Stierhatz in Pamplona Spaniens Stiere müssen wieder leiden
Tierschützer gehen wieder gegen das blutige Ritual der Bullenhatz und der Stierkämpfe auf die Barrikaden. Doch die Fans lassen sich nicht beeindrucken. Beim Start des diesjährigen San-Fermín-Festes waren sogar viele Frauen dabei - als waghalsige Läuferinnen.
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Tierschützer kritisieren das alljährlich stattfindende San Fermin Fest in Pamplona bereits seit Jahren.
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Bei dem traditionellen Spektakel werden Kampfstiere durch die Straßen getrieben, um sich schließlich in der Arena den Matadoren zu stellen.
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Für viele Schaulustige ist es ein Kick, vor den getriebenen Stieren herzulaufen.
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Bereits seit 1591 wird das San Fermin in Pamplona gefeiert.
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Das Fest wird vom 6. bis 14. Juli gefeiert.
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Höhenpunkt der Festlichkeiten ist dabei die traditionelle Stierhatz durch die Straßen Pamplonas.
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Offizieller Beginn ist auf dem Festplatz vor dem Rathaus.
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Die Stierhatz findet dabei täglich um 8 Uhr morgens statt.
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Sobald der Startschuss gefallen ist, werden die sechs Stiere durch die Gassen Pamplonas gehetzt.
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Die Stiere werden in Richtung Plaza del Toros getrieben - hier befindet sich die Stierkampfarena von Pamplona.
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Begleitet werden die Stiere dabei von mehreren Ochsen mit Kuhglocken.
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Die Strecke zur Arena beträgt 825 Meter und führt durch die Altstadt Pamplonas.
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Die bis zu 700 Kilogramm schweren Tiere erreichen dabei eine Geschwindigkeit von circa 25 Kilometer pro Stunde.
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Für viele Teilnehmer gehört es dazu, auf dieser Strecke einige Meter neben den Stieren her zu laufen.
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Traditionell tragen die Läufer dabei ein weißes Hemd und ein rotes Halstuch.
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Dabei kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen.
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Seit 1924 kamen 15 Teilnehmer bei der Stierhatz zu Tode.
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Jedes Jahr gibt es zahlreiche Verletzte.
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Für die Stiere bedeutet die Teilnahme den sicheren Tod.
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Nachdem sie durch die Straßen gehetzt wurden, ...
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... kämpfen sie in der Arena zur Unterhaltung der Bevölkerung gegen die Matadore.
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Dieser Kampf endet für die meisten Stiere tödlich.
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Insgesamt werden während der Festwochen 48 Stiere getötet.
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Seit Jahren prangern Tierschützer das blutige Ritual an.
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Jedes Jahr zieht das Spektakel neben den Einheimischen auch zahlreiche Touristen an.
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Diese Jahr waren auch viele Frauen als Läuferinnen dabei.
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Für viele ist die Teilnahme am Stierlauf eine reine Mutprobe.
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Manche Läufer müssen mit schweren Verletzungen für ihre Teilnahme bezahlen.
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Tierschützer denken vor allem an das Leiden der Stiere, die bei dem Fest unnötig gequält werden.