• Digitale Zeitung
  • Newsletter
  • Podcasts
  • Rätsel
  • Games
  • Sonderthemen
  • Stellenmarkt
Stuttgarter Zeitung
  • Mein Abo
  • Abo
  • Abmelden
  • Anmelden
 
  • Menü
Meine StZ
Schlagzeilen
StZ Extra
Stuttgart
Stadtbezirke
Region
Baden-Württemberg
Politik
Wirtschaft
Sport
Panorama
Kultur
Wissen
Reise
Genuss & Leben
Mediathek
Bei uns daheim
Sie sind angemeldet.
  • Mein Abo
  • Mein Abo
  • Abo-Vorteile
  • Profil verwalten
  • Abo
  • Mein Abo
  • Abmelden
  • Anmelden
  • Startseite
  • Meine Nachrichten (Meine StZ)
  • Merkliste (Meine StZ)
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • Startseite
  • Meine StZ
  • Schlagzeilen
  • StZ Extra
    • Geld und Karriere
    • Gesundheit
    • Liebes Leben
    • Genuss-Sache
    • Die Story
    • Auszeit
    • Architektur und Wohnen
  • Stuttgart
    • Polizeibericht
    • Stadtkind Stuttgart
    • Hilfe für den Nachbarn
      • Der Antrag
      • Die Aktion
      • Satzung
      • Die Empfänger
      • Kontakt
      • Verein
      • Online spenden
    • Stuttgart im Zweiten Weltkrieg
    • RAF-Podcast
    • Familienleben
      • Familienzeit
      • Familienpolitik
      • Familienalltag
      • Familiengeschichten
    • Medizin
    • Hochzeitsguide
      • Brautpaar
      • Trauung
      • Hochzeitplanung
      • Hochzeitsgäste
  • Stadtbezirke
    • Stuttgart-Mitte
    • Stuttgart-Nord
    • Stuttgart-Ost
    • Stuttgart-Süd
    • Stuttgart-West
    • Bad Cannstatt
    • Birkach
    • Botnang
    • Degerloch
    • Feuerbach
    • Hedelfingen
    • Möhringen
    • Mühlhausen
    • Münster
    • Obertürkheim
    • Plieningen
    • Sillenbuch
    • Stammheim
    • Untertürkheim
    • Vaihingen
    • Wangen
    • Weilimdorf
    • Zuffenhausen
  • Region
    • Landkreis Böblingen
    • Landkreis Esslingen
    • Landkreis Göppingen
    • Landkreis Ludwigsburg
    • Rems-Murr-Kreis
    • Polizeibericht
    • Böblingen
    • Esslingen
      • Esslingen
      • Ostfildern
      • Neuhausen/Denkendorf
      • Köngen/Wendlingen
      • Wernau
      • Altbach/Deizisau
      • Plochingen
      • Aichwald
      • Baltmannsweiler/Lichtenwald
      • Reichenbach/Hochdorf
      • Polizeibericht
      • Fußball in der Region
      • Handball in der Region
      • EsslingerZeitung Lauf
      • EZ Fußballpokal
      • EZ Handballpokal
      • Messen Esslingen
      • Gesund leben
      • Mittagstisch
      • Tippspiel
    • Cannstatt
    • Leonberger Kreiszeitung
    • Marbacher Zeitung
    • Kornwestheimer Zeitung
    • Fellbacher Zeitung
  • Baden-Württemberg
    • Landtagswahl 2026
  • Politik
  • Wirtschaft
    • Autoindustrie
    • Innovation & Hightech
    • Jobs und Firmen
    • Firmen im Fokus
  • Sport
    • Fußball-Weltmeisterschaft 2026
    • VfB Stuttgart
    • Fußball-Bundesliga
    • Stuttgarter Kickers
    • Lokalsport Stuttgart/Filder
    • Lokalsport Region Esslingen
    • Lokalsport Region Böblingen
    • Lokalsport Region Leonberg
    • Lokalsport Fellbach
    • Lokalsport Marbach/Kornwestheim
    • Sportmeldungen
    • 1. FC Heidenheim
    • 1. Göppinger SV
  • Panorama
  • Kultur
  • Wissen
    • Gesund in Stuttgart
      • Moderne Medizin
      • Sport und Prävention
      • Arbeiten im Krankenhaus
    • Showroom - Das Lifestyle Magazin
    • Gartenideen
    • Camperwelt
      • Partner
  • Reise
    • Leserreisen
    • Urlaub in Leipzig Region
    • AllgäuTopHotels
  • Genuss & Leben
    • Essen & Trinken
  • Mediathek
    • Unsere Videos
    • News
    • Panorama
    • Gesundheit und Fitness
    • MeinVfB
    • PodCannstatt
  • Bei uns daheim
    • Kreis Ludwigsburg
      • Affalterbach
      • Beilstein
      • Benningen
      • Erdmannhausen
      • Großbottwar
      • Kirchberg an der Murr
      • Kornwestheim
      • Marbach
      • Marbach und Bottwartal
      • Mundelsheim
      • Murr
      • Oberstenfeld
      • Pleidelsheim
      • Steinheim
    • Marbach
    • Kornwestheim
    • Kreis Böblingen
    • Fellbach und Kernen
      • Fellbach
      • Schmiden
      • Oeffingen
      • Rommelshausen
      • Stetten
    • Leonberg und Strohgäu mit Umgebung
      • Leonberg
      • Ditzingen
      • Korntal-Münchingen
      • Gerlingen
      • Weil der Stadt
      • Renningen
      • Rutesheim
      • Hemmingen
      • Weissach
      • Heimsheim
      • Friolzheim
      • Wimsheim
      • Mönsheim
  • Unser Bestes
  • Unsere Autorinnen und Autoren
  • Digitale Zeitung im Web
  • Digitale Zeitung als App
  • Digitale Zeitung als App
  • Digitale Zeitung als App
  • Rätsel
  • Games
  • Vorteile im Abonnement
    • Shop
    • Zeitung erleben
  • Aus der Redaktion
    • Hilfe für Nachbarn
    • Zeitung in der Schule
    • Kinderzeitung
  • Instagram
  • Youtube
  • WhatsApp
  • Facebook
  • Immomarkt
  • Trauerportal
  • Sonderthemen
  • Magazine
  • Bekanntschaften
  • Reisemarkt
  • Anzeigen aufgeben
  • StZ Onlineservice
  • Impressum & Kontakt
  • Mediadaten
  • Datenschutzerklärung
  • Ethikrichtlinie
 
  1. Kultur
  2. Diese Bücher müssen mit in den Urlaub

21 Sommerlesetipps Diese Bücher müssen mit in den Urlaub

Jetzt bloß keinen Fehler machen, und das falsche Buch einpacken. Unsere Kulturredaktion sagt Ihnen, was in den Koffer gehört.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
9 Bilder
Was liest man da? Antworten finden Sie in unserer Bildergalerie.
Foto mauritius images/Fahroni

1 / 9

Was liest man da? Antworten finden Sie in unserer Bildergalerie.
Fontane lebt Die Gedenkartikel zum Theodor-Fontane-Jahr (200. Geburtstag) sind längst schon wieder selbst Historie. Aber warum jetzt nicht in den Ferien 2019 mal bei ihm nach Wieder-Lesestoff suchen? Nein, nein, es muss nicht „Effi Briest“ sein, das riecht vielen wohl zu sehr nach Schule, leider. Aber zu den großartigen Fontane-Romanfiguren gehört auch „Frau Jenny Treibel“ (Aufbau-Verlag, 10 Euro), und diese Geschichte aus dem neureichen Berliner Bürgermilieu entlarvt derart süffig und satirisch die hohle Kultur- und Gefühlstheaterduselei jener Kreise, dass man sich erstens immer wieder an heute erinnert fühlt und zweitens im Vergleich dazu der Biss einer „ZDF-Heute-Show“ richtig harmlos wirkt. Mannomann, was war Fontane für ein scharfer Beobachter! Eine der besten Erzählerinnen aus dem Hier und Jetzt ist für mich Dörte Hansen. Wem ihr Debüt „Altes Land“ gefallen hat, der wird auch von ihrer „Mittagsstunde“ (Penguin Verlag, 22 Euro) begeistert sein, ein so witzig-liebevoller wie sentimentaler Blick auf das bedrohte Landleben im Norden der Republik. Die ideale Lektüre für alle Nord- oder Ostseefahrer! (schl)
Foto Verlag

2 / 9

Fontane lebt Die Gedenkartikel zum Theodor-Fontane-Jahr (200. Geburtstag) sind längst schon wieder selbst Historie. Aber warum jetzt nicht in den Ferien 2019 mal bei ihm nach Wieder-Lesestoff suchen? Nein, nein, es muss nicht „Effi Briest“ sein, das riecht vielen wohl zu sehr nach Schule, leider. Aber zu den großartigen Fontane-Romanfiguren gehört auch „Frau Jenny Treibel“ (Aufbau-Verlag, 10 Euro), und diese Geschichte aus dem neureichen Berliner Bürgermilieu entlarvt derart süffig und satirisch die hohle Kultur- und Gefühlstheaterduselei jener Kreise, dass man sich erstens immer wieder an heute erinnert fühlt und zweitens im Vergleich dazu der Biss einer „ZDF-Heute-Show“ richtig harmlos wirkt. Mannomann, was war Fontane für ein scharfer Beobachter! Eine der besten Erzählerinnen aus dem Hier und Jetzt ist für mich Dörte Hansen. Wem ihr Debüt „Altes Land“ gefallen hat, der wird auch von ihrer „Mittagsstunde“ (Penguin Verlag, 22 Euro) begeistert sein, ein so witzig-liebevoller wie sentimentaler Blick auf das bedrohte Landleben im Norden der Republik. Die ideale Lektüre für alle Nord- oder Ostseefahrer! (schl)
Punk 2.0 Als der Typ von der Plattenfirma fragt, ob die Stuttgarter Jungs sich zutrauen, einen Hit zu schreiben, nicken sie eifrig: „Wir wollten den nächsten großen Schritt gehen und richtige Stars werden: Mädchen kennenlernen, Geld verdienen, das scheiß Studium nicht machen.“ So erklärt Smudo von den Fantastischen Vier in dem Doku-Roman „Könnt ihr uns hören? Eine Oral History des deutschen Rap“ (Ullstein, 20 Euro) die Entstehung von „Die da!?!“ Die Idee, die Geschichte des deutschen Hip-Hop in Interview-Schnipseln zu erzählen, Max Herre, Peter Fox oder Haiyti in einen unkommentierten fiktiven Dialog treten zu lassen, haben Davide Bortot und Jan Wehn bei Jürgen Teipel geklaut, der in „Verschwende deine Jugend“ (Suhrkamp, 16,99 Euro) die Geschichte des deutschen New Wave und Punk erzählt – ein Buch aus dem Jahr 2001, das hier allen, die es bisher nicht gelesen haben, ebenfalls dringend empfohlen sei. Apropos Punk: Wem das wahre Leben nicht spektakulär genug ist, ist bei Juan S. Guses Roman „Miami Punk“ (S. Fischer, 26 Euro) bestens aufgehoben – ein grandioses, schwieriges, absurdes, irrwitziges, bizarres, nerdiges, cyberpunkiges Endzeitmonster irgendwo zwischen „Counter-Strike“ und David Foster Wallace. (gun)
Foto Verlag

3 / 9

Punk 2.0 Als der Typ von der Plattenfirma fragt, ob die Stuttgarter Jungs sich zutrauen, einen Hit zu schreiben, nicken sie eifrig: „Wir wollten den nächsten großen Schritt gehen und richtige Stars werden: Mädchen kennenlernen, Geld verdienen, das scheiß Studium nicht machen.“ So erklärt Smudo von den Fantastischen Vier in dem Doku-Roman „Könnt ihr uns hören? Eine Oral History des deutschen Rap“ (Ullstein, 20 Euro) die Entstehung von „Die da!?!“ Die Idee, die Geschichte des deutschen Hip-Hop in Interview-Schnipseln zu erzählen, Max Herre, Peter Fox oder Haiyti in einen unkommentierten fiktiven Dialog treten zu lassen, haben Davide Bortot und Jan Wehn bei Jürgen Teipel geklaut, der in „Verschwende deine Jugend“ (Suhrkamp, 16,99 Euro) die Geschichte des deutschen New Wave und Punk erzählt – ein Buch aus dem Jahr 2001, das hier allen, die es bisher nicht gelesen haben, ebenfalls dringend empfohlen sei. Apropos Punk: Wem das wahre Leben nicht spektakulär genug ist, ist bei Juan S. Guses Roman „Miami Punk“ (S. Fischer, 26 Euro) bestens aufgehoben – ein grandioses, schwieriges, absurdes, irrwitziges, bizarres, nerdiges, cyberpunkiges Endzeitmonster irgendwo zwischen „Counter-Strike“ und David Foster Wallace. (gun)
Bäume und Agenten Als Richard Powers seinen Roman „Die Wurzeln des Lebens“ (S. Fischer, 26 Euro) zu schreiben begann, hat es die „Fridays for Future“-Bewegung noch nicht gegeben, aber den Kampf gegen die gewissenlose Ausbeutung der Natur hat der US-amerikanische Autor in vier ineinander verschlungenen Erzählsträngen auf packende Weise literarisch gespiegelt (und mit reichlich Leidenschaft angereichert). Wer die gut 600 Seiten straff durchliest, fühlt sich wie im Blätterrausch – und möchte am liebsten selbst zum Umweltaktivisten werden. Am besten kramt man gleich auch noch das Erfolgsbuch des schreibenden Försters, Peter Wohllebens „Das geheime Leben der Bäume“ (Ludwig-Verlag, als Taschenbuch 12 Euro) hervor, dessen Ausführungen über den Sozialverband Wald Powers erkennbar inspirierten. Kontrastprogramm, aber auch ein Schmöker zum Sich-Hineinfallen-Lassen: Mit „Berta Isla“ (S. Fischer, 26 Euro) hat Xavier Marías eine Art Meta-Spionageroman geschrieben. Wie ist es, fragt der spanische Autor, um das Privatleben eines Agenten bestellt, dessen halbes Dasein aus Geheimhaltung besteht? Interessante Exkurse zur jüngeren Geschichte gibt’s obendrein. Es ist ja nicht verboten, im Urlaub auch mal ein bisschen dazu zu lernen. (ben)
Foto Verlag

4 / 9

Bäume und Agenten Als Richard Powers seinen Roman „Die Wurzeln des Lebens“ (S. Fischer, 26 Euro) zu schreiben begann, hat es die „Fridays for Future“-Bewegung noch nicht gegeben, aber den Kampf gegen die gewissenlose Ausbeutung der Natur hat der US-amerikanische Autor in vier ineinander verschlungenen Erzählsträngen auf packende Weise literarisch gespiegelt (und mit reichlich Leidenschaft angereichert). Wer die gut 600 Seiten straff durchliest, fühlt sich wie im Blätterrausch – und möchte am liebsten selbst zum Umweltaktivisten werden. Am besten kramt man gleich auch noch das Erfolgsbuch des schreibenden Försters, Peter Wohllebens „Das geheime Leben der Bäume“ (Ludwig-Verlag, als Taschenbuch 12 Euro) hervor, dessen Ausführungen über den Sozialverband Wald Powers erkennbar inspirierten. Kontrastprogramm, aber auch ein Schmöker zum Sich-Hineinfallen-Lassen: Mit „Berta Isla“ (S. Fischer, 26 Euro) hat Xavier Marías eine Art Meta-Spionageroman geschrieben. Wie ist es, fragt der spanische Autor, um das Privatleben eines Agenten bestellt, dessen halbes Dasein aus Geheimhaltung besteht? Interessante Exkurse zur jüngeren Geschichte gibt’s obendrein. Es ist ja nicht verboten, im Urlaub auch mal ein bisschen dazu zu lernen. (ben)
Auf einen Lacher Vapiano ist die Jack-Wolfskin-Jacke unter den Restaurants. Dieser Satz stammt aus der Feder von Micky Beisenherz. Der Gag-Schreiber aus dem Fernsehen veröffentlichte im Februar sein Buch „Und zur Apokalypse gibt es Filterkaffee“ (Rowohlt, 16 Euro). In dieser Sammlung von Alltagsbeobachtungen analysiert Beisenherz das gesellschaftliche Leben und entlarvt immer wieder eine fast schmerzhafte Spießbürgerlichkeit. Sich dabei ertappt zu fühlen ist übrigens okay. Seine Pointen sind fair und garantiert immer treffsicher. Neben der Comedy-Keule und dem feinen Florett der Satire versinkt Beisenherz auch immer wieder in Melancholie und beschreibt einen Urlaub aus vergangenen Tagen, den man selbst gerne erlebt hätte. Doch sehen Sie bitte davon ab, jemandem aus dem Buch vorzulesen. Ihr unkontrollierte Lachen wäre dabei mehr als hinderlich. Eine Einladung zur Diskussion hingegen ist das Hörbuch „Knigge – Über den Umgang mit Menschen“ (DAV, 16,99 Euro), gelesen von Christoph Maria Herbst. Immer wieder möchte man sich verwundert am Kopf kratzen und den Sprecher beim Vorlesen kurz unterbrechen, nur um mit anderen Personen darüber zu philosophieren, ob die Gehörten Benimmregeln noch zeitgemäß sind. ( fog)
Foto Verlag

5 / 9

Auf einen Lacher Vapiano ist die Jack-Wolfskin-Jacke unter den Restaurants. Dieser Satz stammt aus der Feder von Micky Beisenherz. Der Gag-Schreiber aus dem Fernsehen veröffentlichte im Februar sein Buch „Und zur Apokalypse gibt es Filterkaffee“ (Rowohlt, 16 Euro). In dieser Sammlung von Alltagsbeobachtungen analysiert Beisenherz das gesellschaftliche Leben und entlarvt immer wieder eine fast schmerzhafte Spießbürgerlichkeit. Sich dabei ertappt zu fühlen ist übrigens okay. Seine Pointen sind fair und garantiert immer treffsicher. Neben der Comedy-Keule und dem feinen Florett der Satire versinkt Beisenherz auch immer wieder in Melancholie und beschreibt einen Urlaub aus vergangenen Tagen, den man selbst gerne erlebt hätte. Doch sehen Sie bitte davon ab, jemandem aus dem Buch vorzulesen. Ihr unkontrollierte Lachen wäre dabei mehr als hinderlich. Eine Einladung zur Diskussion hingegen ist das Hörbuch „Knigge – Über den Umgang mit Menschen“ (DAV, 16,99 Euro), gelesen von Christoph Maria Herbst. Immer wieder möchte man sich verwundert am Kopf kratzen und den Sprecher beim Vorlesen kurz unterbrechen, nur um mit anderen Personen darüber zu philosophieren, ob die Gehörten Benimmregeln noch zeitgemäß sind. ( fog)
Jenseits von Twitter Ganz bestimmt wird Donald Trump auf Twitter die rassistische Karte weiterspielen. Doch wer hat schon Lust, im Urlaub jeden Tweet von @realDonaldTrump zu verfolgen? Hingegen kann Literatur helfen zu verstehen, wie in unseren Gesellschaften die Vergangenheit die Gegenwart prägt. Thomas Mullen erzählt in „Darktown“ (DuMont, 24 Euro) von zwei schwarzen Streifenpolizisten, die 1948 in Atlanta ihre Arbeit aufnehmen. Sie gehören zur gerade erst vom Bürgermeister installierten Gruppe von acht schwarzen Polizisten, haben so gut wie keine Rechte, dürfen keine Weißen verhaften, das Hauptquartier ihrer weißen Kollegen nicht betreten und müssen hilflos mit ansehen, wie die Kollegen Korruptionsgelder einsacken. Als in einem Müllhaufen die malträtierte Leiche einer jungen Schwarzen entdeckt wird, zeigen die weißen Polizeibeamten keinerlei Interesse an dem Fall. Denn vermutlich sind sie selbst darin verstrickt. Eine ebenso beklemmende wie erhellende Lektüre. Noch so ein Hassprediger auf Twitter ist Italiens faschistischer Innenminister Matteo Salvini. Auch sein Erfolg hat Wurzeln in der Geschichte. Francesca Melandri verwebt in ihrem Roman „Alle außer mir“ (Wagenbach, 26 Euro) ein aktuelles Flüchtlingsschicksal mit der brutalen (und ebenso brutal gescheiterten) Besatzung Äthiopiens durch Mussolinis Italien. (msr)
Foto Verlag

6 / 9

Jenseits von Twitter Ganz bestimmt wird Donald Trump auf Twitter die rassistische Karte weiterspielen. Doch wer hat schon Lust, im Urlaub jeden Tweet von @realDonaldTrump zu verfolgen? Hingegen kann Literatur helfen zu verstehen, wie in unseren Gesellschaften die Vergangenheit die Gegenwart prägt. Thomas Mullen erzählt in „Darktown“ (DuMont, 24 Euro) von zwei schwarzen Streifenpolizisten, die 1948 in Atlanta ihre Arbeit aufnehmen. Sie gehören zur gerade erst vom Bürgermeister installierten Gruppe von acht schwarzen Polizisten, haben so gut wie keine Rechte, dürfen keine Weißen verhaften, das Hauptquartier ihrer weißen Kollegen nicht betreten und müssen hilflos mit ansehen, wie die Kollegen Korruptionsgelder einsacken. Als in einem Müllhaufen die malträtierte Leiche einer jungen Schwarzen entdeckt wird, zeigen die weißen Polizeibeamten keinerlei Interesse an dem Fall. Denn vermutlich sind sie selbst darin verstrickt. Eine ebenso beklemmende wie erhellende Lektüre. Noch so ein Hassprediger auf Twitter ist Italiens faschistischer Innenminister Matteo Salvini. Auch sein Erfolg hat Wurzeln in der Geschichte. Francesca Melandri verwebt in ihrem Roman „Alle außer mir“ (Wagenbach, 26 Euro) ein aktuelles Flüchtlingsschicksal mit der brutalen (und ebenso brutal gescheiterten) Besatzung Äthiopiens durch Mussolinis Italien. (msr)
Satirisch ins All Humor ist, wenn man trotzdem lacht – auf den Spuren tschechischer Satiriker wie Jaroslav Hašek („Schweijk“) entwirft Jaroslav Kalfar in „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ (Tropen, 22 Euro) die Vision einer All-Mission, die aus dem Ruder läuft. Er streift dabei durch die tschechische Historie von der mythischen Prinzessin Libuše bis zur eifrigen Staatssicherheit. Mitten hinein in die Verwerfungen des Dreißigjährigen Kriegs geht Daniel Kehlmann in seiner ungeheuer lebendig erzählten Eulenspielgel-Interpretation „Tyll“ (Rowohlt, 23 Euro) und kommt dabei dem abergläubischen Wahn des Spätmittelalters bedrohlich nahe. Zur Jahreszeit passt  „Ein letzter Sommer“ (Kein & Aber, 12 Euro) des US-Autors Steve Tesich, der den Schulabgänger Daniel begleitet, wie ihn die Zukunft umtreibt, Freunde auseinanderdriften und ihn ein Mädchen mit dem Rätsel Frau konfrontiert. Ernst H. Gombrichs aufregend erzählte „Kurze Weltgeschichte für junge Leser“ (Argon, 14 Euro) kann im Auto Kinder wie Eltern fesseln in der Hörbuchfassung mit Christoph Waltz. (ha)
Foto Verlag

7 / 9

Satirisch ins All Humor ist, wenn man trotzdem lacht – auf den Spuren tschechischer Satiriker wie Jaroslav Hašek („Schweijk“) entwirft Jaroslav Kalfar in „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ (Tropen, 22 Euro) die Vision einer All-Mission, die aus dem Ruder läuft. Er streift dabei durch die tschechische Historie von der mythischen Prinzessin Libuše bis zur eifrigen Staatssicherheit. Mitten hinein in die Verwerfungen des Dreißigjährigen Kriegs geht Daniel Kehlmann in seiner ungeheuer lebendig erzählten Eulenspielgel-Interpretation „Tyll“ (Rowohlt, 23 Euro) und kommt dabei dem abergläubischen Wahn des Spätmittelalters bedrohlich nahe. Zur Jahreszeit passt „Ein letzter Sommer“ (Kein & Aber, 12 Euro) des US-Autors Steve Tesich, der den Schulabgänger Daniel begleitet, wie ihn die Zukunft umtreibt, Freunde auseinanderdriften und ihn ein Mädchen mit dem Rätsel Frau konfrontiert. Ernst H. Gombrichs aufregend erzählte „Kurze Weltgeschichte für junge Leser“ (Argon, 14 Euro) kann im Auto Kinder wie Eltern fesseln in der Hörbuchfassung mit Christoph Waltz. (ha)
Tierisch gut Sie haben den Koffer voller toller Lektüre, befürchten aber, dass Ihnen der Nachwuchs zwischen Sandburgenbauen und Ballspielen keine ruhige Minute zum Lesen lässt? Dann müssen unbedingt diese drei Dinge mit ins Gepäck: 1. Buntstifte. 2. Das neue Mitmach-Buch aus dem Bohem-Verlag. „Natur“ (16,95 Euro) lautet sein Titel. Wer es öffnet, bricht auf zu einer Entdeckungsreise, die kurzweiliger nicht sein könnte. Es gibt Suchbilder, die Wissen vermitteln, Rätsel, die Zeit vertreiben, und Ausmalvorlagen, die so fantasievoll in und neben Fotos stehen, dass jeder sofort zu den Stiften greifen will. Von der Wunderwelt der See-Anemonen bis zur Augenfarbe von Eulen: Dieses Buch macht Kleine klug und glücklich und verschafft Großen Lesezeit. 3. Das Memo-Spiel „Siehst du aus wie dein Hund?“ (Verlag Laurence King; ca. 10 Euro) bringt Witz dazu. Auf 50 Karten sind Menschen und Vierbeiner abgebildet, die man zuordnen muss: Den schwarzen Terrier etwa zum coolen Hippster mit Bart. Das kann man zu mehreren tun, doch das Schauen und Vergleichen macht auch alleine enormen Spaß. (ak)
Foto Verlag

8 / 9

Tierisch gut Sie haben den Koffer voller toller Lektüre, befürchten aber, dass Ihnen der Nachwuchs zwischen Sandburgenbauen und Ballspielen keine ruhige Minute zum Lesen lässt? Dann müssen unbedingt diese drei Dinge mit ins Gepäck: 1. Buntstifte. 2. Das neue Mitmach-Buch aus dem Bohem-Verlag. „Natur“ (16,95 Euro) lautet sein Titel. Wer es öffnet, bricht auf zu einer Entdeckungsreise, die kurzweiliger nicht sein könnte. Es gibt Suchbilder, die Wissen vermitteln, Rätsel, die Zeit vertreiben, und Ausmalvorlagen, die so fantasievoll in und neben Fotos stehen, dass jeder sofort zu den Stiften greifen will. Von der Wunderwelt der See-Anemonen bis zur Augenfarbe von Eulen: Dieses Buch macht Kleine klug und glücklich und verschafft Großen Lesezeit. 3. Das Memo-Spiel „Siehst du aus wie dein Hund?“ (Verlag Laurence King; ca. 10 Euro) bringt Witz dazu. Auf 50 Karten sind Menschen und Vierbeiner abgebildet, die man zuordnen muss: Den schwarzen Terrier etwa zum coolen Hippster mit Bart. Das kann man zu mehreren tun, doch das Schauen und Vergleichen macht auch alleine enormen Spaß. (ak)
Schlimme Kinder Nicht nur wir haben einen Fontane, auch Norwegen, das Gastland der diesjährigen Buchmesse, hat einen: Alexander L. Kielland. Der Stuttgarter Kröner-Verlag hat seinen Roman „Jakob“ (19,90 Euro) aus der Vergessenheit befreit. Wie darin vom Aufstieg eines Jungen aus einfachen Verhältnissen erzählt wird, der mit leeren Phrasen und klebrigsten Schmeicheleien sein Glück macht, hat einst einen Literaturskandal ausgelöst. Der Stoff, aus dem Selfmade-Millionäre gemacht sind, ist so aktuell wie am ersten Tag. Aber was ist überhaupt mit den Kindern los? Vielleicht sollte man den Urlaub nutzen, das rauszukriegen: Nicolas Mathieus mit dem Goncourtpreis prämierter Roman „Wie später ihre Kinder“ (Hanser Berlin, 24 Euro) wendet sich denen zu, die sich im vergessenen Osten Frankreichs darauf einstellen müssen, eher druntenzubleiben als aufzusteigen. Aus dem, was kein geglücktes Leben werden will, macht Mathieu einen dichten, fesselnden Roman, der den Leser locker über die sonst oft weniger vergnüglichen Hürden des Prädikats besonders wertvoll hinwegträgt. Und dann natürlich die wilden Kids, die in Sybille Bergs „GRM“ (Kiwi, 25 Euro) durch die von uns nachhaltig versaute zukünftige Gegenwart gammeln. Noch nicht gelesen? Dann wird es Zeit. (kir)
Foto Verlag

9 / 9

Schlimme Kinder Nicht nur wir haben einen Fontane, auch Norwegen, das Gastland der diesjährigen Buchmesse, hat einen: Alexander L. Kielland. Der Stuttgarter Kröner-Verlag hat seinen Roman „Jakob“ (19,90 Euro) aus der Vergessenheit befreit. Wie darin vom Aufstieg eines Jungen aus einfachen Verhältnissen erzählt wird, der mit leeren Phrasen und klebrigsten Schmeicheleien sein Glück macht, hat einst einen Literaturskandal ausgelöst. Der Stoff, aus dem Selfmade-Millionäre gemacht sind, ist so aktuell wie am ersten Tag. Aber was ist überhaupt mit den Kindern los? Vielleicht sollte man den Urlaub nutzen, das rauszukriegen: Nicolas Mathieus mit dem Goncourtpreis prämierter Roman „Wie später ihre Kinder“ (Hanser Berlin, 24 Euro) wendet sich denen zu, die sich im vergessenen Osten Frankreichs darauf einstellen müssen, eher druntenzubleiben als aufzusteigen. Aus dem, was kein geglücktes Leben werden will, macht Mathieu einen dichten, fesselnden Roman, der den Leser locker über die sonst oft weniger vergnüglichen Hürden des Prädikats besonders wertvoll hinwegträgt. Und dann natürlich die wilden Kids, die in Sybille Bergs „GRM“ (Kiwi, 25 Euro) durch die von uns nachhaltig versaute zukünftige Gegenwart gammeln. Noch nicht gelesen? Dann wird es Zeit. (kir)
Zurück zum Artikel
Stuttgarter Zeitung
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  • Schwarzwälder Bote
  • Stuttgarter Nachrichten
  • StZ Online Service

    StZ-Abonnements

  • AGB Abo
  • Datenschutz
  • Datenschutz-Einstellungen
  • Abo kündigen

    Vertrag mit Werbung

  • Vertragsbedingungen
  • Datenschutz
  • Cookie-Policy
  • Vertrag mit Werbung kündigen
  • Vertrag mit Werbung kündigen

  • Widerruf nach Fernabsatzgesetz
  • Widerruf nach Fernabsatzgesetz
  • Widerspruch
  • Widerspruch
  • Impressum |
  • Kontakt |
  • Erklärung zur Barrierefreiheit |
  • AGB |
  • Ethikrichtlinie |
  • Mediadaten