Stuttgart im Zweiten Weltkrieg Als Siebenjähriger im zerstörten Stuttgart
Heinz Rittberger (Seifen Lenz) erlebte den Zweiten Weltkrieg in Stuttgart mit. Eindrücklich schildert der Zeitzeuge Erinnerungen an die Angriffe und an das Ende.
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Das Geburtshaus von Heinz Rittberger steht in der Stuttgarter Rosenstraße. Es hat die Angriffe damals überstanden.
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Beim Spaziergang durch das Bohnenviertel berichtet Heinz Rittberger unter anderem vom schweren Luftangriff im September 1944.
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Der habe den unteren Teil der Rosenstraße, in der er hier steht, zerstört.
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Bei weitem nicht nur dort entstand ein Trümmerfeld. Viele Luftangriffe zerstörten Stuttgart im Zweiten Weltkrieg massiv.
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Weiter oben in der Rosenstraße überstand das Geburtshaus des heute 87-Jährigen die Angriffe. Seit Jahren hat er in dem Gebäude seine Stadtwohnung.
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Bereits im Juli 1944 wurde allerdings die Leonhardskirche, mit der Heinz Rittberger bis heute eng verbunden ist, stark zerstört.
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Die Einkerbungen, die noch deutlich an der Fassade zu erkennen sind, stammen laut dem langjährigen Kirchengemeinderat noch aus dem Krieg.
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Heinz Rittberger wird im Juni 88 Jahre alt – doch er ist noch immer in seinem Laden tätig. Seit 1969 führt der Drogist das Drogeriegeschäft Seifen Lenz in der Esslinger Straße, unweit der Leonhardskirche und der Rosenstraße.
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Sein Geschäft ist zugleich eine Art Museum – etwa wegen Relikten aus dem Krieg. Sparsamkeit war damals zwingend nötig, das zeigt allein schon die Größe der Feinwäsche-Packung. Laut Heinz Rittberger musste sie damals für zwei Monate ausreichen. Er sagt mit Blick auf die heftigen Einschränkungen während des Krieges: „Ich appelliere an die Menschen, sie mögen doch ein bisschen zufriedener sein.“