Stuttgarter Kunstateliers Wo in der Stadt überall Kunst entsteht
Die einen hausen in einem kleinen Container, die anderen haben ihre eigene Immobilie: Stuttgarts Künstlerinnen und Künstler arbeiten unter ganz unterschiedlichen Bedingungen. Wir haben uns umgeschaut.
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Foto Lichtgut/Leif Piechowski
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Die Wagenhallen sind inzwischen Stuttgarts kreatives Herz.
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Bezahlbar Lange zwangen die Stuttgarter Immobilienpreise die Künstlerschaft, wegzuziehen – etwa nach Berlin. Mit der Sanierung der Wagenhallen hat sich das geändert: Hier ist eine Künstlerstadt erhalten, die Maßstäbe setzt und bezahlbaren Arbeitsraum in großem Stil bietet. Der Quadratmeter kostet zwischen 3,50 und 5,50 Euro.
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Selbsthilfe Dass es möglich wurde, die Wagenhallen zu sanieren und zu erweitern, verdankt Stuttgart dem Engagement des 2004 gegründeten Kunstvereins. Er hat sich von einer kleinen Initiative zu einem wichtigen Ansprechpartner für die Stadt entwickelt und konnte diese von den Investitionen in die Kunst überzeugen.
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Nachwuchs Vor den Wagenhallen befindet sich die sogenannte Container-City, in der der künstlerische Nachwuchs günstig arbeiten kann. Die Zukunft des kreativen Areals ist allerdings wacklig.
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Preisgekrönt Die Künstlerschaft der Wagenhallen hat das Areal vor den sanierten Hallen zum „Kulturschutzgebiet“ ernannt. 2018 wurde das Konzept sogar mit dem Deutschen Städtebaupreis ausgezeichnet.
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Immobilienbesitz Über viele Jahre mussten Künstlerinnen und Künstler gut im Geschäft sein, um sich in Stuttgart das Arbeiten leisten zu können. Diesen Geist spiegeln die Ateliers in der Reitzensteinstraße. Die Künstler haben die Quader und Tonnenhallen gekauft, die Grundstücke wurden ihnen per Erbpachtvertrag zur Verfügung gestellt.
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Pilotprojekt 1991 zogen die ersten Künstler in die Atelierhäuser in der Reitzensteinstraße ein. Das Pilotprojekt, bei dem die Nutzer zugleich Bauherren sind, wurde in der gesamten Republik interessiert beobachtet.
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Juwel Der Bund Bildender Künstlerinnen betreibt das älteste Ateliergebäude der Stadt. 1883 wurde das gründerzeitliche Architekturjuwel nach Entwürfen des württembergischen Hofbaumeisters Christian Friedrich von Leins errichtet und zunächst vom Verein zur Förderung Bildender Kunst genutzt. 1907 übernahm der BBK die Räume.
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Luxus Einen schöneren Arbeitsplatz kann man sich in Stuttgart kaum vorstellen. Uralte Bäume vor dem Fenster, ein weiter Blick auf den Talkessel und dazu das sanfte Rauschen des Galateabrunnens, das vom Eugensplatz herabdringt.
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Hochwertig Auch im Inneren bietet das Atelierhaus des BBK interessante und inspirierende Ansichten.
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Traumlage Eine herrliche Lage hat auch das Haus der Kunststiftung Baden-Württemberg in der Gerokstraße. Hier steht ein Wohnatelier zur Verfügung, das an aktuelle und ehemalige Stipendiaten vermietet wird. Dauerhaft kann man die hellen Räume und einzigartigem Blick allerdings nicht nutzen – nach spätestens zwei Jahren heißt es: Der Nächste, bitte!
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Atelierhaus In Stuttgart gibt es aber auch ehemalige Fabrikgebäude, die als Ateliers genutzt werden oder Gewerberäume, die der Künstlerschaft zur Verfügung stehen. Zu den Arbeitsorten mit langer Tradition gehört das Atelierhaus in der Brückenstraße in Bad Cannstatt.