Rückgabe von Raubkunst Im Linden-Museum wird Geschichte geschrieben
Am Mittwoch wird in Stuttgart die Rückgabevereinbarung mit Nigeria zu den sogenannten Benin-Bronzen unterschrieben. Dann heißt es, Abschied nehmen von bedeutenden Ausstellungsobjekten. Das Museum gewinnt dadurch aber auch etwas: Vertrauen.
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Eines der bedeutendsten Ausstellungsstücke des Linden-Museums – diese kleine Elfenbeinmaske – kehrt in Kürze nach Nigeria zurück. Für Museumsdirektorin Inés de Castro ein schmerzhafter, aber richtiger Schritt.
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Noch bis Dienstag, 12. Dezember, im Linden-Museum ausgestellt: die zeremonielle Miniaturmaske zu Ehren von Iyoba (Königinmutter) Idia aus dem 16. Jahrhundert. Dann kehrt dieses für das Linden-Museum ikonische Ausstellungsstück nach 125 Jahren ins heutige Nigeria zurück. 58 Jahre davon war es im Linden-Museum.
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Nur zehn Zentimeter breit und 21 Zentimeter hoch: die Elfenbeinmaske. Glas, Koralle und Pflanzenfaser wurden bei der Herstellung verwendet.
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Weltweit sind nur fünf solcher Masken bekannt. Alle fünf wurden 1897 von britischen Truppen aus dem Schlafgemach des damals amtierenden Oba (König) Ovonramwen in Benin-City geraubt.
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Die Vitrine, in der die Elfenbeinmaske noch bis Dienstag ausgestellt ist. Mit Zustimmung der nigerianischen Partner wurde von der Maske ein 3-D-Druck angefertigt. Er ist auch künftig im Linden-Museum zu sehen, unterscheidet sich aber bewusst vom Original.
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Stuttgarts Staatliches Museum für Völkerkunde beherbergt auch Kunstschätze und -objekte aus Kamerun und Nigeria. Hierzu laufen ebenfalls Gespräche mit afrikanischen Vertretern.
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Ausstellungswand mit Benin-Bronzen im Linden-Museum