht. Die Raumsonde Rosetta soll im November 2014 einen kleinen Roboter auf der Oberfläche absetzen. Das könnte dann so aussehen, wie in dieser Illustration dargestellt. In einer Bildergalerie geben wir einen Überblick über die spannende, schon zehn Jahre dauernde Mission.
Foto DLR

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Niemand weiß genau, wie es auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aussieht. Die Raumsonde Rosetta soll im November 2014 einen kleinen Roboter auf der Oberfläche absetzen. Das könnte dann so aussehen, wie in dieser Illustration dargestellt. In einer Bildergalerie geben wir einen Überblick über die spannende, schon zehn Jahre dauernde Mission.
Seit zehn Jahren ist die europäische Raumsonde Rosetta unterwegs zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Sie soll in eine Umlaufbahn um den Kometen einschwenken und einen kleinen Landeroboter namens Philae absetzen. In dieser Grafik hängt Philae vorne an der Sonde und ist durch seine blauen Solarzellen zu erkennen. Rosetta ist ursprünglich mit drei Tonnen Gewicht gestartet – die Hälfte davon war Treibstoff für die vielen Manöver, die nötig sind, um den Kometen zu erreichen.
Foto Esa

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Seit zehn Jahren ist die europäische Raumsonde Rosetta unterwegs zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Sie soll in eine Umlaufbahn um den Kometen einschwenken und einen kleinen Landeroboter namens Philae absetzen. In dieser Grafik hängt Philae vorne an der Sonde und ist durch seine blauen Solarzellen zu erkennen. Rosetta ist ursprünglich mit drei Tonnen Gewicht gestartet – die Hälfte davon war Treibstoff für die vielen Manöver, die nötig sind, um den Kometen zu erreichen.
Eine Ariane 5G+ hat die Sonde Rosetta am 2. März 2004 vom südamerikanischen Weltraumbahnhof Kourou ins All gebracht. Der Start war nach einem Ariane-Fehlstart im Dezember 2002 um mehr als ein Jahr verschoben worden. Dadurch war der ursprünglich anvisierte Komet 46P/Wirtanen nicht mehr erreichbar, und die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) suchte sich 67P/Tschurjumow-Gerassimenko als neues Ziel aus.
Foto Esa/S. Corvaja

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Eine Ariane 5G+ hat die Sonde Rosetta am 2. März 2004 vom südamerikanischen Weltraumbahnhof Kourou ins All gebracht. Der Start war nach einem Ariane-Fehlstart im Dezember 2002 um mehr als ein Jahr verschoben worden. Dadurch war der ursprünglich anvisierte Komet 46P/Wirtanen nicht mehr erreichbar, und die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) suchte sich 67P/Tschurjumow-Gerassimenko als neues Ziel aus.
Der Flug der Raumsonde Rosetta wird vom Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt aus überwacht und gesteuert.
Foto Esa/J. Mai

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Der Flug der Raumsonde Rosetta wird vom Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt aus überwacht und gesteuert.
Der Flug zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ist kompliziert, denn Kometen haben ganz andere Umlaufbahnen als die Planeten. Der größte, gelbe Kreis ist die Umlaufbahn des Gasplaneten Jupiter, die Bahn des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ist als Oval in Braun eingetragen. Die Flugroute Rosettas ist weiß: Sie hat auf ihrer zehnjährigen Reise insgesamt vier Mal an der Erde und am Mars Schwung für Kurskorrekturen geholt. Inzwischen hat sie den Kometen fast erreicht und fliegt ihm hinterher. Hier der Link zu einer animierten Version der Grafik: http://www.esa.int/spaceinvideos/Videos/2013/10/Rosetta_s_twelve-year_journey_in_space
Foto Esa/C. Carreau

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Der Flug zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ist kompliziert, denn Kometen haben ganz andere Umlaufbahnen als die Planeten. Der größte, gelbe Kreis ist die Umlaufbahn des Gasplaneten Jupiter, die Bahn des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ist als Oval in Braun eingetragen. Die Flugroute Rosettas ist weiß: Sie hat auf ihrer zehnjährigen Reise insgesamt vier Mal an der Erde und am Mars Schwung für Kurskorrekturen geholt. Inzwischen hat sie den Kometen fast erreicht und fliegt ihm hinterher. Hier der Link zu einer animierten Version der Grafik: http://www.esa.int/spaceinvideos/Videos/2013/10/Rosetta_s_twelve-year_journey_in_space
Die Raumsonde Rosetta hat den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko fast erreicht: Sie folgt ihm derzeit (Januar 2014) im Abstand von neun Millionen Kilometern. Bis Mai wird sie den Abstand auf zwei Millionen Kilometer verkürzen. Der Komet steuert derweil auf die Sonne zu.
Foto Esa/AOES Medialab

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Die Raumsonde Rosetta hat den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko fast erreicht: Sie folgt ihm derzeit (Januar 2014) im Abstand von neun Millionen Kilometern. Bis Mai wird sie den Abstand auf zwei Millionen Kilometer verkürzen. Der Komet steuert derweil auf die Sonne zu.
Weil der Name des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko so lang ist, wird der Brocken auch Tschuri genannt. Die Sonde Rosetta wird ihn aus einer Umlaufbahn heraus fotografieren und kartieren. Die Missionsleiter werden dann einen Landeplatz für den Roboter Philae auswählen. Tschuri hat einen Durchmesser von etwa vier Kilometern und umrundet die Sonne einmal in sechs Jahren.
Foto Esa

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Weil der Name des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko so lang ist, wird der Brocken auch Tschuri genannt. Die Sonde Rosetta wird ihn aus einer Umlaufbahn heraus fotografieren und kartieren. Die Missionsleiter werden dann einen Landeplatz für den Roboter Philae auswählen. Tschuri hat einen Durchmesser von etwa vier Kilometern und umrundet die Sonne einmal in sechs Jahren.
Der Landeroboter Philae ist ein Würfel von etwa einem Meter Kantenlänge und einem Gewicht (auf der Erde) von 100 Kilogramm. Da der Komet Tschuri eine sehr kleine Schwerkraft hat, wird Philae eine Harpune abfeuern, um sich mit einem Haken im Boden zu verankern.
Foto Esa/J. Huart

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Der Landeroboter Philae ist ein Würfel von etwa einem Meter Kantenlänge und einem Gewicht (auf der Erde) von 100 Kilogramm. Da der Komet Tschuri eine sehr kleine Schwerkraft hat, wird Philae eine Harpune abfeuern, um sich mit einem Haken im Boden zu verankern.
Der Roboter Philae kann 20 bis 30 Zentimeter tief in den Boden bohren und die Proben analysieren. Er soll auf dem Kometen Tschuri bleiben, während dieser bis Ende 2015 die Sonne umrundet. In Sonnennähe werden Kometen aktiv: Ein Teil von ihnen verdampft oder wird weggerissen und bildet den charakteristischen Schweif.
Foto Esa/ATG medialab

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Der Roboter Philae kann 20 bis 30 Zentimeter tief in den Boden bohren und die Proben analysieren. Er soll auf dem Kometen Tschuri bleiben, während dieser bis Ende 2015 die Sonne umrundet. In Sonnennähe werden Kometen aktiv: Ein Teil von ihnen verdampft oder wird weggerissen und bildet den charakteristischen Schweif.
In einem Reinraum des Kontrollzentrums ESOC in Darmstadt steht eine Kopie der Raumsonde Rosetta: das engineering model. An ihm werden alle Kommandos ausprobiert, bevor man sie zur Raumsonde funkt.
Foto Esa/J. Mai

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In einem Reinraum des Kontrollzentrums ESOC in Darmstadt steht eine Kopie der Raumsonde Rosetta: das engineering model. An ihm werden alle Kommandos ausprobiert, bevor man sie zur Raumsonde funkt.
Die beiden Solarpaneele der Raumsonde Rosetta sind jeweils 14 Meter lang. Hier zeigen wir ein Foto der Tests.
Foto Esa/A. Van der Geest

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Die beiden Solarpaneele der Raumsonde Rosetta sind jeweils 14 Meter lang. Hier zeigen wir ein Foto der Tests.
Die Raumsonde Rosetta ist mit elf Instrumenten ausgestattet. Sie alle tragen Abkürzungen als Namen. Bei der Kamera OSIRIS lautet der Name zum Beispiel in voller Länge: Optical, Spectroscopic and Infrared Remote Imaging System. Philae ist der Landeroboter. Eine Beschreibung aller Instrumente: http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10395/584_read-386/
Foto Esa/ATG medialab

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Die Raumsonde Rosetta ist mit elf Instrumenten ausgestattet. Sie alle tragen Abkürzungen als Namen. Bei der Kamera OSIRIS lautet der Name zum Beispiel in voller Länge: Optical, Spectroscopic and Infrared Remote Imaging System. Philae ist der Landeroboter. Eine Beschreibung aller Instrumente: http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10395/584_read-386/
Der Landeroboter Philae wurde vor dem Start in einem Reinraum der Firma IABG in Ottobrunn (südlich von München) getestet.
Foto EADS Astrium

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Der Landeroboter Philae wurde vor dem Start in einem Reinraum der Firma IABG in Ottobrunn (südlich von München) getestet.
Der Landeroboter Philae hat zehn Instrumente an Bord: unter anderem den in grau eingezeichneten Bohrer SD2 für Bodenproben. Rechts neben ihm ist das Objektiv der Panoramakamera ROLIS zu sehen. Hier eine Beschreibung aller Instrumente: http://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany/Forschungsinstrumente_auf_dem_Rosetta-Lander_Philae
Foto Esa/ATG medialab

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Der Landeroboter Philae hat zehn Instrumente an Bord: unter anderem den in grau eingezeichneten Bohrer SD2 für Bodenproben. Rechts neben ihm ist das Objektiv der Panoramakamera ROLIS zu sehen. Hier eine Beschreibung aller Instrumente: http://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany/Forschungsinstrumente_auf_dem_Rosetta-Lander_Philae
Im Sommer 2010 hat Rosetta Nahaufnahmen vom Asteroiden Lutetia zur Erde gefunkt. Das Bild entstand, als die Sonde dem 75 Kilometer großen Gesteinsbrocken auf 3000 Kilometer nahe kam. Der Asteroid umkreist die Sonne zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter im sogenannten Asteroidengürtel. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man am linken Bildrand etwas unterhalb der Mitte einen Hangrutsch.
Foto Esa

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Im Sommer 2010 hat Rosetta Nahaufnahmen vom Asteroiden Lutetia zur Erde gefunkt. Das Bild entstand, als die Sonde dem 75 Kilometer großen Gesteinsbrocken auf 3000 Kilometer nahe kam. Der Asteroid umkreist die Sonne zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter im sogenannten Asteroidengürtel. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man am linken Bildrand etwas unterhalb der Mitte einen Hangrutsch.
Beim ersten Vorbeiflug an der Erde im März 2005, ein Jahr nach dem Start, beobachtete Rosetta, wie der Mond über dem Pazifik aufgeht.
Foto Esa

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Beim ersten Vorbeiflug an der Erde im März 2005, ein Jahr nach dem Start, beobachtete Rosetta, wie der Mond über dem Pazifik aufgeht.
Als Rosetta im November 2007 zum zweiten Mal im Schwerefeld der Erde Schwung holte, schoss sie mit ihrer Kamera OSIRIS dieses Bild der Erde. Unten ist Australien zu erkennen.
Foto Esa

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Als Rosetta im November 2007 zum zweiten Mal im Schwerefeld der Erde Schwung holte, schoss sie mit ihrer Kamera OSIRIS dieses Bild der Erde. Unten ist Australien zu erkennen.
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